Robin Hartshorne

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Robert Cope „Robin“ Hartshorne (* 15. März 1938 in Boston) ist ein US-amerikanischer Mathematiker, der sich mit algebraischer Geometrie beschäftigt.

Robin Hartshorne 2005

Hartshorne war 1958 Putnam Fellow, studierte an der Harvard University bei David Mumford und Oscar Zariski sowie in Paris bei Jean-Pierre Serre und Alexander Grothendieck und wurde 1963 an der Princeton University mit der Dissertation Connectedness of the Hilbert Scheme bei John Coleman Moore und Zariski promoviert. Danach war er Junior Fellow in Harvard, wo auch Grothendieck regelmäßig Vorlesungen und Seminare hielt [1]. Er war Professor in Harvard und 1972 Professor an der University of California, Berkeley. Er war Gastprofessor am College de France in Paris und in Kyōto, wo er seine Vorlesungen in japanisch hielt.

1997 löste er Zeuthens Problem, das die Königlich Dänische Akademie der Wissenschaften 1901 als Preisaufgabe gestellt hatte (hat jede irreduzible Familie von singularitätenfreien Raumkurven Grenzkurven, die aus Geradenstücken zusammengesetzt sind ?) im negativen Sinn.

Sein Lehrbuch der algebraischen Geometrie ist ein Standardwerk. Es benutzt Grothendiecks Sprache der Schemata. Es behandelt auch elliptische Kurven und algebraische Flächen und sogar die Weil-Vermutungen. 1979 erhielt er dafür den Leroy P. Steele Prize.

Hartshorne ist verheiratet (mit einer Psychotherapeutin) und hat zwei Kinder. Er spielt Flöte und ist ein erfahrener Bergsteiger.

Bücher[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen und Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Seine Mitschriften von Grothendiecks Vorlesungen über Local Cohomology in Harvard 1961 erschienen 1967: Local Cohomology. Lecture Notes in Mathematics. Springer-Verlag 1967, ISBN 3-540-03912-0.