René Théophile Hyacinthe Laënnec

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René Théophile Hyacinthe Laënnec
Stethoskop von René Laënnec, ca. 1820. Science Museum London.
Detailzeichnungen Stethoskop

René Théophile Hyacinthe Laënnec [laɛnɛk] (* 17. Februar 1781 in Quimper; † 13. August 1826 in Kerlouarnec, Finistère) war französischer Mediziner und Erfinder des Stethoskops.

Laënnec studierte in den Hospitälern in Nantes und war ab 1799 Wundarzt bei der Westarmee. Er studierte dann weiter unter Jean-Nicolas Corvisart[1] in Paris und wurde 1816 Arzt am Hospital Necker zu Paris. Hier sammelte er seine Beobachtungen zur Auskultation mit dem von ihm erfundenen Stethoskop an Lungen- und Herzkrankheiten, die er 1819 und in seinem Werk Traite de L'Auscultation Mediate Et Des Maladies Des Poumons Et Du Coeur [2] veröffentlichte. Damit begründete er die moderne Klinik der thorakalen Erkrankungen. [3]

1823 wurde er Professor am Collège de France und im folgenden Jahr Professor der medizinischen Klinik. Laënnec hat neben Leopold Auenbrugger, dem Entdecker der Perkussion, den Grund zu der exakten physikalischen Diagnostik der Krankheiten der Brustorgane gelegt und dadurch die Fortschritte der Medizin auf diesem Gebiet angebahnt.

Laënnec starb 1826 im Alter von erst 45 Jahren an Tuberkulose.

1868 wurde ihm in seinem Geburtsort ein Standbild errichtet.

Neben der Erfindung des Stethoskops ist Laënnec für die erstmalige Beschreibung und zunächst falsche Klassifizierung (als bösartige Neubildung) der Leberzirrhose bekannt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Emmanuel Lallour: Laënnec, notice historique. A. de Kerangal, Quimper 1868.
  • Ariel Roguin: Rene Theophile Hyacinthe Laënnec (1781–1826): The Man Behind the Stethoscope. In: Clinical Medicine & Research. Bd. 4, Nr. 3, September 2006, ISSN 1539-4182, S. 230–235, PMID 17048358, doi:10.3121/cmr.4.3.230.
  • John R. Scherer: Before cardiac MRI: Rene Laennec (1781–1826) and the invention of the stethoscope. In: Cardiology Journal. Bd. 14, Nr. 5, 2007, ISSN 1897-5593, S. 518–519, PMID 18651515.
  • Gerald B. Webb: Rene Theophile Hyacinthe Laennec: a Memoir. Hoeber 1928

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wolfgang U. Eckart: Geschichte der Medizin. Mit Theorie, Ethik, Recht, 6. Aufl. 2009, Springer Verlag Heidelberg, Berlin, New York, Pariser klinische Schule S. 192-195, Hyacinthe Laënnec S. 195; Geschichte der Medizin 2009 7. Aufl. Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin, Springer Verlag Heidelberg, Berlin, New York, S. 175-178. Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin 2013
  2. Rene-Theophile-Hyacinthe Laennec: Traite de L'Auscultation Mediate Et Des Maladies Des Poumons Et Du Coeur. Paris 1819, 2 Bände; 4. Auflage von Andral, 1836, 3 Bände; deutsch von Meißner, Leipzig 1822. Aktuelle fr. Ausgabe (Ed.1828) (Sciences), Hachette Livre, 2012 ISBN 978-2-0126-2898-4 Online-Version
  3. Wolfgang U. Eckart: Théophile-René-Hyacinthe Laennec, in: Wolfgang U. Eckart und Christoph Gradmann: Ärztelexikon. Von der Antike bis zur Gegenwart, 1. Aufl. 1995 C.H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung München, 2. Aufl. 2001, 3. Aufl. 2006 Springer Verlag Heidelberg, Berlin, New York. Ärztelexikon 2006

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]