Ringwallanlagen Odenberg

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Ringwallanlagen Odenberg
Odenberg (links), Scharfenstein (mittig) und Gudensberger Obernburg (rechts)

Odenberg (links), Scharfenstein (mittig) und Gudensberger Obernburg (rechts)

Alternativname(n): Wüstung Odenberg, Odenbergk, Udenbergk
Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: Ruine
Ständische Stellung: Chatten
Bauweise: Erdwälle
Ort: Odenberg
Geographische Lage 51° 11′ 43,1″ N, 9° 22′ 36,8″ OKoordinaten: 51° 11′ 43,1″ N, 9° 22′ 36,8″ O
Höhe: 380 m ü. NHN
Ringwallanlagen Odenberg (Hessen)
Ringwallanlagen Odenberg

Bei den Ringwallanlagen Odenberg handelt es sich um zwei verschiedene, nahe beieinander liegende Ringwallanlagen auf dem Odenberg, einem langgestreckten, in allgemeiner Richtung von Südosten nach Nordwesten verlaufenden, 381,2 m ü. NN[1] hohen Basaltrücken bei Gudensberg im Schwalm-Eder-Kreis im Westhessischen Bergland in Nordhessen (Deutschland).

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der mit dichtem Laubwald bewachsene Odenberg gehört zur Gudensberger Kuppenschwelle in der Westhessischen Senke. Sein höchster Punkt befindet sich etwa 2 km nordnordöstlich der Kernstadt von Gudensberg und etwa 2 km westlich des Gudensberger Stadtteils Dissen. Im Süden führt die Bundesautobahn 49 am Berg vorbei, im Westen die Landesstraße L 3221 (Besser Straße bzw. Gudensberger Straße) zwischen Gudensberg und Besse.

Die Ringwallanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Hochplateau des Bergs befinden sich zwei kleine Ringwallanlagen. Die eine steht im Nordwesten nahezu auf dem Gipfel des Bergs, unweit südlich unterhalb des Aussichtsturms auf 380 m ü. NN. Geblieben sind eine nach Südosten ausgerichtete Abschnittsbefestigung, bestehend aus einem kräftigen Wall mit davor liegendem Grabenresten, beide etwa einen Drittelkreis beschreibend. Die zweite Anlage befindet sich südöstlich des Aussichtsturms etwa in der Mitte des Bergrückens an dessen südwestlichem Rand auf 320 m ü. NN. Sie ist oval, und der etwa 5 Meter breite Erdwall ist von einem tiefen Graben umgeben, dessen Aushub teilweise nach außen geworfen wurde (und möglicherweise ein weiteres Annäherungshindernis darstellen sollte). Dicht dabei liegen die Reste einer etwa quadratischen Schanze. Beide Anlagen scheinen frühmittelalterlichen Ursprungs zu sein.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Werner Ide: Von Adorf bis Zwesten, Bernecker, Melsungen, 1972, S. 292
  • Waldemar Küther: Historisches Ortslexikon Fritzlar-Homberg, Elwert, Marburg, 1980, ISBN 3-7708-0679-4, S. 237
  • Rolf Gensen: Die Wallanlage auf dem Odenberg bei Gudensberg; in Georg Bachmann (Hrsg.): Der Schwalm-Eder-Kreis (Führer zu archäologischen Denkmälern in Deutschland, Band 8), Theiss, Stuttgart, 1986, ISBN 3-8062-0369-5, S. 47–51

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)