Besse (Edermünde)

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Besse
Gemeinde Edermünde
Koordinaten: 51° 13′ 19″ N, 9° 23′ 15″ O
Höhe: 199 m ü. NHN
Fläche: 13,9 km²[1]
Einwohner: 3446 (30. Jun. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 248 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1974
Postleitzahl: 34295
Vorwahl: 05603
Edermünde Besse
Edermünde Besse

Besse ist mit etwa 3500 Einwohnern der größte Ortsteil der Gemeinde Edermünde im hessischen Schwalm-Eder-Kreis.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ostblick vom Bilstein in den Langenbergen auf Besse

Besse liegt östlich der zum Habichtswälder Bergland gehörenden, im Naturpark Habichtswald liegenden und maximal 556,7 m hohen Langenberge. In dieser Berglandschaft erhebt sich etwa 2,4 km westnordwestlich der im Ortskern stehenden Dorfkirche der etwas mehr als 460 m hohe Bilstein, auf dem ein kleiner Ringwall liegt. Die Ortschaft liegt im Nordwesten der Gemeinde Edermünde, die sich zwischen Baunatal im Norden und Gudensberg im Süden ausbreitet. Etwa 2 km ostsüdöstlich der vorgenannten Kirche befindet sich die Anschlussstelle Edermünde der Bundesautobahn 49 mit dem jenseits davon gelegenen Dorf Holzhausen, dem Sitz der Gemeindeverwaltung Edermünde. Durch Besse fließt der westliche Eder-Zufluss Pilgerbach.

In Besse schneiden sich die Verbindungslinien zwischen dem nördlichsten und südlichsten sowie dem westlichsten und östlichsten Punkt Deutschlands, daher gilt das Dorf dieser Berechnungsmethode zufolge als geographischer Mittelpunkt Deutschlands.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Besse wurde bereits im 9. Jahrhundert als Passahe in einer Schenkungsnotiz für das Kloster Fulda erwähnt, diese Notiz ist dem Jahr 817 zuzurechnen. Im 15. Jahrhundert war der Ort Sitz eines Gerichts und gehörte bis 1821 zum hessischen Amt Gudensberg, ab 1821 zum Kreis Fritzlar und ab 1932 zum Kreis Fritzlar-Homberg, 1939 umbenannt in Landkreis Fritzlar-Homberg.

Gebietsreform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde die Gemeinde Besse am 1. Januar 1974 mit der, zwei Jahre zuvor aus den Orten Grifte, Haldorf und Holzhausen gebildeten, Gemeinde Edermünde kraft Landesgesetz zur neuen Großgemeinde Edermünde zusammengeschlossen. Grundlage war der am 27. Dezember 1973 unterzeichnete Grenzänderungsvertrag. Gleichzeitig wechselte Edermünde in den neu gebildeten Schwalm-Eder-Kreis.[2]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Quelle: Historisches Ortslexikon[3]

• 1575/85: 77Hausgesesse
• 1639: 56 verheiratete, 3 verwitwete Hausgesesse
•  1735: 103 Mannschaften
Besse: Einwohnerzahlen von 1650 bis 2018
Jahr  Einwohner
1650
  
410
1748
  
551
1834
  
975
1840
  
1.026
1846
  
1.105
1852
  
1.120
1858
  
1.089
1864
  
1.121
1871
  
1.081
1875
  
1.099
1885
  
1.166
1895
  
1.309
1905
  
1.411
1910
  
1.385
1925
  
1.600
1939
  
1.658
1946
  
2.293
1950
  
2.280
1956
  
2.114
1961
  
2.195
1967
  
2.537
2014
  
3.468
2016
  
3.219
2018
  
3.155
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: [3]; Gemeinde Edermünde:[4]

Religionszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Quelle: Historisches Ortslexikon[3]

• 1861: alle Einwohner evangelisch-reformiert.
• 1885: 1156 evangelische (= 99,14 %), 10 katholische (= 0,86 %) Einwohner
• 1961: 1871 evangelische (= 85,24 %), 305 katholische (= 13,90 %) Einwohner

Erwerbstätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Quelle: Historisches Ortslexikon[3]

• 1961: Erwerbspersonen: 324 Land- und Forstwirtschaft, 524 Produzierendes Gewerbe, 123 Handel und Verkehr, 94 Dienstleistungen und Sonstiges.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein sehenswertes Gebäude ist die denkmalgeschützte Evangelische Kirche. Weitere Bauwerke von historischem Interesse sind der Felsenkeller und der stollenartig angelegte Luftschutzbunker, der während des Zweiten Weltkrieges bis zu 2000 Personen Schutz bot.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Besse (Edermünde) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Einwohnerstruktur Edermünde mit Nebenwohnsitzen. In: Internetaufftritt. Gemeinde Edermünde, archiviert vom Original am 28. Oktober 2018; abgerufen im Oktober 2018.
  2. Der Hessische Minister des Innern: Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Fritzlar-Homberg, Melsungen und Ziegenhain (GVBl. II 330-22) vom 28. September 1973. In: Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1973 Nr. 25, S. 356, §§ 20 und 27 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 2,3 MB]).
  3. a b c d Besse (Oberbesse), Schwalm-Eder-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  4. Zahlen, Daten Fakten. In: Internetauftritt. Gemeinde Edermünde, archiviert vom Original am 13. Mai 2016; abgerufen im Oktober 2018. (2018 Ges.-Nebenwohnsitzen 2016)