Rudolf Klein-Rogge

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Friedrich Rudolf Klein-Rogge, (* 24. November 1885 in Köln; † 29. Mai 1955 in Wetzelsdorf bei Jagerberg, Österreich) war ein deutscher Schauspieler der 1920er und 1930er Jahre.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rudolf Klein-Rogge wurde als Sohn eines Kriegsgerichtsrates geboren und absolvierte neben seinem Studium der Kunstgeschichte die Schauspielschule von Hans Siebert. Nach Auftritten in Halberstadt, Aachen, Kiel, Düsseldorf und einem längeren Engagement am Stadttheater in Nürnberg zog es ihn und seine damalige Ehefrau Thea von Harbou nach Berlin, da sie glaubten, nur dort ihre Karriere voranzutreiben zu können. Anfangs arbeitete er am Lessing-Theater und inszenierte auch eigene Stücke.

Nachdem die Beziehung zerbrach, ging Thea von Harbou eine neue Verbindung mit Fritz Lang ein. Sie machte die beiden miteinander bekannt und sorgte dafür, dass Klein-Rogge verschiedene Rollen in Langs Werken erhielt. Unter Langs Regie spielte er einige seiner bekanntesten Rollen, wobei er häufig in Schurkenrollen besetzt wurde: In Langs beiden Dr. Mabuse-Filmen verkörperte er jeweils den titelgebenden Superverbrecher, in Die Nibelungen war er als Hunnenkönig Etzel zu sehen und in Metropolis spielte er den verrückten Wissenschaftler Rotwang. Nach dem Krieg versuchte Klein-Rogge über den Kontakt zu Fritz Lang wieder für Filmrollen engagiert zu werden. Lang fand jedoch keine passende Rolle für ihn. So versuchte er sich in Graz als Theaterregisseur. Bis Anfang der fünfziger Jahre inszenierte er mehrere Stücke.

Von einem Schlaganfall, den er eines Nachts erlitt, erholte er sich nicht mehr. Er starb am 29. Mai 1955 in Wetzelsdorf bei Jagerberg auf seinem Landgut, das er 1943 von seinem Bruder überschrieben bekommen hatte und welches in den 80er Jahren abgerissen wurde.[1] Klein-Rogge war dreimal verheiratet: Seine erste Frau war Margarete Neff, die zweite Thea von Harbou und die dritte die schwedische Schauspielerin Mary Johnson.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rudolf Klein-Rogge - Nachlass (abgerufen am 13. Februar 2010)