Robert Deinhammer

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Robert Deinhammer SJ (* 1977) ist ein österreichischer römisch-katholischer Priester, Philosoph und Theologe.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach den Studien der Philosophie am Päpstlichen Philosophischen Institut und der Rechtswissenschaften an der Paris-Lodron-Universität Salzburg schloss er in beiden Disziplinen ein Doktoratsstudium ab. Er war in Salzburg als Philosoph und Jurist tätig, bis er 2008 in die Österreichische Jesuitenprovinz eintrat. Nach einem zweijährigen Noviziat in Nürnberg war er im Collegium Canisianum als Vizerektor, Studienpräfekt und Studierendenseelsorger tätig. Danach absolvierte er das Studium der Theologie am Heythrop College in London. Im September 2016 empfing er die Priesterweihe.[1] Derzeit arbeitet er in der Seelsorge und ist überdies Lehrbeauftragter an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Innsbruck.[2] Die Arbeitsschwerpunkte Deinhammers liegen im Bereich der Moral- und Rechtsphilosophie. In einer Reihe von Veröffentlichungen hat er die Theologie und Ethik des bekannten deutschen Fundamentaltheologen Peter Knauer erläutert, verteidigt und weiterentwickelt.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monographien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ratio und Recht. Konturen einer transzendentalpragmatisch orientierten Interpretation von § 16 des österreichischen Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuches als Beitrag zur normativen Rechtsethik. Verlag für Wissenschaft und Forschung, Berlin 2003, ISBN 3-89700-370-8.
  • Fragliche Wirklichkeit – Fragliches Leben. Philosophische Theologie und Ethik bei Wilhelm Weischedel und Peter Knauer. Echter-Verlag, Würzburg 2008, ISBN 978-3-429-03071-1.[3]

Beteiligung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Robert Deinhammer (Hrsg.): Was heißt interdisziplinäres Arbeiten? (= Working Papers Theories & Commitments. 01). Poverty Research Group (Universität Salzburg), Salzburg 2003 (PDF).
  • Robert Deinhammer et al.: „Man kann nicht denken, was man nicht tut“ – Commitments und wissenschaftliche Theoriebildung. (= Working Papers Theories & Commitments. 06). Poverty Research Group (Universität Salzburg), Salzburg 2004 (PDF).
  • (Autor der Einleitung) „Land der Hämmer – zukunftsreich?“ Von Arbeit und Arbeitslosigkeit (= Edition Menschlichkeit. Bd. 5). Unicum Mensch, Salzburg 2005.

Beiträge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der entsprechende Grund. Zum Entwurf einer teleologischen Ethik bei Peter Knauer. In: Salzburger Jahrbuch für Philosophie. Bd. 48 (2003), S. 21–40.
  • Sein als Bezogensein. Anmerkungen zu einem relational-ontologischen Geschöpflichkeitsbeweis. In: Salzburger Jahrbuch für Philosophie. Bd. 51 (2006), S. 99–122.
  • Erkenntnistheoretische und ontologische Aspekte der menschlichen Freiheit. In: Reinhart Kögerler, Franz Gruber, Martin Dürnberger (Hrsg.): Homo animal materiale. Die materielle Bestimmtheit des Menschen. Linz 2008, S. 65–86.
  • Fragliche Wirklichkeit? In: Topos – Internationale Beiträge zur dialektischen Theorie. Heft 30 (2008), S. 121–135.
  • Menschenrechte und Kulturrelativismus. In: Archiv für Rechts- und Sozialphilosophie. Bd. 96 (2010), H. 1, S. 51–63.
  • Gibt es ein Spannungsverhältnis zwischen „Christlicher“ und „Analytischer“ Philosophie? Systematische Reflexionen, inspiriert durch einen Salzburger Parallelismus. In: Kriterion. Journal of Philosophy. Bd. 24 (2011), S. 73–90.
  • Reductio in Unum Mysterium. Fundamentaltheologische Erwägungen im Kontext ignatianischer Spiritualität. In: Theologie und Glaube. Bd. 101 (2011), S. 539–561.
  • Der Mensch als »Subjekt-Objekt-Einheit«. Philosophisch-theologische Reflexionen. In: Freiburger Zeitschrift für Philosophie und Theologie. Bd. 60 (2013), S. 404–421
  • Worin besteht Fortschritt in der Theologie? In: Stephan Ernst, Gerhard Gäde (Hrsg.): Glaubensverantwortung in Theologie, Pastoral und Ethik. Für Peter Knauer SJ. Freiburg 2015, S. 63–86.
  • Can Natural Law Ethics be Tenable Today? Towards a Critical Natural Law Theory. In: The Heythrop Journal. Online, S. , DOI:10.1111/heyj.12345.
  • Das Verhältnis von Moral und Religion. In: Ethica. Bd. 25 (2017), S. 195–208.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Homepage der Jesuiten. Abgerufen am 12. Januar 2018.
  2. Homepage der TFI. Abgerufen am 12. Januar 2018.
  3. Friederike Nüssel: Rez. in ThLZ, abgerufen am 17. Januar 2018.