Rita Schwarzelühr-Sutter

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Rita Schwarzelühr-Sutter (2017)

Rita Schwarzelühr-Sutter (* 13. Oktober 1962 in Waldshut) ist eine deutsche Wirtschaftswissenschaftlerin, Politikerin (SPD) und mit einer Unterbrechung seit 2005 Mitglied des Deutschen Bundestages. Seit 2013 ist sie Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium unter Barbara Hendricks bzw. Svenja Schulze. Schwarzelühr-Sutter vertritt die Bundesrepublik derzeit in Aufsichts- und Leitungsgremien der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Persönliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur 1982 am Hochrhein-Gymnasium Waldshut absolvierte Rita Schwarzelühr-Sutter ein Studium der Wirtschaftswissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und der Universität Zürich, welches sie 1989 mit dem Lizenziat Diplom-Betriebswirtin beendete. Danach war sie von 1992 bis 1996 als Marketing-Assistentin und von 1997 bis 2005 als Mitarbeiterin der Bundestagsabgeordneten Karin Rehbock-Zureich tätig. Rita Schwarzelühr-Sutter ist verheiratet und hat zwei Söhne.

Parteitätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rita Schwarzelühr-Sutter trat 1994 in die SPD ein und gehört seit 1995 dem Vorstand des SPD-Kreisverbandes Waldshut an. Seit 2001 ist sie Vorsitzende des Kreisverbandes Waldshut, seit 2007 Mitglied des SPD-Landesvorstandes Baden-Württemberg und seit 2018 im Präsidium des SPD-Landesverbands Baden-Württemberg. Rita Schwarzelühr-Sutter gehörte dem Gemeinderat ihres Wohnortes Lauchringen von 1999 bis Ende 2013 an. Seit 2004 ist sie zudem Mitglied des Kreistages des Landkreises Waldshut.

Abgeordnete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Bundestagswahl 2005 wurde sie über die Landesliste Baden-Württemberg zum Mitglied des Deutschen Bundestages. Sie war Mitglied im Verkehrsausschuss (2005–2009)sowie seit 2006 Vorsitzende der Unter-Arbeitsgruppe „Verkehr und Klima“ der Arbeitsgruppe Verkehr, Bau und Stadtentwicklung der SPD-Bundestagsfraktion.[1]

Bei der Bundestagswahl 2009 erreichte sie Platz 16 der Landesliste und konnte damit knapp nicht wieder in den Bundestag einziehen,[2] erlangte jedoch im Oktober 2010 als Nachrückerin für den verstorbenen SPD-Politiker Hermann Scheer über die Landesliste erneut das Mandat.[3] In der 17. Legislatur war sie Mitglied des Wirtschaftsausschusses des Deutschen Bundestages und Mittelstandsbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion.

Rita Schwarzelühr-Sutter spricht bei den Vereinten Nationen in New York City zur Nachhaltigkeit (2016)

Bei den Bundestagswahlen 2013 und 2017 konnte sie ihr Mandat jeweils verteidigen und zog über die Landesliste Baden-Württemberg in den Deutschen Bundestag ein.

Regierungstätigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Großen Koalition von Angela Merkel wurde Schwarzelühr-Sutter am 17. Dezember 2013 Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und vertrat die Ministerin Barbara Hendricks in dieser Funktion in politischen und parlamentarischen Angelegenheiten vor allem in den ihr zugeordneten Bereichen Klimaschutz, Reaktorsicherheit, Naturschutz und Umwelt und Gesundheit (Abteilungen KI, RS, N und IG).[4] Nach einer langwierigen Regierungsbildung und der Fortsetzung der Großen Koalition behielt sie ab dem 14. März 2018 auch unter Svenja Schulze im veränderten Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit ihre Position. Sie vertritt nun die Bereiche Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit.

Schwarzelühr-Sutter leitete die deutschen Delegationen unter anderem zur Small Islands Development Conference für Kleine Inselentwicklungsländer (SIDS 2014)[5], zur Konferenz der Vertragsstaaten der Biodiversitätskonvention (Weltbiodiversitätskonferenz, UN-CBD COP-12)[6] und zu Verhandlungen zur 2030-Agenda für Nachhaltige Entwicklung[7], welche im September 2015 in New York im Beisein der Bundeskanzlerin Angela Merkel, der damaligen Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit Barbara Hendricks und von Rita Schwarzelühr-Sutter[8] von den Vereinten Nationen beschlossen wurde.[9]

Seit 2014 ist Rita Schwarzelühr-Sutter Kuratoriumsvorsitzende der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)[10], Aufsichtsratsvorsitzende der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS)[11] und Mitglied im Mittelstandsrat der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).[12]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rita Schwarzelühr-Sutter – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rita Schwarzelühr-Sutter zur Parlamentarischen Staatssekretärin ernannt, abgerufen am 18. Oktober 2010.
  2. suedkurier.de: Rita Schwarzelühr-Sutter verliert Bundestags-Mandat. Südkurier, 28. September 2009
  3. suedkurier.de: Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD) wieder im Deutschen Bundestag. Südkurier, 15. Oktober 2010
  4. Organigramm des BMUB (Memento vom 10. Februar 2016 im Internet Archive)
  5. Third International Conference on Small Island Developing States (SIDS Conference)
  6. Weltbiodiversitätskonferenz in Südkorea zieht Zwischenbilanz im Kampf für biologische Vielfalt. Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, 6. Oktober 2014
  7. Schwarzelühr-Sutter advocates decisive policy change in New York (Memento vom 10. Februar 2016 im Internet Archive). Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, 9. Juli 2015
  8. Ein großer Schritt für mehr Nachhaltigkeit (Memento vom 8. März 2016 im Internet Archive). Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, 30. September 2015
  9. UN adopts new Global Goals, charting sustainable development for people and planet by 2030
  10. Deutsche Bundesstiftung Umwelt: 16-köpfiger Vorstand wählte BMUB-Staatssekretärin an Spitze (Memento vom 28. September 2015 im Internet Archive). Deutsche Bundesstiftung Umwelt, 11. September 2014
  11. GRS: Vorsitzende des Aufsichtsrats ist die Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter. GRS, 11. September 2015
  12. Der Mittelstandsrat der KfW. KfW, 28. September 2015