Cosa Rosa

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Rosemarie Precht)
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Rosemarie „Rosa“ Precht (* 3. Mai 1952; † 31. Januar 1991) war eine deutsche Songschreiberin, Sängerin und Keyboarderin. Bekannt wurde sie vor allem durch ihr Musikprojekt Cosa Rosa.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rosemarie Prechts große Leidenschaft war die Musik, besonders das Keyboard. Von ihrer ersten Band Insisters trennte sie sich 1981 wegen eines Angebots der erfolgreichen deutschen Sängerin Ulla Meinecke. Durch Reinhold Heil, Keyboarder und Produzent von Spliff, lernte sie Nina Hagen und alle Spliff-Mitglieder kennen. Heil war von 1976 bis zu Prechts Tod ihr Lebensgefährte.[1]

Precht war gelernte Architektin. Nach ihrer Ausbildung arbeitete sie jedoch nur kurz in einem Architekturbüro in Berlin, ehe sie sich auf ihre wahre Leidenschaft, die Musik, konzentrierte. Ihre ersten Sporen als Musikerin verdiente sie sich bei der Mädchenband Insisters, der sie zwischen 1979 und 1980 angehörte und mit der sie Songs schrieb, die auf der 1981 erschienenen LP Moderne Zeiten zu finden sind. Sie stieg aber bereits einige Zeit vor dem Erscheinen der LP aus der Band aus, um ein Angebot der Musikerin Ulla Meinecke anzunehmen, die damals eine neue Keyboarderin für ihre Tournee suchte. Der Spliff-Schlagzeuger Herwig Mitteregger, 1980 Ulla Meineckes Produzent, schlug Precht für Meineckes Band vor. Zur gleichen Zeit – etwa um 1981 – gehörte Precht auch kurzzeitig der Band von Ina Deter an, mit der sie zusammen ihr Debüt-Album im Studio einspielte.

Cosa Rosa gründete Precht dann als Musikprojekt 1982 gemeinsam mit Reinhold Heil, der wie sie in Berlin ansässig war. Überrascht von ihren Kompositionen beschloss Reinhold Heil – parallel zu seiner Arbeit mit Spliff – mit seiner Lebensgefährtin zusammen Musik zu machen.[2] 1983 erschien das Debütalbum Traumstation.

Es folgten noch zwei Alben aus Prechts Feder, die Heil produzierte.[3] Die Singles Gefühle, Millionenmal und In meinen Armen wurden kleinere Radiohits. 1987 erkrankte Precht schwer. Die Ärzte stellten bei ihr Magenkrebs fest. Das Arbeiten an neuen Songs war nur noch sporadisch, Auftritte im Fernsehen gar nicht mehr möglich. Trotzdem entstanden in dieser Zeit noch einige Lieder, die zwar fertig geschrieben, aber nicht mehr fertig produziert wurden. Ende der 80er Jahre vermeldete dann auch die Presse, dass es Rosemarie Precht gesundheitlich nicht gut ginge. Sie konnte den Krebs nicht besiegen und starb am 31. Januar 1991 an den Folgen dieser Krankheit.[4] Rosemarie Precht wurde im niedersächsischen Walsrode OT Benzen im Grab ihrer Angehörigen beigesetzt.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[5]
Kein Zufall
  DE 40 02.09.1985 (8 Wo.)

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2006: Millionenmal (Sony BMG)

EPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1986: Cosa Rosa

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1983: Rosa auf Hawaii
  • 1983: Im freien Fall
  • 1984: Gefühle
  • 1985: Millionenmal
  • 1985: Riesenrad
  • 1985: In meinen Armen
  • 1986: Puppe kaputt
  • 1987: Was ich will

Kollaborationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Ulla Meinecke

  • 1980: Überdosis Großstadt
  • 1981: Nächtelang
  • 1983: Wenn schon nicht für immer, dann wenigstens für ewig

Mit Insisters

  • 1981: Moderne Zeiten (CBS 85448)

Mit Nena

  • 1983: Alligator (CBS)
  • 1985: Das alte Lied/Let’s Humanize(CBS)

Videoalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Ulla Meinecke

  • 2012: Live @ Rockpalast (DVD, beinhaltet den Auftritt vom 18. Juli 1981 in Köln, Sartory-Säle)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Berliner Plattenhändler empfehlen: Ich höre gerade ... Cosa Rosa. In: Berliner Morgenpost. 6. Februar 2012, abgerufen am 20. Dezember 2018.
  2. Cosa Rosa - Biographie. In: deutsche-mugge.de. Abgerufen am 19. Januar 2021.
  3. Musikinterview mit Reinhold Heil. In: Keyboards. 25. Oktober 2017, abgerufen am 20. Dezember 2018.
  4. Cosa Rosa - Biografie. In: deutsche-mugge.de. Abgerufen am 19. Januar 2021.
  5. Chartquellen: DE