Rotraut Pape

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Rotraut Pape (* 1956 in Berlin) ist eine Filmemacherin, Künstlerin und Hochschulprofessorin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie studierte Freie Kunst / Experimentalfilm an der Hamburger Kunsthochschule. Sie konzentrierte sich früh auf die Medien Film/Video/Computer, interessierte sich aber weniger für deren technologische Möglichkeiten – obwohl sie diese virtuos beherrscht, sondern für deren künstlerisches Potential, Formulierungen für gesellschaftliche, d.h. politische und ethische Fragestellungen zu entwickeln. Performance und Installation spielen in ihrer Arbeit eine große Rolle (auch in ihren Videos und Filmen), als tatsächliche Aufführung und interaktive Versuchsanordnung.

Parallel zu ihrer künstlerischen Arbeit realisierte sie diverse experimentelle Dokumentationen für arte/3sat/ZDF. Screenings, Ausstellungen.

Im Wintersemester 2001/2002 wurde an der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main die neu eingerichtete Stiftungsprofessur der Heinz und Gisela Friederichs-Stiftung mit Rotraut Pape besetzt. Im Mittelpunkt der Lehrveranstaltungen stand dabei die Vergänglichkeit von Speichermedien. Danach lehrte Pape an der HfG als Gastprofessorin und ab 2004 als Professorin für Film und Video. 2011 wurde sie Prodekanin des Fachbereichs Visuelle Kommunikation.[1]

Experimentalfilme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • „Souterrain“, 16mm, 25:00 min, 1978 (Berlinale/Forum, 1980)
  • „90°“, 16mm, 40:00 min, 1980 (Berlinale/Forum, 1981)
  • „Flieger dürfen keine Angst haben“, 16mm, 44:00 min, 1984 (Berlinale/Forum, 1984)

Videos, Dokumentarfilme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • „Rotron“, umatic, 6:00 min, 1982
  • „Studies on Entertainment/ABC“ / M.Raskin Stichting Ens., 36:00 min, 1983
  • „Rauchnächte“ / Raskin, 10:25 min, 1990,
  • „Du hast kein Herz“ / Raskin, 16:00 min, 1991
  • „Der Negative Horizont“ 1989-90, 111 min
  • „Long Weekend – XTC“ 1992, 3:00 min
  • „Nicht nur Wasser“ 1995, 25:45 min
  • „Long weekend-XTC“ 1992, 2:00 min
  • „Sampling“ / Diedrich Diederichsen 1995, 6:00 min
  • „Real Virtuality“ / Bazon Brock 1998, 9:00 min
  • „Land of 1000 Dances. A short History of Clubculture“ / Dick Hebdige 1999, 38:00 min
  • „Voodoo Transformations“ / Koffi Kôkô, (mit Christoph Dreher) 2003, 27:00 min
  • „Tanz den Voodoo“ (mit Christoph Dreher), 46:00 min
  • „Berlinale Taxi – einmal Kino und zurück“, 2009, 50:00 min
  • „Die Mauer – der vertikale Horizont“ 1989–2014, 2015, 131:00 min

Expanded Cinema, Installationen u.a[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • „Waswaswaswaswas“ Raskin 1991. Akademie der Künste, Berlin
  • „Herz Haus Eis“ Raskin 1992. Kampnagel Hamburg, Experimenta/Linden Gallery, Melbourne
  • „Die Früchte vom Baum der Erkenntnis“ Videoperformance, Ausstellungshalle der BRD, Bonn 1993
  • „Sonnenblumenkernenergiebrot & Monolone“ Botanisches Museum der Universität Hamburg 1994
  • „Das Jüngste Gericht“ Hamburger Kunstverein1996, Mediascape Zagreb 1996
  • „Früchte vom Baum des ewigen Lebens“ Transmediale, 10. Videofest Berlin 1997 • Medienkunst heute, Sonderschau der Kunstmesse Hannover 1997
  • „Der Wächter“ Interaktive Installation 4. Werkleitz Biennale 1998
  • „Real Virtuality: Der Garten, die Wärter, das Jüngste Gericht“ Einzelausstellung Kasseler Kunstverein, Fredericianum, Werkschau Filmfestival Kassel 1998
  • „Split Brain 1.0“ Interaktive Installation WMF Berlin, KV Köln-Hürth, Wiesbaden, Weimar, EMAF Osnabrück 2000
  • „Club Automatic“ Jakarta/Yogyakarta 2002, 2010, 2013

TV Dokumentationen Weltbild/Turner&Tailor, Berlin (Realisation/Mitarbeit) zdf/arte/3sat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lost in Music 1 – Tekkno Trance 1992
  • Lost in Music 2 – HipHopHurrah 1993 (Grimme-Preis)
  • Lost in Music 3 – Metalmania 1993
  • Lost in Music 4 – Hoch über Hamburg 1994
  • Lost in Music 6 – Reggae Revolution 1995
  • Lost in Music 8 – Out of Country 1995
  • Lost in Music 9 – Electronic Jam 1996
  • Lost in Music 11 – Mutter, Doris und Verwandte 1996
  • arte Themenabend „Streetfashion“ – 1996
  • Lost in Music 14 – Deep into Dub 1997
  • Pop Odyssee 1 – Die Beach Boys und der Satan 1997
  • Pop Odyssee 2 – The House of the Rising Punk 1998
  • arte Themenabend „Digital Spirit“ – 1998
  • Fantastic Voyages 1 – Cosmology of the Music Video, 2000
  • Fantastic Voyages 2 – Nightmares, 2000
  • Fantastic Voyages 3 – Body Rock, 2000
  • Fantastic Voyages 4 – Short Stories, 2000
  • Fantastic Voyages 5 – Liberated Images, 2000
  • Fantastic Voyages 6 – Wonderful Worlds, 2000
  • Fantastic Voyages 7 – Space is the place, 2000
  • Musikvideos für „Gentleman“, „Blumfeld“, „Motion“, „Jever Mountain Boys“

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Prof. Rotraut Pape, Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main. Abgerufen am 7. August 2015.