Revolver (Film)

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Filmdaten
Deutscher Titel Revolver
Originaltitel Revolver
Produktionsland Vereinigtes Königreich, Frankreich, Isle of Man
Originalsprache Englisch, Kantonesisch
Erscheinungsjahr 2005
Länge 115 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Guy Ritchie
Drehbuch Guy Ritchie
Produktion Virginie Silla
Luc Besson
Musik Nathaniel Méchaly
Kamera Tim Maurice-Jones
Schnitt James Herbert
Ian Differ
Romesh Aluwihare
Besetzung

Revolver ist ein Gangster-Film (Action, Crime, Drama) des Autors und Regisseurs Guy Ritchie aus dem Jahre 2005, in dem Jason Statham die Hauptrolle spielt. Er erschien in Deutschland am 20. November 2008 direkt auf DVD.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorothy Macha ist in der gesamten Stadt an illegalen Spielen beteiligt. Diese Unterweltspiele kontrolliert er mithilfe dreier Schläger, die als die drei Eddies auftreten.

Green, der sieben Jahre in Einzelhaft verbringt, weil er Macha deckt, als dessen Schläger seine Schwägerin erschießen, taucht nach seiner Entlassung unerwartet bei Macha auf und fordert ihn in einem Glücksspiel heraus. Macha lässt sich darauf ein, in der Annahme, dass Green ihn gewinnen lässt. Als dieser sich nicht daran hält, bietet er ihm ein „Alles oder Nichts“-Spiel an, das Green ebenfalls gewinnt. Als ihm einer seiner Leute den Gewinn mitnehmen will, kommt es zu einer Schießerei, bei der Green jedoch nicht verletzt wird und das Casino verlassen kann.

Während seines Gefängnisaufenthaltes erlernte Jake Green durch das Buch: Mathematische Struktur der Quantenmechanik eine spezifische Strategie, um jedes Spiel zu gewinnen (im Film Die Formel genannt). Gleichzeitig erschafft er sich – vermutlich bedingt durch die Isolation, das bleibt offen – zwei Alter Egos, denen er die Namen Zach und Avi gibt. Ein Schachmeister und ein genialer Trickbetrüger, Eigenschaften also, die er selbst verkörpert, was sich dem Zuschauer aber erst durch schnelle Rückblenden kurz vor Ende des Films erschließt, als sich herausstellt, dass seinen Gegenspieler, den Mafioso Macha, ähnliche Paranoia plagen. Green bildet sich ein, dass seine imaginären Mithäftlinge ausbrachen und versprochen hätten, ihn mitzunehmen, was aber unterblieb. Später sagten sie (bzw. sein imaginäres Gewissen) ihm, sie hätten ihn immer mitnehmen wollen, fragten aber gleichzeitig, ob er auch bereit gewesen wäre, den Preis dafür zu bezahlen, nämlich die Zurückgabe des ergaunerten Geldes. Mr. Gold ist entweder ebenfalls eine weitere Facette von Greens Phantasie oder eine Metapher für den König des Schachspiels: im Film wird ständig auf ein Spiel hingewiesen, das im Wesentlichen zwischen Macha und Green ausgetragen wird. Green ist schwarz, Macha ist weiß und jede Aktion der beiden ist ein Schachzug, den es zu schlagen gilt.

Fazit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Handlung des Films ist beim ersten Mal schwer zu verstehen und die meisten Aha-Erlebnisse treten erst am Schluss durch die Rückblenden zutage. Vergleichbar ist er noch am ehesten mit dem Film: Mulholland Drive, der ähnlich psychedelisch aufgebaut ist. Wer hier jedenfalls die üblichen Komödien wie Snatch – Schweine und Diamanten oder Bube, Dame, König, grAS von Guy Ritchie erwartet, dürfte erheblich enttäuscht werden.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Einige wenige Kritiker lobten Guy Ritchies visuelle Darstellung, Musik, Timing und Dialoge, die er in den Film einbaute, und attestierten ihm einen Bruch mit seinem vorherigen Stil. In vielen Kritiken findet man, dass der Film schwierig zu verstehen sei und gegebenenfalls mehrfach angeschaut werden sollte, um ihn vollends zu verstehen.[1]
  • Auf der Kritiken-Plattform Rotten Tomatoes waren allerdings nur 17 % der abgegebenen Beurteilungen positiv.[2]
  • In den britischen Kinos hatte der Film keinen großen Erfolg, demzufolge schaffte er es nicht in die deutschen Kinos, sondern wurde am 20. November 2008 in Deutschland und Österreich direkt auf DVD veröffentlicht.[3]

Soundtrack[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Laut Regisseur Guy Ritchie sollte die Musik ursprünglich so ähnlich werden wie die der vorausgegangenen Filme Bube, Dame, König, grAS und Snatch – Schweine und Diamanten, jedoch entschied er sich im Laufe der Produktion für mehrere neue Kompositionen.

Die Musik selbst ist eine experimentelle Kombination aus Acid Jazz, Synth Rock und Neuer Musik. Dabei sind unter anderem Beethovens Mondscheinsonate und ein Remix aus 2raumwohnung und Ennio Morricones Stück Mucchio Selvaggio zu hören. Zudem kommen an mehreren Stellen des Filmes Teile des Lacrimosa aus Mozarts Requiem (KV626) vor.[4]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kontinuitätsfehler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach ca. einer halben Stunde des Films sitzt Green mit Avi bei einer Partie Schach, während er von den Axtmörder-Zwillingen erzählt. Er bewegt seine Dame und bietet mit ihr Avis (weißem) König Schach. Avis einzige Möglichkeit wäre nun, den König weg zu bewegen – das kann man im Still schön sehen –, stattdessen schlägt er mit seiner Dame Greens Turm. Das wäre ein regelwidriger Zug gewesen – aber anhand der Stellungen der Figuren lässt sich erkennen, dass die zweite Situation vor der ersten aufgenommen worden sein muss. Am Ende schließlich schlägt Green mit dem nächsten Zug Avis Dame mit der Dame und erklärt damit „Schachmatt“.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kritik bei Filmstars.de (zuletzt aufgerufen am 1. August 2007).
  2. Revolver bei Rotten Tomatoes (englisch) (zuletzt aufgerufen am 16. Februar 2010).
  3. Boxoffice bei Boxofficemojo.com (zuletzt aufgerufen am 16. Februar 2010).
  4. offizielle Homepage des Films, hier findet man auch Infos zum Soundtrack.
  5. Bilder-Upload - Kostenlos Fotos hochladen und ins Netz stellen. In: www.bilder-upload.eu. Abgerufen am 1. Juni 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]