Theisbergstegen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Theisbergstegen
Theisbergstegen
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Theisbergstegen hervorgehoben

Koordinaten: 49° 31′ N, 7° 27′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Kusel
Verbandsgemeinde: Kusel-Altenglan
Höhe: 244 m ü. NHN
Fläche: 5 km2
Einwohner: 718 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 144 Einwohner je km2
Postleitzahl: 66871
Vorwahl: 06381
Kfz-Kennzeichen: KUS
Gemeindeschlüssel: 07 3 36 098
Adresse der Verbandsverwaltung: Marktplatz 1
66869 Kusel
Website: vg-kusel-altenglan.de
Ortsbürgermeister: Stefan Klein
Lage der Ortsgemeinde Theisbergstegen im Landkreis Kusel
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Über dieses Bild

Theisbergstegen ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Kusel in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Kusel-Altenglan an und liegt beiderseits des Glan.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde befindet sich im sogenannten Musikantenland, einem Teilbereich des Nordpfälzer Bergland. Im Süden des Gemeindegebiets liegt außerdem der Ortsteil Godelhausen. Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Altenglan, Rutsweiler am Glan, Matzenbach, Rehweiler, Etschberg, Haschbach am Remigiusberg und Rammelsbach.

Erhebungen und Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theisbergstegen wird vom Glan durchflossen. Vor Ort mündet in diesen von links der Rödelsbach, welcher zuvor von links vor Erreichen des Siedlungsgebiets den Haschbach aufnimmt. Der Teilort Theisberg befindet sich auf der rechten Seite des Glans und Stegen links von ihm. Im Nordwesten des Gemeindegebiets erstreckt sich zudem der Remigiusberg, dessen Einzugsgebiet – einschließlich Theisbergstegen – oft als Remigiusland bezeichnet wird.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das östlich des Glan gelegene Deinsberge beziehungsweise Theisberg wurde 992 erstmals urkundlich erwähnt. Am 10. Juli 1715 wurde es mit dem Dorf Stegen vereinigt. Während der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts fiel die Gemeinde an die Kurpfalz.

Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war die Gemeinde in den Kanton Kusel im Saar-Departement eingegliedert. 1815 wurde der Ort Österreich zugeschlagen. Bereits ein Jahr später wechselte der Ort in das Königreich Bayern und war dort Teil des Rheinkreises. Von 1818 bis 1862 war Theisberg-Steegen – so die damalige Schreibweise – Bestandteil des Landkommissariat Kusel, das anschließend in ein Bezirksamt umgewandelt wurde. Im Jahr 1840 hatte der Ort 29 Häuser und 204 Einwohner. Er wurde als evangelisches Pfarrdorf bezeichnet.[2]

1939 wurde der Ort in den Landkreis Kusel eingegliedert. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Godelhausen innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wurde am 7. Juni 1969 der Nachbarort Godelhausen nach Theisbergstegen eingemeindet.[3] Zwei Jahre später wurde die Gemeinde außerdem Bestandteil der Verbandsgemeinde Kusel. Seit 2018 gehört Theisbergstegen zur Verbandsgemeinde Kusel-Altenglan.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Theisbergstegen bezogen auf das heutige Gemeindegebiet; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[4][1]

Jahr Einwohner
1815 343
1835 414
1871 473
1905 580
1939 735
1950 828
Jahr Einwohner
1961 898
1970 865
1987 779
1997 747
2005 724
2018 718

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Theisbergstegen besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[5]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Theisbergstegen
Blasonierung: „In Silber durch einen blauen Wellenbalken geteilt, oben rechts eine goldbelegte, rote Mitra, oben links wachsend ein unbekleideter Wassermann in natürlichen Farben mit goldenem Haar, aus einem roten Krug blaues Wasser ausgießend, unten auf grünem Dreiberg eine blaue Kirche mit goldenen Fenstern und goldenem Kreuz.“

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor Ort befinden sich insgesamt acht Objekte, die unter Denkmalschutz stehen. Zudem lag auf Gemarkung der Gemeinde einst die Burg Deinsberg.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gemeindegebiet befanden sich mit dem Altenkopfer Schurfwerk, der Grube Jakobsburg und der Grube Wildenburg ab Ende des 18. Jahrhunderts einst mehrere Quecksilberbergwerke. Des Weiteren haben sich kleine bis mittelständische Unternehmen angesiedelt wie beispielsweise Bagger- und Schutttransporte, eine Kfz-Werkstatt, ein Friseur, eine Tankstelle, ein Sonnenstudio und ein Rennsportunternehmen.

Institutionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ort gibt es einen Kindergarten, eine Grundschule und eine Mehrzweckhalle.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theisbergstegen ist über die Bundesstraße 423 (MandelbachtalAltenglan) an das überregionale Straßennetz angebunden. Zudem führt durch die Gemeinde die von Saar-Pfalz-Bus betriebene Buslinie 276, die sie unter anderem mit Kusel verbindet. Der Ort besitzt einen Bahnhof an der eröffneten und seit Ende der 1980er Jahre wieder eingleisigen Bahnstrecke Landstuhl–Kusel, die in diesem Bereich entlang des Glantales verläuft; ab 1904 war die Strecke in diesem Bereich zusätzlich Teil der ab 1961 schrittweise stillgelegten Glantalbahn. Die Züge verbinden Kaiserslautern und Kusel miteinander. Sie diente ebenso dem Abtransport des aus dem Remigiusberg gebrochenen Porphyr-Schotters ehe die Bedienung des örtlichen Güterverkehrs 2004 aufgegeben wurde.

Außerdem liegt Theisbergstegen am Glan-Blies-Radweg.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Georg Heinrich Vogt (1809–1889), Politiker und Geistlicher, war von 1839 bis 1847 Pfarrer vor Ort

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Theisbergstegen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Max Siebert: Das Königreich Bayern topographisch-statistisch in lexicographischer und tabellarischer Form, Verlag Georg Franz, München 1840. S. 189 (Google Books)
  3. Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006 (Memento vom 22. Dezember 2017 im Internet Archive) (= Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Statistische Bände. Band 393). Bad Ems März 2006, S. 197 (PDF; 2,6 MB). i Info: Es liegt ein aktuelles Verzeichnis (2016) vor, das aber im Abschnitt „Gebietsänderungen – Territoriale Verwaltungsreform“ keine Einwohnerzahlen angibt.
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen