Rolf Töpperwien

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Rolf Töpperwien (2010)

Rolf Töpperwien (* 26. September 1950 in Osterode am Harz) ist ein deutscher Sportreporter.

Leben[Bearbeiten]

Nach Abitur und Wehrdienst studierte Töpperwien in Göttingen Publizistik, Geschichte und Politikwissenschaft und schloss das Studium 1975 mit dem Magister ab.

Während seines Studiums arbeitete Töpperwien als freier Mitarbeiter für die Sportredaktion des Göttinger Tageblattes. Über eine Seminararbeit (Thema war ein Vergleich zwischen der Sportschau und dem Aktuellen Sportstudio) gelangte er mithilfe seines Publizistik-Professors in Kontakt mit dem ZDF, wo er 1973 als freier Mitarbeiter einstieg. Vier Jahre später folgte die Festanstellung. Töpperwien berichtete von 1444 Bundesligaspielen.[1] Sein letzter Bericht für das aktuelle Sportstudio war das Nordderby Werder Bremen gegen den HSV am 25. September 2010.

In negative Schlagzeilen geriet er 1996, als er eine überhöhte Bordellrechnung auf ZDF-Briefpapier mit den Worten beanstandete: „Ich bin doch kein Marathonmann“.[2][3] Am 14. Mai 2000 erlitt er beim unachtsamen Umgang mit hochprozentigem Alkohol sowie Streichhölzern im Kokain-Rausch schwere Verbrennungen und lag mehrere Wochen im Krankenhaus.[4]

2010 veröffentlichte Töpperwien eine Autobiografie und ging zu seinem 60. Geburtstag als Fernsehreporter in den Ruhestand.[5] Dazu hieß es in der FAZ:

„Der ZDF-Sportreporter Rolf Töpperwien verabschiedet sich heute Abend in den Ruhestand. Vorher hat er noch schnell sein Leben aufgeschrieben. Sein Buch trieft vor Größenwahnsinn und arglosen Sündenbekenntnissen. Man vermisst ihn jetzt schon.“

Volker Weidermann: Töpperwien schreibt und geht, FAZ[2]

Am 23. Oktober 2010 war Rolf Töpperwien zum ersten Mal, bundesweit und gemeinsam mit seiner Schwester Sabine Töpperwien als Radio-Reporter in der ARD-Bundesligakonferenz zu hören. Engagiert von NDR-Hörfunkchef Alexander Bleick berichtete er in der Halbzeit- und Schlusskonferenz als Gastkommentator vom Spiel Hannover 96 gegen 1. FC Köln.[6]

Persönliches[Bearbeiten]

Töpperwien ist in zweiter Ehe verheiratet und hat einen Sohn (* 2005) sowie eine Tochter (* 1980)[1] aus erster Ehe und lebt in Wiesbaden.[7] Seine Schwester Sabine Töpperwien ist Sportchefin des WDR-Hörfunks.

Töpperwien ist seit Jahren bekennender Fan von Werder Bremen[8][1] und Eintracht Braunschweig.[9] Seit Oktober 2013 ist er Ehrenmitglied bei Wacker 90 Nordhausen.[10]

Er ist auch Stadionsprecher beim 1. FFC Frankfurt.[11]

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c WDR 2: MonTalk, Sendung vom 27. September 2010
  2. a b F.A.Z.: Im September 1979 hatte er mal wieder eine Idee. In: FAZ.net. 25. September 2010, abgerufen am 18. Dezember 2014.
  3. Björn Wirth: Alle Mann nach Ibiza! In: Berliner Zeitung. 22. März 2002, abgerufen am 8. Juni 2015.
  4. Töpperwiens Brandunfall geschah im Kokain-Rausch. In: Welt Online. 8. Juni 2000, abgerufen am 18. Dezember 2014.
  5. Holger Gertz: Zettels Traum. In: Süddeutsche Zeitung 192/2010, 21. August 2010, S. 3
  6. NDR.de: Töpperwien Gastkommentator in Bundesligashow vom 23. Okt. 2010
  7. www.wiesbadener-tagblatt.de
  8. Werder dankt Töpperwien zum Abschied Fernsehjournalist geht in Ruhestand – Herz hängt an Braunschweig Nordwest-Zeitung am 27. September 2010
  9. Kult-Reporter Rolf Töpperwien hört nach 36 Jahren auf „Stecker raus und Feierabend“
  10. Töpperwien neues Ehrenmitglied bei Wacker Nordhausen
  11. www.nrhz.de

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rolf Töpperwien – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien