Codename U.N.C.L.E.

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Filmdaten
Deutscher Titel Codename U.N.C.L.E.
Originaltitel The Man from U.N.C.L.E.
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2015
Länge 116 Minuten
Altersfreigabe FSK 12[1]
JMK 12[2]
Stab
Regie Guy Ritchie
Drehbuch Guy Ritchie,
Lionel Wigram
Produktion John Davis,
Steve Clark-Hall,
Lionel Wigram,
Guy Ritchie
Musik Daniel Pemberton
Kamera John Mathieson
Schnitt James Herbert
Besetzung

Codename U.N.C.L.E. ist eine US-amerikanische Agenten-Action-Komödie mit Henry Cavill, Armie Hammer, Alicia Vikander und Hugh Grant, die am 14. August 2015 in die US-Kinos kam. In Deutschland startete der Film bereits einen Tag früher. Seine Premiere feierte der Film am 2. August 2015 in Barcelona. Der Produzent und Regisseur des Films ist Guy Ritchie. Der Film wird von Warner Bros. vertrieben.

Der Film ist eine Kinoadaption der Agenten-Serie Solo für O.N.C.E.L. aus den 1960er Jahren. Damals wurde Napoleon Solo von Robert Vaughn gespielt, Illya Kuryakin von David McCallum, Waverly von Leo G. Carroll.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1963 reist der ehemalige Meisterdieb und jetzige CIA-Agent Napoleon Solo nach Ost-Berlin. Dort sucht er die Kfz-Mechanikerin Gaby Teller auf und eröffnet ihr, dass ihr Vater Udo Teller, Waffen-Wissenschaftler für die Nazis, nach dem Krieg für die Amerikaner arbeitete und in den USA ein neues Leben führte, bis er vor kurzem verschwand. Es wird vermutet, dass er für eine internationale Verbrecherorganisation eine Atombombe entwickelt, die ohne die bisherige Uran-Anreicherung funktioniert. Um Udo Teller zurückzuholen, soll Gaby mit Solo in den Westen fliehen. Da beide abgehört werden, starten sie direkt ihre Flucht nach West-Berlin. Dabei versucht der KGB-Agent Illya Kuryakin sie aufzuhalten, scheitert jedoch an der Berliner Mauer.

Da beide Supermächte die Herstellung neuartiger Atomwaffen nicht dulden und auch die Forschungsergebnisse Tellers für sich selbst haben wollen, vereinbaren sie die Zusammenarbeit von Solo und Kuryakin, die dies nur widerwillig angehen. Um Teller zu finden, soll Gaby ihren Onkel Rudi kontaktieren, der für die Spedition Vinciguerra arbeitet. Diese gilt als Fassade der Verbrecherorganisation, deren Besitzer Victoria und Alexander Vinciguerra gelten als Nazi-Sympathisanten, besonders Victoria. Für das Treffen mit Onkel Rudi reisen die Beteiligten nach Rom, und Kuryakin wird als Gabys Verlobter ausgegeben. Solo schleust sich als Kunstdieb auf einer Veranstaltung der Vinciguerras ein und erweckt das Interesse von Victoria Vinciguerra.

Später dringen Solo und Kuryakin in eine Firmenanlage der Vinciguerras ein und finden Beweise für die Urananreicherung. Bei einem Treffen von Gaby mit Onkel Rudi und Alexander Vinciguerra verrät sie die Tarnung der beiden Agenten und bietet ihre Dienste zur endgültigen Überzeugung ihres Vaters für die Sache an. Während Kuryakin entkommen kann, wird Solo durch Victoria betäubt und durch Onkel Rudi gefoltert. Gaby reist mit den Vinciguerras auf deren Insel, auf der sie die Atomwaffen bauen. Kuryakin kann Solo befreien, wobei dessen Folterer die Geheimnisse der Vinciguerras preisgibt und später umkommt.

Gaby trifft ihren Vater, dem sie erzählt, dass sie zu seiner Rettung gekommen ist und er zum Schein die Atombombe fertigstellen soll. Zusätzlich existiert noch eine weitere Bombe, die sich für eine verstärkte Wirkung auf die erste richten kann. Bei dem Versuch, die Atombombe zu sabotieren, wird er von Victoria überrascht und erschossen. Als sich Solo und Kuryakin auf den Weg zur Insel machen wollen, werden sie von MI6-Agent Waverly angesprochen. Dieser eröffnet ihnen, dass Gaby Teller bereits seit zwei Jahren seine Agentin ist.

Von einem britischen Flugzeugträger aus infiltrieren Solo und Kuryakin mit der Hilfe von Royal Marines die Einrichtung. Alexander flieht mit Gaby in Gefangenschaft und einer der Bomben über eine Landbrücke, kann jedoch durch die beiden Agenten gestoppt und getötet werden. Victoria ist mit der Atombombe auf einem alten Frachter auf dem Weg zur Übergabe der Bombe an ein Nazi-U-Boot. Solo kann sie über Funk erreichen, so dass sie geortet werden und mittels der anderen Bombe "hochgejagt" werden kann.

Wieder zurück im Hotel in Rom zerstören Solo und Kuryakin gemeinsam die Aufzeichnungen Tellers, um für diese nicht einander töten zu müssen. Im Abschluss werden Solo, Kuryakin und Gaby unter der Führung von Waverly als gemeinsames Team für U.N.C.L.E. (United Network Command for Law Enforcement) aufgestellt.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dreharbeiten fanden in England und Italien statt. Außendrehs fanden in Kampanien in der Nähe von Neapel, unter anderem am Golf von Neapel, sowie in Rom statt. Das Film-Budget lag bei geschätzten 75 Millionen US-Dollar.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Rotten Tomatoes erhält der Film aus 213 gezählten Kritiken einen Wert von 67 Prozent (142 positive Kritiken, 71 negative). Durchschnittlich wurde ein Rating von 6.2 von 10 Punkten vergeben. Zusammenfassend wird Codename U.N.C.L.E. als unausgeglichener Action-Thriller mit gerade genug Stil beschrieben, um die Inhaltsmängel zu überspielen. So lenken die charismatischen Darsteller und das Set von der nicht weiter bemerkenswerten Story ab.[3] Metacritic erfasste 40 Kritiken von denen 16 positiv und lediglich 4 negativ ausfielen, so dass ein Wert von 55 Prozent für den Film vergeben wurde.[4]

Auf kino.de wird der Film als eine Mischung aus Ocean’s Eleven und James Bond beschrieben. Er habe Witz, Stil und Action, und sei somit eine moderne Variante der 60er-Fernsehserie.[5] TV Spielfilm sieht in Codename U.N.C.L.E. „eine rasante Retrostilorgie“, die eine „ausgewogene Mischung aus nostalgischen Genrezitaten und rasanten Actionszenen mit einem perfekten Hauptdarstellerduo“ biete.[6]

Andreas Borcholte sieht im Spiegel das Dilemma Ritchies, dass eine Serie von vor 50 Jahren kaum aktuellem Publikum bekannt sein dürfte und somit Parodien auf das Original hinfällig sind. Um dies zu umgehen, müssten die Charaktere und neue Story deutlich origineller sein, als sie tatsächlich im Film sind. Positiv werden die Darsteller und Gastdarsteller sowie der Soundtrack von Daniel Pemberton erwähnt. Es bleibe ein ansehnlicher Agententhriller mit schön gestalteter Kulisse bei der Ritchie nicht wisse, wie „er sie mit Tiefenschärfe, echten Emotionen oder auch nur einer spannenden Handlung füllen“ solle. [7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Codename U.N.C.L.E.. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Juli 2015 (PDF; Prüf­nummer: 153 302 K).
  2. Alterskennzeichnung für Codename U.N.C.L.E.. Jugendmedien­kommission.
  3. Codename U.N.C.L.E. bei Rotten Tomatoes (englisch)
  4. Codename U.N.C.L.E. bei Metacritic (englisch)
  5. Codename U.N.C.L.E. (2015). In: kino.de. Abgerufen am 29. November 2015.
  6. Codename U.N.C.L.E. In: TV Spielfilm. Abgerufen am 29. November 2015.
  7. Andreas Borcholte: Actionfilm "Codename U.N.C.L.E.": Billig-Bond. In: Spiegel Online. Der Spiegel, 13. August 2015, abgerufen am 29. November 2015.