René Schnitzler

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René Schnitzler
Rene Schnitzler.JPG
Personalia
Geburtstag 14. April 1985
Geburtsort MönchengladbachDeutschland
Größe 187 cm
Position Sturm
Junioren
Jahre Station
0000–1999 Rheydter SV
1999–2004 Borussia Mönchengladbach
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2004–2005 Borussia Mönchengladbach II 27 (11)
2005 Bayer 04 Leverkusen II 17 0(3)
2006–2007 Borussia Mönchengladbach II 43 (14)
2006–2007 Borussia Mönchengladbach 1 0(0)
2007–2009 FC St. Pauli 33 0(7)
2007–2009 FC St. Pauli II 4 0(0)
2009–2010 FC Wegberg-Beeck 39 (24)
2011 1. FC Bettrath
2013– Rheydter SV 71 (57)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
2005 Deutschland U–20 3 0(0)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 20. März 2017

2 Stand: 16. März 2012

René Schnitzler (* 14. April 1985 in Mönchengladbach) ist ein deutscher Fußballspieler, der als Stürmer eingesetzt wurde.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schnitzler begann seine Laufbahn in der Fußball-Oberliga Nordrhein als Spieler der Amateurmannschaft von Borussia Mönchengladbach und setzte diese in der Regionalliga für die Zweitvertretungen der Borussia und Bayer 04 Leverkusen fort. In der Saison 2006/07 war er Stammspieler beim Drittliga-Team der Mönchengladbacher Nachwuchsmannschaft und erzielte 14 Tore. Aufgrund seiner Leistung durfte er regelmäßig mit der Erstligamannschaft des Vereins trainieren. Am 34. Bundesliga-Spieltag gab er sein Debüt in der ersten Liga. In der Partie gegen den VfL Bochum wurde er Mitte der zweiten Halbzeit eingewechselt.

Zur Saison 2007/08 wechselte Schnitzler zum Zweitligisten FC St. Pauli. Dort unterschrieb er einen bis zum 30. Juni 2009 laufenden Vertrag. Anfang Mai 2009 wurde Schnitzler jedoch von seinem Arbeitsvertrag freigestellt.[1]

Ende August 2009 wechselte Schnitzler zum FC Wegberg-Beeck, der in der Verbandsliga Mittelrhein spielte. Mit diesem Verein gewann er die Meisterschaft und stieg in die NRW-Liga auf. Am 15. Dezember 2010 wurde sein Vertrag aufgelöst, der Verein wollte ihm eine Rückkehr in den Profifußball ermöglichen. Im Februar 2011 schloss sich Schnitzler dem Mönchengladbacher Kreisligisten 1. FC Bettrath an.

Anfang Januar 2011 gestand Schnitzler, dass er während seiner Tätigkeit beim FC St. Pauli insgesamt 100.000 Euro von einem Mitglied der „Fußballwettmafia“ erhalten habe. Der Ausgang der Spiele gegen den FC Augsburg, F.C. Hansa Rostock, den MSV Duisburg und zweimal beim 1. FSV Mainz 05 sollte manipuliert werden.[2] Für tatsächliche Manipulationen gab es jedoch keine Anzeichen. Dennoch sperrte ihn das DFB-Sportgericht im Juli 2011 für den Zeitraum 30. März 2011 bis einschließlich 30. September 2013 nicht nur als Spieler, sondern auch für jegliche weitere Funktionen beim DFB, seinen Mitgliedsverbänden sowie deren Vereinen und Kapitalgesellschaften. Die Sperre fiel kürzer aus als maximal möglich, da der DFB Schnitzler seine Mitwirkung an der Aufklärung zumindest in Teilbereichen anrechnete.[3]

Nach Ablauf seiner Sperre schloss er sich seinem Jugendverein Rheydter SV an.[4] Dort übernahm er das Amt des Spielertrainers. Mit dem Klub stieg er in der Folgezeit jedoch aus der Landesliga (2014) und Bezirksliga (2015) bis in die Kreisliga A ab.

2011 veröffentlichen Wigbert Löer und Rainer Schäfer das Buch „Zockerliga. Ein Profifußballer packt aus“, in dem Werdegang, Fußball- und Zockerkarriere von René Schnitzler dokumentiert werden und das die Haltung des Profi-Fußballs zum Glücksspiel generell in Frage stellt.[5]

Wettskandal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im April 2015 wurde Schnitzler vom Landgericht Bochum zu einer Geldstrafe von 900 Euro wegen versuchter Steuerhinterziehung verurteilt. Er hatte 60.000 Euro Bestechungsgeld für Spielmanipulationen angenommen, dieses Geld aber nicht versteuert. Vom Vorwurf des Wettbetruges wurde er freigesprochen, weil eine ernstgemeinte und verbindliche Manipulationsabrede nicht festgestellt werden konnte.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • René Schnitzler. Zockerliga: Ein Fußballprofi packt aus. Von Wigbert Löer und Rainer Schäfer. Gütersloher Verlagshaus; Gütersloh 2011, ISBN 978-3-579-06691-2

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hamburger Abendblatt vom 8. Mai
  2. Meldung Welt-Online vom 4. Januar 2011
  3. Zweieinhalb Jahre Sperre für Schnitzler, www.kicker.de, 19. Juli 2011
  4. René Schnitzler ist wieder da - beim "Spö". fupa.net
  5. Interview mit Buchautor Wigbert Löer, »Das Glücksspiel wird tabuisiert« in Torfabrik.de vom 24. August 2011
  6. Fußball-Wettskandal: Freispruch für Schnitzler. In: Spiegel Online. 30. April 2015, abgerufen am 10. Juni 2018.