Rotholzgewächse

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Rotholzgewächse
Cocastrauch (Erythroxylum coca), Illustration

Cocastrauch (Erythroxylum coca), Illustration

Systematik
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Rosiden
Eurosiden I
Ordnung: Malpighienartige (Malpighiales)
Familie: Rotholzgewächse
Wissenschaftlicher Name
Erythroxylaceae
Kunth

Die Rotholzgewächse (Erythroxylaceae) sind eine Pflanzenfamilie in Ordnung der Malpighienartigen (Malpighiales). Bekanntester Vertreter der Familie ist der Cocastrauch (Erythroxylum coca).

Beschreibung[Bearbeiten]

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Diese verholzenden Pflanzen wachsen als kleine Bäume oder Sträucher.

Die meist gut entwickelten, in Blattstiel und Blattspreite gegliederten Laubblätter sind meist wechselständig und spiralig, seltener gegenständig am Zweig angeordnet. Die einfachen Blattspreiten sind krautig bis häutig mit glatten Blatträndern. Manchmal sind die Zweige auch zusätzlich zweizeilig mit zu Schuppen reduzierten Blätter bedeckt. Nebenblätter sind vorhanden.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die Blüten stehen einzeln in den Blattachseln oder zu seitenständigen, bündeligen Blütenständen zusammen.

Die kleinen, meist zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle (Perianth). Wenige Arten zweihäusig getrenntgeschlechtig (Diözie|diözisch). Die fünf Kelchblätter sind frei oder verwachsen. Die fünf Kronblätter sind frei oder teilweise verwachsen und können Schüppchen (Ligulae) besitzen. Es sind zwei Kreise mit je fünf fertilen Staubblättern vorhanden. Die dreizelligen Pollenkörner besitzen drei Aperturen und sind colporat bis fast zonorat. Drei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen (synkarpen), selten zwei- oder meist dreikammerigen Fruchtknoten verwachsen. Jede Fruchtknotenkammer enthält nur eine hängende Samenanlage axilärer oder apikaler Plazentation. Es sind selten zwei, meist drei freie bis an teilweise verwachsene Griffel vorhanden. Es liegt meist Heterostylie vor.

Steinfrüchte von Erythroxylum deciduum

Sie bilden meistens einsamige, fleischige Steinfrüchte an deren Basis noch die Kelchblätter und Staubfäden vorhanden sind.

Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 12.

Inhaltsstoffe[Bearbeiten]

Es wurden Alkaloide nachgewiesen. An Anthocyanidinen ist Cyanidin und an Flavonoiden Kaempferol und Quercetin vorhanden. Saponine können vorhanden sein. Die Samen enthalten Stärke.

Verbreitung[Bearbeiten]

Sie haben eine pantropische Verbreitung. Mit Arealen von den Subtropen bis in die Tropen: Mit etwa 200 Arten haben sie den Schwerpunkt der Artenvielfalt in Südamerika.

Systematik[Bearbeiten]

Innerhalb der Ordnung der Malpighiales sind die Erythroxylaceae mit den Rhizophoraceae am nächsten verwandt.

Diese Familie wurde 1822 durch Karl Sigismund Kunth in Nova Genera et Species Plantarum, 4. Auflage, 5, S. 175 unter dem Namen „Erythroxyleae“ aufgestellt.[1] Typusgattung ist Erythroxylum P.Browne. Ein Synonym für Erythroxylaceae Kunth ist Nectaropetalaceae (Winkler) Exell & Mendonça.

Kokastrauch (Erythroxylum coca)

In der Familie der Rotholzgewächse (Erythroxylaceae) gibt es vier Gattungen[2] mit etwa 300 Arten:

Taxa der ehemaligen Familie Nectaropetalaceae gehören heute in die Familie der Erythroxylaceae.

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Erstveröffentlichung eingescannt bei biodiversitylibrary.org.
  2. Erythroxylaceae im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rotholzgewächse (Erythroxylaceae) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Liu Quanru & Bruce Bartholomew: Erythroxylaceae in der Flora of China, Volume 11, 2008, S. 39: Online. (im Umfang mit zehn Gattungen abweichend)