SG-1000

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SG-1000
SG-1000 Konsole
Hersteller Sega
Typ Stationäre Spielkonsole
Generation 2. Generation
Veröffentlichung
JapanJapan 15. Juli 1983
Hauptprozessor NEC 780C
Grafikprozessor TMS9918A
Speichermedien Module, über Adapter auch Steckkarten(Sega Card)
Controller Joystick, 2 Buttons
Verkaufte
Einheiten
ca. 1.6 Millionen
Nachfolger Sega Mark III

SG-1000 (steht für Sega Game 1000; jap. エスジー・セン, esu jī sen), 1983 in Japan erschienen, war die erste Videospielkonsole von Sega. Diese erschien am selben Tag wie Nintendos Famicom.

Allgemeine Informationen[Bearbeiten]

Als Vorgänger des Master Systems war der SG-1000 die erste Videospielkonsole von Sega und erschien bereits 1983. Der Controller dieses Systems verfügte über einen digitalen Joystick mit zwei Buttons. Der erste Controller war fest mit der Konsole verbunden, ein weiterer Controller konnte an der rechten Seite des Geräts angeschlossen werden. Daneben besaß er einen Antennenausgang und einen Expansion Port für den Anschluss einer kompatiblen Tastatur (SK-1100), Diskstation (SF-7000) und RAM-Erweiterung. Außerhalb Japans wurde die Konsole noch in Neuseeland durch die Firma Grandstand vertrieben. Noch im selben Jahr veröffentlichte Sega unter der Bezeichnung SC-3000 die Heimcomputer-Variante der Konsole mit einem 4 MHz schnellen Prozessor und einer Tastatur. Für das SC-3000 erschien auch die Erweiterung SF-7000, welche die Konsole zusätzlich um einen 3"- Diskettenlaufwerk, einen RS-232-Anschluss, eine Centronics-Schnittstelle (Parallelanschluss) und 64KB Arbeitsspeicher erweiterte. Zudem verfügt das Gerät über einen doppelt so großen Arbeitsspeicher wie der SG-1000. Der Vertrieb der Konsole wurde erweitert um Australien, Frankreich, Italien und Finnland. Im Jahr 1984 erschien dann der SG-1000 II (bzw. Sega Mark II), eine leicht modifizierte Version des SG-1000. In den USA wurde das Design des SG-1000 lizenziert als Othello Multivision unter den Hersteller Tsukuda Original. Im Weiteren erschien der Dina 2 in one, welcher neben SG-1000-Titel auch ColecoVision-Spiele unterstützte.

Alle genannten Varianten der Spielkonsole waren abwärtskompatibel zum SG-1000, für den die meisten Spiele erschienen. Dabei diente der Sega Card Catcher als Adapter, um die in der Herstellung günstigeren Sega Cards (in Japan My Cards) für SG-1000, SC-3000 und Mark II zu unterstützen. Diese besaßen eine Speicherbeschränkung von 32KB.

1985 erschien der Nachfolger Sega Mark III, eine zum SG-1000 abwärtskompatible Version, welche weitgehend kompatibel mit dem Master System ist.

SG-1000 II[Bearbeiten]

Sega SG-1000 II mit zwei Controllern

Im Juli 1984 veröffentlichte Sega ein Update des Gerätes unter der Bezeichnung SG-1000 II. Technisch war es identisch mit dem SG-1000, jedoch war das Gehäuse überarbeitet worden und der Anschluss für das SK-1100 Keyboard war von der Rückseite des Gerätes auf die Vorderseite versetzt worden. Ebenso wurde der Controller überarbeitet, der nicht mehr fest mit der Konsole verbunden war. Im Vergleich zum SJ-200 besaß der SJ-150 einen abnehmbaren Thumbstick ähnlich dem SJ-152, welcher im Mark III Verwendung fand. Die Anschlüsse hierfür befanden sich auf der Rückseite der Konsole. Zum Marktstart kostete das Gerät ¥15000 (ca. 180 DM).

Spiele SG-1000[Bearbeiten]

Spielmodul Monaco G.P. für den SG-1000

Sega war bereits vor der Veröffentlichung des SG-1000 im Arcade-Bereich tätig, weswegen viele Umsetzungen aus der Spielhalle erschienen. Durch die weitreichende Hardware-Unterstützung der Heimcomputer-Variation konnten Spiele auf Modulen, Steckkarten, 3" Disketten und Kassetten sich befinden. Bekannt sind 68 Module, und 29 Steckkarten, welche zum Teil Tastatur oder RAM-Erweiterung benötigen. Die Spieleproduktion wurde offiziell 1987 eingestellt.

Auszug[Bearbeiten]

Technische Daten SG-1000[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: SG-1000 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien