Rodenbach (Neuwied)

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Rodenbach
Stadt Neuwied
Wappen der ehemaligen Gemeinde Rodenbach bei Neuwied
Koordinaten: 50° 27′ 45″ N, 7° 26′ 59″ O
Höhe: 105 m ü. NN
Einwohner: 1261 (30. Jun. 2012)
Eingemeindung: 7. Juni 1969
Eingemeindet nach: Niederbieber-Segendorf
Postleitzahl: 56567
Vorwahl: 02631
Rodenbach (Rheinland-Pfalz)
Rodenbach

Lage von Rodenbach in Rheinland-Pfalz

Rodenbach, Oberdorfstraße

Rodenbach ist ein Stadtteil von Neuwied in Rheinland-Pfalz. Bis 1969 war der Ort unter dem Namen „Rodenbach bei Neuwied“ eine eigenständige Gemeinde.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rodenbach liegt nordwestlich von der Innenstadt am Rande des Naturparks Rhein-Westerwald. Im Nordosten liegt der Stadtteil Segendorf, im Osten der Stadtteil Niederbieber. Nördlich des Dorfes liegt die heutige Wüstung Rockenfeld. Es gilt als sicher, dass dieser Ort Keimzelle der amerikanischen Unternehmer John D. und William Rockefeller ist. Noch heute leben viele Mitbürger in Rodenbach, die den Namen Rockenfeller tragen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rodenbach ist der urkundlich älteste Stadtteil von Neuwied. Der Name wird in einer Schenkung eines gewissen Engilbertus an das Kloster Lorsch erstmals im Jahr 773 erwähnt. Diese Erwähnung ist zugleich die älteste Erwähnung des Engersgaus: „in pago Angerisgowe in villa Rodenbach“. Später ging Rodenbach in den Besitz der wiedischen Grundherrschaft über. Ebenfalls urkundlich erwähnt ist ein ehemaliger Gutshof Uff dem Hahne, dessen Lage heute unbekannt ist. Die Ahle Schul ist heute noch auf der Dorfecke erhalten. Es befinden sich ein Gastronomiebetrieb im Ort das Gasthaus Zum Ochsen, sowie ein Hofladen mit angeschlossenem Cafe dem Lämmerstübchen. Ehemals befanden sich noch ein Café, eine Wirtschaft, eine Bäckerei, eine Metzgerei, zwei Lebensmittelgeschäfte und ein Friseurgeschäft im Ort. Die Einwohner Rodenbachs werden gemeinhin als „Rudebacher Ochse“ bezeichnet. Hierfür gibt es unterschiedliche Erklärungsansätze; der wahrscheinlichste ist, dass Rodenbacher Bürger mit Ochsenkarren zur sonntäglichen Messe nach Feldkirchen fuhren. Der Ort ist bis heute evangelisch geprägt. Belegt ist jedoch auch eine relativ große jüdische Gemeinschaft ab dem 17. Jahrhundert. Der Burschenverein gedenkt der gefallenen oder vermissten Mitglieder auf einer Gedenktafel, die sich im Buchbachtal befindet.

Gemeinde Rodenbach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rodenbach gehörte zum Kirchspielgericht Bieber (Niederbieber) und bis 1806 zur Grafschaft Wied bzw. seit 1784 zum Fürstentum Wied-Neuwied. 1806 kam Rodenbach zum Herzogtum Nassau und 1815 zum Königreich Preußen. Unter der preußischen Verwaltung wurde Rodenbach eine Gemeinde im Standesherrlichen Kreis Neuwied, der zum Regierungsbezirk Koblenz und von 1822 an zur Rheinprovinz gehörte und von der Bürgermeisterei Heddesdorf verwaltet wurde. Der standesherrliche Sonderstatus bedeutete, dass mit Ausnahme der Hoheits-, Militär- und Steuerangelegenheiten, die dem Königreich Preußen zustanden, die Gemeinde und deren Einwohner bis 1848 weiterhin der Fürstlichen Regierung unterstanden. Seit 1946 gehört Rodenbach zu dem damals neu gebildeten Land Rheinland-Pfalz. Im Zuge der Mitte der 1960er Jahre begonnenen rheinland-pfälzischen Gebiets- und Verwaltungsreform wurde Rodenbach am 7. Juni 1969 zunächst nach Niederbieber-Segendorf eingemeindet.[1] Durch das „Achte Landesgesetz über die Verwaltungsvereinfachung im Lande Rheinland-Pfalz“ vom 28. Juli 1970, das am 7. November 1970 in Kraft trat, wurde die heutige Stadt Neuwied neu gebildet. Mit Beschluss des Stadtrats Neuwied vom 22. Januar 1971 wurde Rodenbach ein Stadtteil, welcher durch einen Ortsbeirat und einen Ortsvorsteher vertreten wird. Durch das heutige Dorf verlief der mittelrheinische Limes in Höhe der Oberdorfstraße.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Frauenfußballmannschaft des TuS Rodenbach stieg in der Saison 2010/2011 in die Regionalliga auf. Die Herrenfußballmannschaft des TuS Rodenbach blickt auf eine lange Tradition zurück. Die Vereinsfarben sind Grün-Weiß. Aktuell spielt der Verein mit zwei Seniorenmannschaften in der Kreisliga D.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einer der ältesten Vereine im Stadtteil ist der Burschenverein 1835 Rodenbach. Zweck des 1835 gegründeten Vereins ist u. a. die „Wahrung alter Sitten und Bräuche im Ort“. Der Burschenverein und die Maimädchen richten jedes Jahr die örtliche Kirmes aus.

Aus den Mitgliedern der ehemaligen Freiwilligen Feuerwehr (1908–1965) gründete sich der Verein Alte Kameraden Rodenbach e. V.

Der Verschönerungsverein Rodenbach e. V. wurde im Jahre 1921 von engagierten Rodenbacher Bürgern gegründet, die sich zum Ziel gesetzt hatten, das dörfliche Ortsbild zu erhalten.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, S. 189 (PDF; 2,6 MB)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rodenbach (Neuwied) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien