Sülzfeld

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Sülzfeld (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Sülzfeld
Sülzfeld
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Sülzfeld hervorgehoben
Koordinaten: 50° 31′ N, 10° 22′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Schmalkalden-Meiningen
Höhe: 316 m ü. NHN
Fläche: 17,39 km²
Einwohner: 913 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 53 Einwohner je km²
Postleitzahl: 98617
Vorwahl: 036945
Kfz-Kennzeichen: SM, MGN
Gemeindeschlüssel: 16 0 66 073
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rainstr. 25
98617 Sülzfeld
Bürgermeisterin: Eva Seeberg (FW-DA)
Lage der Gemeinde Sülzfeld im Landkreis Schmalkalden-Meiningen
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Sülzfeld

Sülzfeld ist eine Gemeinde im Landkreis Schmalkalden-Meiningen in Thüringen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sülzfeld liegt rund 6 Kilometer südwestlich der Kreisstadt Meiningen an der Landesstraße 3019 Meiningen - Mellrichstadt und an der Sülze, einem linken Nebenfluss der Werra. Hier befindet sich auch das barocke Lustschloss „Amalienruh“.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sülzfeld wurde bereits am 25. März 784 erstmals urkundlich erwähnt.[2]

Mit Schutzmauern und Türmen war die Kirche des Ortes im Mittelalter befestigt. Große Teile dieser Verteidigungsmaßnahme der Vergangenheit sind noch erhalten.[3]

Sülzfeld war 1626–1663 von Hexenverfolgungen betroffen: 14 Personen, elf Frauen und drei Männer, gerieten in Hexenprozesse. Zehn Frauen und ein Mann wurden hingerichtet, eine Frau starb unter der Folter. Von zwei Prozessen ist der Ausgang unbekannt. Das erste Opfer war 1626 Margaretha, Daniel Schöners Frau.[4]

Fälle von Hexenverfolgung in Sülzfeld (sortiert nach Jahr/Name/Schicksal) :

1 1626 Margaretha, Daniel Schöners Frau verbrannt

2 1626 Ursula, Hans Zeis Frau verbrannt

3 1626/28 Hans Vogt unbekannt

4 1629 N.N. verbrannt

5 1629 N.N. verbrannt

6 1629 N.N. verbrannt

7 1656 Catharina, Hans Vogts Frau verbrannt

8 1658 deren Mann Hans Vogt verbrannt

9 1663 Magdalena, Jörg Spieß Frau verbrannt

10 1663 Elisabeth, Hans Ehrsams Frau Tod unter der Folter

11 1663 Margaretha, Andreas Kießlings Frau enthauptet, dann verbrannt

12 1663 Je Kleen (Frau) verbrannt

Information: Dr. Lehmann aus der Sonderausstellung im Museum Schloss Wilhelmsburg, Schmalkalden 2012, über Luther und die Hexen

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat aus Sülzfeld setzt sich aus 8 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.

  • CDU 1 Sitz
  • FW-DA 5 Sitze
  • WV/FW 2 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 25. Mai 2014 [1])

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eva Seeberg wurde am 27. Juni 2004, am 6. Juni 2010 und erneut am 5. Juni 2016 [2] zur ehrenamtlichen Bürgermeisterin gewählt.

Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erfüllende Gemeinde für Sülzfeld ist die Stadt Meiningen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Verlag-Rockstuhl, Bad-Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 242.
  3. Michael Köhler: Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze, Jenzig-Verlag, 2001, ISBN 3-910141-43-9, S. 242.
  4. Kai Lehmann:Unschuldig. Hexenverfolgung südlich des Thüringer Waldes, über 500 recherchierte Fälle aus dem 16. und 17. Jahrhundert, Untermaßfeld 2012, S. 357f.; Kai Lehmann: Ausstellung „Luther und die Hexen“, Bereich Sülzfeld, Bibliothek Museum Schloss Wilhelmsburg Schmalkalden, 2012; Ronald Füssel: Die Hexenverfolgungen im Thüringer Raum, Veröffentlichungen des Arbeitskreises für historische Hexen- und Kriminalitätsforschung in Norddeutschland, Band 2, Hamburg 2003, S. 240-244.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sülzfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien