Reichsbahndirektion Halle

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Die Reichsbahndirektion Halle war ein Verwaltungsbezirk der Deutschen Reichsbahn. Sie wurde 1895 als Eisenbahndirektion Halle im Bereich der Preußischen Staatsbahnen errichtet.

Das Gebiet dieser Reichsbahndirektion erstreckte sich über die südlichen Teile der preußischen Provinzen Sachsen und Brandenburg und reichte im Osten bis in den westlichen Zipfel der Provinz Schlesien hinein. Daneben gehörte auch das sächsische Umland von Leipzig zum Direktionsbezirk.

ehemaliges Hauptgebäude der Reichsbahndirektion Halle (Saale)
benachbartes Reichsbahnamtsgebäude Halle (Saale)
Reichsbahnamtsgebäude Leipzig
Lokschilder an einer Elok E04 der Rbd Halle

Bedeutende Strecken innerhalb der Direktion waren:

die von Leipzig ausgehenden Strecken

  • bis Zeitz–(Gera)
  • bis Altenburg (Thür)–(Hof)
  • bis Wurzen–(Dresden)
  • bis Geithain−(Karl-Marx-Stadt)

die Querbahnen

  • Zeitz – Altenburg (Thür)
  • Pegau – Neukieritzsch – Borna (b. Leipzig) – Geithain – (Karl-Marx-Stadt)

Gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Hauptgebäude der Eisenbahndirektion steht an der Ernst-Kamieth-Straße (zwischen Maybachstraße und Buddestraße) in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs und wurde 1901–1902 unter Leitung der Architekten und preußischen Baubeamten Paul Thoemer und Eduard Fürstenau errichtet.[1] Das Bauwerk umschließt mit vier Flügeln auf rechteckigem Grundriss insgesamt fünf Innenhöfe, davon einen zentralen großen und vier gleiche kleinere in den Ecken des Komplexes. Mit den Ecktürmen, dem Mittelrisalit und einem groß ausgelegten Treppenhaus ist es eines der größten historistischen Verwaltungsgebäude in Halle (Saale). Ein späterer Erweiterungsbau auf dem gegenüberliegenden Eckgrundstück für das Reichsbahnamt Halle war durch eine geschlossene Verbindungsbrücke über die Buddestraße mit dem Hauptgebäude verbunden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Holger Brülls, Thomas Dietzsch: Architekturführer Halle an der Saale. Dietrich Reimer Verlag, Berlin 2000, ISBN 3-496-01202-1, S. xx.

Koordinaten: 51° 28′ 29,5″ N, 11° 59′ 11,4″ O