Essity Germany

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von SCA Hygiene Products)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Die Artikel Essity, Essity Germany, Svenska Cellulosa Aktiebolaget und Papierwerke Waldhof-Aschaffenburg überschneiden sich thematisch. Hilf mit, die Artikel besser voneinander abzugrenzen oder zusammenzuführen (→ Anleitung). Beteilige dich dazu an der betreffenden Redundanzdiskussion. Bitte entferne diesen Baustein erst nach vollständiger Abarbeitung der Redundanz und vergiss nicht, den betreffenden Eintrag auf der Redundanzdiskussionsseite mit {{Erledigt|1=~~~~}} zu markieren. 89.204.154.92 13:38, 28. Jan. 2019 (CET)
Essity Germany GmbH

Logo
Rechtsform Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Gründung 1874
Sitz Mannheim, Deutschland
Mitarbeiterzahl 3.500[1]
Branche Zellulose- und Papierprodukte
Website www.essity.de
Stand: 2018

Essity Germany (vormals SCA Hygiene Products) mit operativem Hauptsitz in München ist eine Tochtergesellschaft des schwedischen Hygienepapierherstellers Essity. Das Unternehmen produziert unter anderem Toilettenpapiere, Haushaltsrollen, Taschentücher, Gesichtstücher, Servietten, Inkontinenzprodukte, Damenhygieneartikel und Babywindeln.

Die Geschäftsbereiche wurden geteilt in den Bereich „Tissue“, wozu die Marken Zewa, Tempo, Velvet, Tork und Edet gehören, und in den Bereich „Personal Care“, wozu die Marken Tena, Libresse und Libero gehören. SCA Hygiene Products musste im Zuge der Übernahme von Tempo im Jahr 2007 allerdings ihre eigene Taschentuchmarke „Softis“ gemäß der europäischen Kommission veräußern. Der Käufer war das italienische Tissue-Unternehmen Sofidel (deren Taschentuchmarke lautet „Regina“). SCA behielt allerdings eine Lizenz für den Vertrieb von „Softis“ in den Ländern außerhalb von Deutschland und Österreich.[2]

Essity Germany befindet sich im Besitz der Essity mit Sitz in Stockholm, welche am 15. Juni 2017 als Spin-off[3] aus dem ehemaligen Mutterkonzern Svenska Cellulosa Aktiebolaget (SCA) hervorging.

Logo der SCA Hygiene Products

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine 1921 ausgestellte Aktie der AG für Zellstoff- und Papierfabrikation in Aschaffenburg

1874 wurden die Aschaffenburger Zellstoffwerke gegründet.[4] 1884 gründeten die Brüder Carl und Rudolf Haas gemeinsam mit Carl Clemm die Zellstofffabrik Waldhof in Mannheim.[5][6] Beide Unternehmen fusionierten 1970 zu den Papierwerken Waldhof-Aschaffenburg.

1995 wurde das Unternehmen mehrheitlich von dem schwedischen Holzkonzern SCA übernommen und firmierte anschließend um zur SCA Hygiene Products AG.[7] Die Aktien der SCA Hygiene Products AG notierte im Amtlichen Handel an den Börsenplätzen Frankfurt und München, später im Regulierten Markt.[8] 2009 wechselte die Rechtsform zur Societas Europaea; SCA firmierte fortan als SCA Hygiene Products SE.[9] Der SCA-Konzern erwirtschaftete 2010 einen Umsatz von 3,9 Mrd. € und beschäftigte rund 10.000 Mitarbeiter.[10] Das Unternehmen gehörte damit laut der jährlich von der Süddeutschen Zeitung veröffentlichten Liste „Top 100 in Deutschland“ zu den 100 umsatzstärksten Unternehmen in Deutschland.

Im Juni 2013 endete die Börsennotierung durch einen Squeeze Out der freien Aktionäre.[11] Die Gesellschaft firmierte ein halbes Jahr darauf um in SCA GmbH.[12]

Im vierten Quartal 2017 wurde das Unternehmen als Teil der Essity-Gruppe umbenannt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bundesverband Medizintechnologie: Essity Germany (abgerufen am 22. Mai 2018)
  2. SCA Hygiene Products AG verkauft Taschentuchmarke „Softis“. (PDF) (Nicht mehr online verfügbar.) 4. Dezember 2007, archiviert vom Original am 2. Dezember 2016; abgerufen am 22. November 2016.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sca.com
  3. SCA spin-off Essity AB listed for trading on. Abgerufen am 25. September 2017.
  4. Rolf Bühner: Strategie und Organisation: Analyse und Planung der Unternehmensdiversifikation mit Fallbeispielen. Springer-Verlag, 2013, Seite 310; eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche.
  5. Guido Walz: Der Brockhaus, Mannheim: 400 Jahre Quadratestadt - das Lexikon. F.A. Brockhaus, 2006; eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche.
  6. Albert Gieseler: Zellstofffabrik Waldhof, Werk Mannheim
  7. Hoppenstedt Aktienführer 2000, Seite 810. Hoppenstedt listet eine durchgehende Kapitalentwicklung von 1985 bis 1999 auf, das heißt die AG bestand durchgehend als dieselbe Kapitalgesellschaft.
  8. Hoppenstedt Aktienführer 2006 und 2009
  9. SCA Hygiene Products AG: Umwandlung der SCA Hygiene Products AG in eine Europäische Aktiengesellschaft (Societas Europaea, SE). Pressemeldung der SCA Hygiene Products AG auf dgap.de, 21. September 2009.
  10. Geschäftsbericht 2010 der SCA Hygiene Products SE.
  11. SCA Hygiene Products SE: Eintragung des Squeeze-out Beschlusses ins Handelsregister. Pressemeldung der SCA Hygiene Products SE auf dgap.de, 24. Juni 2013.
  12. Seit 13. Dezember 2013 firmierend als SCA GmbH, München. (Memento des Originals vom 9. Januar 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sca.com