Roeland Paardekooper

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Roeland Paardekooper an einer Archäologietagung in Italien

Roeland Pieterszoon Paardekooper (* 17. März 1970 in Eindhoven) ist ein niederländischer Archäologe.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Paardekooper ist der Sohn von Petrus Cornelis Jozef Maria Paardekooper, Professor für Sprachkunde. Ab 1997 studierte er an der Universität Leiden Archäologie mit der Fachrichtung europäische Urgeschichte. Im Jahr 2012 promovierte er an der University of Exeter über archäologische Freilichtmuseen.

Seit 1981 arbeitete er am Historisch Openluchtmuseum Eindhoven. Im Zuge des EU-Projekts liveARCH veröffentlichte er zahlreiche Artikel über archäologische Freilichtmuseen. Gegenstand dieses Projekts war die Professionalisierung der archäologischen Freilichtmuseen in acht Ländern, auch an der Gestaltung des Folgeprojekts OpenArch war Paardekooper maßgeblich beteiligt. Daneben ist Paardekooper Mitbegründer und derzeitiger Direktor der EXARC, einer internationalen Vereinigung internationaler Freilichtmuseen und Experimentalarchäologen. Der Verein hat mehr als 120 Mitglieder aus rund 25 Ländern und ist Mitglied des International Council of Museums (ICOM).

Von Anfang Oktober 2013 bis Mai 2016 war Paardekooper Leiter des Archäologischen Freilichtmuseums Oerlinghausen.[1]

Im September 2015 wurde Paardekooper für seinen Beitrag zur Professionalisierung der Archäologischen Freilichtmuseen auf den Gebieten Finanzmanagement, Interpretation und Öffentlichkeitsarbeit der Museum Horizon Award des Interkontinentalen Museumsnetzwerk SAMP verliehen.[2]

Leistungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Paardekooper spielte in Jahren 1995–2003 eine maßgebliche Rolle beim Ausbau des Weltladens im Leidener Burgsteeg, wofür er im April 2012 von der Stadt Eindhoven geehrt wurde. Als jüngstem Dekorierten der Provinz Nordbrabant des Jahres 2012[3] wurde Paardekooper das Ritterkreuz des Ordens von Oranien-Nassau verliehen.

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • zusammen mit Jodi Reeves Flores: Experiments Past: Histories of Experimental Archaeology. Sidestone, Leiden 2014, ISBN 978-90-8890-251-2 (englisch).
  • zusammen mit Penny Cunningham, Julia Heeb: Experiencing archaeology by experiment: proceedings of the Experimental Archaeology Conference, Exeter 2007. Oxbow, Oxford 2008, ISBN 978-1-84217-342-8 (englisch).
  • The Value of an Archaeological Open-Air Museum is in its Use. Understanding Archaeological Open-Air Museums and their Visitors. Sidestone, Leiden 2012, ISBN 978-90-8890-103-4 (englisch, Dissertation an der Universität Exeter).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vanessa Rosteck: Ab Juni übernimmt Karl Banghard wieder die Leitung des Archäologischen Freilichtmuseums. In: Neue Westfälische. 10. Mai 2016 (Online [abgerufen am 2. Januar 2017]).
  2. Anerkennung für Museumsleiter Roeland Paardekooper auf LZ.de vom 18. September 2015
  3. toegekende onderscheidingen gesorteerd op naam (PDF; 1,2 MB) Omroep Brabant (niederländisch)