SK Schärding

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SK Waizenauer Schärding
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Basisdaten
Name Sportklub Waizenauer Schärding
Gründung 1. April 1922
Farben schwarz-rot
Präsident Österreicher Silvio Vitale
Website www.sk-schaerding.at
Erste Mannschaft
Cheftrainer Österreicher Roland Hofpointner
Spielstätte Baunti Arena
Plätze 1.500
Liga Fußball-Landesliga West OÖ
2016/17 11. Platz
Heim
Auswärts

Der SK Waizenauer Schärding ist ein Fußballverein aus der Stadt Schärding am Inn in Oberösterreich. Der Verein spielt aktuell in der oberösterreichischen Landesliga West, der fünften oberösterreichischen Spielklasse. Der SK Waizenauer Schärding trägt seine Heimspiele im vereinseigenen Rennbahnstadion in Schärding aus. Der SKS, wie der Verein auch genannt wird, zählt zu den ältesten Fußballvereinen Österreichs.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Frühzeit 1922–1955[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfang 1922 gründete eine Handvoll junger Männer, keiner über 18 Jahre alt, den Fußballklub SK Sturm Schärding. Hauptinitiatoren waren Karl Fink und Herbert Stelzmüller. Die Klubfarben waren Weiß-Schwarz und die Dressen schneiderten die jeweiligen Mütter selbst. Als Sportplatz stellte ein Bauer in St. Florian am Inn stellte seine Viehweide zur Verfügung. Spielpartner waren in erster Linie bayrische Vereine, da im Innviertel außer Ried und Braunau kein weiterer Klub existierte. Der Verein wurde des Öfteren als FC Schärding wieder neu gegründet, so im Jahr 1925 und 1932. Aufgrund einer Grenzsperre musste ab Herbst 1933 der Spielbetrieb mit den bayrischen Mannschaften bis 1935 eingestellt werden. Auch die beim SK tätigen Spieler aus Neuhaus am Inn waren davon betroffen, was für den Verein einen herben Verlust bedeutete. 1934 sind die Mitglieder des damals aus politischen Gründen aufgelösten ATSV dem SKS beigetreten, der damals wie heute als gänzlich unpolitischer Verein galt und gilt. In dieser Zeit entstanden daher auch die Sektionen Handball, Faustball und Leichtathletik. Das Schärdinger Wochenblatt hat sich damals an die Anhänger des ATSV gewandt, auch dem SKS die Treue zu halten. Der SK Schärding wurde aufgrund der politischen Situation als HJ-Mannschaft weitergeführt. Ab 1934 nannte man sich endgültig SK Schärding. Die Klubfarben sind seit 1925 Schwarz-Rot. Die erste Mannschaft spielte nach der Gründung am Sportplatz Auf der Heide. Generell bereitete die Sportplatzfrage große Probleme. Gespielt wurde unter anderem auf der Heide, auf einer Wiese neben dem Schärdinger Friedhof, auf der Rennbahn, auf einer Wiese unter der Butterzentrale und im Grüntal. 1934 hatte man am Baumgartnerfeld – heute Kubinstraße – endlich für längere Zeit ein Heimat. Die feierliche Platzeröffnung erfolge 1932. Eine überdachte Tribüne wurde 1943 eröffnet.

Rennbahnstadion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Unterstützung Gustav Kapsreiters fand der SKS 1950 seine Heimat auf dem Gelände der ehemaligen Rennbahn – daher auch heute der Name Rennbahnstadion. In dieser Zeit wurden auch Spiele gegen damals bekannte Mannschaften wie Racing Straßburg und Wacker Wien veranstaltet. Vor 2500 Zusehern unterlag SK Schärding Admira Wien mit 2 : 5. Anlässlich eines Spiels gegen Wacker Wien besuchte auch der berühmte österreichische Schauspieler Hans Moser den SKS Sportplatz.

Die Blütezeit 1956–1968[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1956 gelang dem SK Schärding der Aufstieg in die Fußball-Landesliga (Österreich) - damals 3. Liga. Bekannte Namen aus dieser Zeit sind: der spätere Nationalspieler – Trubrig Heribert, Tormann Schröckeneder, Ing. Veits, Hlavaczek Franz. Bis zum Jahr 1968 spielte der SK Schärding 12 Saisonen durchgehend in der 3. Liga, der Landesmeisterschaft von Oberösterreich.

Durststrecke und 2. Blütezeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1968 musste der SKS aus der Landesliga in die Bezirksliga absteigen, da es die 2. Landesliga damals noch nicht gab. Viele Finalplätze auch im Innviertler Cupdokumentieren die herausragende Stellung des SKS im Innviertel. 1973 gelang dem SKS der einzige Sieg im Innviertler-Cup durch ein 5:0 gegen Neukirchen/Enknach im Rieder Stadion.

1975, im zweiten Jahr nach Einführung der 2. Landesliga, ist der SKS nach Relegationsspielen gegen den SV Vöcklabruck wieder aufgestiegen. Der SKS siegte in Vöcklabruck mit 2 : 1 und erreichte in Schärding vor 2500 Zusehern durch ein 0 : 0 den Aufstieg. Von 1975 bis 2003 spielte der SKS, mit einer Unterbrechung im Jahr 1986, durchgehend in der 2. Landesliga. 1994 gelang dem SK Schärding, mit einer fast durchwegs aus Eigenbauspielern bestehenden Mannschaft, der erneute Aufstieg in die Landesliga Oberösterreich. Spielertrainer war damals Edi Kirschner, ein ehemaliger Profispieler des FC Bayern München. Edi Kirschner hat als Spieler entscheidende Tore erzielt und war neben Torhüter Ernst Winterstetter, Patrick Reidinger und Haslehner Franz die herausragende Erscheinung dieser Zeit. Einer der größten Erfolge der letzten Jahre war das Abschneiden im österreichischen Fußball-Cup 1997. Erst der FC Tirol konnte den SKS im Sechzehntelfinale besiegen. Vorher wurde unter anderem der alte Rivale SV Braunau – damals 2. Division – ausgeschaltet.

Die aktuelle Situation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abstieg aus der Oberösterreich-Liga im Jahr 1999 wurde der SK Schärding auch in der Folgesaison letzter und stieg in die Bezirksliga ab. Dort konnte man jedoch den weiteren Absturz verhindern und mit dem Meistertitel in der Saison 2000/01 den sofortigen Wiederaufstieg in die Landesliga West erreichen. Dort spielt man seit 2001 und verpasste in der Saison 2010/11 in einem dramatischen Saisonfinale, das erst in der 3. Minute der Nachspielzeit entschieden wurde, den Wiederaufstieg in die OÖ-Liga nur durch das schlechtere Torverhältnis. In der letzten Saison belegte man den 6. Platz und verpasste die Rückkehr in die Oberösterreich-Liga.

Juni 2013 - Hochwasser-Drama[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An Hochwasser ist der SK Schärding gewöhnt. Im Rahmen der Jahrhundert-Hochwasserkatastrophe 2013 wurde die Sportanlage des Vereins jedoch in bisher ungekanntem Ausmaß heimgesucht. Das, ohnehin schon etwas erhöht stehende, Klubhaus stand bis unter das Dach unter Wasser. Der Trainingsplatz und das Hauptspielfeld waren ca. 4 m bis zum Dach der Tribüne überflutet. Das, durch mehrere Hochwasser geschädigte, Klubheim muss abgerissen werden. Der Schaden wurde durch einen Gutachter als Totalschaden an der Bausubstanz festgestellt und beläuft sich auf mehrere hunderttausend Euro. Um den Spielbetrieb aufrechtzuerhalten wurde das Klubheim provisorisch wieder in Stand gesetzt.

Juli 2015 - Neubau Klubheim[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Hochwasser 2013 hat unserem alten Klubheim nach 35 Jahren und etlichen Hochwasserschäden den sprichwörtlichen Rest gegeben. Aber dann zwei Jahre später war die Finanzierung für den Neubau endgültig gesichert. Nach dem Albatroskonzert im Juli 2015 war es dann soweit, der Spatenstich für den Neubau fand statt. Ein Teil des alten Gebäudes wurde abgerissen und mit den Fundamenten für das neue Klubheim begonnen. Das neue Gebäude wird auf Stelzen errichtet und somit sollten die fast jährlichen Probleme mit dem Hochwasser endgültig der Vergangenheit angehören. Im Herbst 2016 wurde der Rest des alten Gebäudes abgerissen und das neue Klubheim in Betrieb genommen.

Bekannte Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 12 Drittliga-Saisonen: 1956–1968
  • 7 × Meister (1946, 1947, 1956, 1975, 1987, 1994, 2001)
  • 1 × Sieger im Innviertler Cup (1973)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1. Taufkirchen gewährt SK Schärding "Asyl" 2. Hochwasser-Drama beim SK Schärding 3. Rapid Wien hilft nach Hochwasser 4. Fußballparty in grün-weiß beim SK Schärding

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]