SV Ried

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SV Ried
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Voller Name Sportvereinigung Ried von 1912
Ort Ried im Innkreis, Oberösterreich
Gegründet 5. Mai 1912
Vereinsfarben Schwarz-Grün
Stadion Keine Sorgen Arena
Plätze 7680
Präsident Johann Willminger
Trainer Christian Benbennek
Homepage www.svried.at
Liga Bundesliga
2015/16 7. Platz

Die Sportvereinigung Ried ist ein Fußballverein aus der oberösterreichischen Stadt Ried im Innkreis in Österreich und spielt derzeit (Saison 2015/16) in der höchsten Spielklasse, der Bundesliga.

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter Miteinbeziehung des Sponsors trägt der Verein derzeit den offiziellen Namen SV Guntamatic Ried. Die Vereinsfarben sind Schwarz-Grün. Die frühere Heimstätte der SV Ried war das Stadion der Stadt Ried, seit Oktober 2003 werden die Spiele in einem neu erbauten reinen Fußballstadion gespielt, das Platz für 7680 Zuschauer bietet und seit Juni 2009 nach Vereinbarung mit dem Namenssponsor Oberösterreichische Versicherung AG Keine Sorgen Arena heißt. Mit dem Gewinn des Meistertitels der Ersten Liga in der Saison 2004/05 wurde die SV Ried wieder erstklassig und spielt seither in der Bundesliga.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfänge des Vereins[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die SV Ried wurde im Jahre 1912 gegründet und spielte bis 1955, unterbrochen durch die Weltkriege, in der oberösterreichischen 1. und 2. Klasse (den beiden untersten Ligen). Im Jahr 1919 wurde der Verein in SV Germania Ried umbenannt. Diese Umbenennung wurde jedoch im selben Jahr rückgängig gemacht. Im Jahre 1955 gelang der Aufstieg in die Landesliga, von der man allerdings vier Jahre später wieder in die 1. Klasse West abstieg. Im Jahre 1962 gelang der neuerliche Aufstieg in die mittlerweile eingeführte Bezirksliga, im Jahr 1970 der weitere Aufstieg in die 2. Landesliga, wo man bis zum Aufstieg in die 1. Landesliga im Jahr 1976 immer vorne mitspielte und nie schlechter als 5. wurde.

Aufstieg in die Bundesliga[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 1991 spielte die SV Ried in der 1. Landesliga, wurde 1986 Vizemeister sowie Innviertler-Cupsieger und Oberösterreichischer Landes-Cupsieger. In den Jahren 1988 und 1990 wurde man bereits zweimal Meister, schaffte jedoch den Aufstieg in die damalige 2. Division der Österreichischen Bundesliga in den notwendigen Qualifikationsspielen nicht. In beiden Jahren scheiterte man im Relegationsturnier am Kärntner Verein Wolfsberger AC. Im Jahre 1991 konnte die SV Ried den 3. Landesmeistertitel feiern und krönte die Saison mit dem Aufstieg in die 2. Division. Im Relegationsturnier setzte sich die SV Ried gegen SVL Flavia Solva (Steiermark) und SVG Bleiburg (Kärnten) durch. Maßgeblichen Anteil am Aufstieg hatte Klaus Roitinger, damals noch Spielertrainer, der durch spätere Erfolge und Vereinstreue zu einer Art Kulttrainer avancierte, mit 2 Toren im entscheidenden Spiel gegen Flavia Solva, welches die SV Ried vor der Rekordkulisse von 5000 Zusehern mit 3:0 für sich entscheiden konnte. Nach 4 Jahren in der zweiten österreichischen Spielklasse gelang als Zweitplatzierter der 2. Division über die Relegation gegen den Neunten der 1. Division, den FC Linz, am 24. Juni 1995 der Aufstieg in die höchste Liga Österreichs. In den Medien war vom "Fußballwunder Ried" zu lesen.

Bundesligaaufstieg, erster Cupsieg, Abstieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1995 bis 2003 spielte die SV Ried in der 1. Bundesliga und belegte bis auf den allerletzten Spieltag 2003 nie einen Abstiegsplatz.

1998 wurde die SV Ried ÖFB-Cupsieger, wobei im Finale im Gerhard-Hanappi-Stadion in Wien der SK Sturm Graz mit 3:1 (2:0) bezwungen wurde.

Im anschließenden Europapokal der Pokalsieger trug die SVR ihr Heimspiele im Stadion der Stadt Linz aus, da das alte Rieder Stadion nicht über genügend Sitzplätze verfügte. In der ersten Runde konnte man MTK Budapest mit zwei Siegen (2:0, 1:0) aus dem Wettbewerb werfen, in der zweiten feierten die Rieder gegen Maccabi Haifa einen 2:1-Heimsieg, unterlagen jedoch im Rückspiel am 5. November 1998 mit 1:4 und schieden aus.

2003 stieg die SV Ried in einem kuriosen Finish in die Erste Liga ab, erhielt aber einige Monate später mit dem Fill Metallbau Stadion ein neues bundesligataugliches Stadion, welches 7.680 Zusehern Platz bietet.

Die Trainer in der ersten Bundesliga-Phase der SV Ried waren Klaus Roitinger (1. Juli 1988 bis 30. Juni 1999), Heinz Hochhauser (1. Juli 1999 bis 30. Juni 2000), Helmut Kronjäger (1. Juli 2000 bis 20. April 2001), Alfred Tatar (1. Juli 2001 bis 30. Juni 2002) und Gerhard Schweitzer (1. Juli 2002 bis offiziell 30. Juni 2003 – für die letzten drei Spiele der Abstiegssaison 2002/2003 kehrte jedoch Klaus Roitinger auf den Trainerposten zurück).

In der zweiten Liga wurde die SVR zunächst von Petar Segrt trainiert – wegen Problemen mit den Spielern und Differenzen mit dem Vorstand allerdings nur vier Monate lang. Am 11. November 2003 übernahm Andrzej Lesiak für den Rest der Saison das Traineramt. Ihm folgte ab 1. Juli 2004 nochmals Heinz Hochhauser, mit dem die SVR 2005 den Wiederaufstieg schaffte. Nach einem Jahr in der Bundesliga wechselte Hochhauser zu Red Bull Salzburg, wo er die Leitung der Nachwuchsarbeit übernahm und später Sportdirektor wurde. Sein Nachfolger war Helmut Kraft.

Wiederaufstieg und Topplatzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 24. Mai 2005 fixierte die SV Ried mit einem 3:2-Heimsieg (nach 0:2-Rückstand) gegen den FC Gratkorn in der vorletzten Runde der Meisterschaft den Wiederaufstieg in die Österreichische Bundesliga (das letzte Spiel auswärts gegen Vizemeister Kapfenberg war ob des Torverhältnisses nur noch eine Formsache, wurde aber ebenfalls 3:2 gewonnen). Torschützenkönig wurde Sanel Kuljic mit 34 Treffern, was einen Rekord seit Bestehen der Zehnerliga bedeutete. Darüber hinaus gelang der SV Ried ein neuer Punkterekord in der Ersten Liga mit 77 Punkten.

Mit einem Vereinsbudget von nur 3,2 Millionen Euro war die SV Ried in der Aufstiegssaison 2005/06 jener Verein der Bundesliga, der über die geringsten finanziellen Mittel verfügte. Trotzdem entwickelte sich die SVR zu einer Fußball-Großmacht im heimischen Fill Metallbau Stadion. Zwischen dem 10. September 2004 (0:2 gegen den FC Kärnten) und dem 8. April 2006 (1:2 gegen Pasching) musste sie in 27 Pflichtspielen der ersten und zweiten Liga keine Heimniederlage im neuen Stadion hinnehmen. In der Saison 2005/06 schaffte die SV Ried unter Trainer Heinz Hochhauser mit dem 4. Platz in der Bundesliga die bis dahin beste Platzierung der Vereinsgeschichte und qualifizierte sich damit für den UI-Cup.

Im UI-Cup 2006 konnte die SV Ried sowohl Dinamo Tiflis (Georgien) (3:1/1:0) als auch den FC Tiraspol (Moldawien) (3:1/1:1) aus dem Bewerb werfen und erreichte damit die zweite Runde der UEFA-Cup-Qualifikation. Hier scheiterten die Rieder jedoch gegen den FC Sion aus der Schweiz. Nach einem 0:0 in Ried unterlag die SVR auswärts 0:1. Torschütze für den FC Sion war per Foulelfmeter Ex-Ried-Goalgetter Sanel Kuljic, der erst wenige Wochen zuvor von Ried in die Schweiz gewechselt war.

In der Bundesligasaison 2006/07 lag Ried nach anfänglichen Problemen, für die auch der neue Trainer Helmut Kraft verantwortlich gemacht wurde, zeitweise auf dem letzten Tabellenplatz. Mit einer beachtlichen Aufholjagd (unter anderem zwölf ungeschlagene Spiele in Folge im Herbst, Siege in allen sieben Heimspielen im Frühjahr sowie fünf Siege in den letzten fünf Meisterschaftsspielen) konnte sich die SV Ried in der Tabelle wieder vorarbeiten und beendete die Saison auf dem 2. Platz – wofür ebenfalls Trainer Helmut Kraft verantwortlich gemacht wurde. Der Vizemeistertitel ist für die SV Ried – neben den ÖFB-Cupsiegen 1998 und 2011 – einer der größten Erfolge der Vereinsgeschichte.

Trainerwechsel und Umbruch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Bundesligasaison 2007/08 konnte die Stammmannschaft größtenteils gehalten werden, verstärkt hatte man sich auf dem Transfermarkt überwiegend mit jungen Hoffnungsträgern. Begebenheit am Rande: Das zweite Ligaheimspiel wurde gegen FK Austria Wien mit 0:1 verloren, das entscheidende Tor erzielte mit Sanel Kuljic ausgerechnet der aus der Schweiz zurückgekehrte frühere Rieder Torschützenkönig. Trotzdem wurde Sanel Kuljic noch während des Spiels von vielen Ried-Fans für seine früheren Verdienste für die SV Ried gefeiert.

In der ersten Runde der UEFA-Cup-Qualifikation 2007/08 warf die SV Ried mit einem Gesamtscore von 4:3 (3:1/1:2) Neftçi Baku (Aserbaidschan) aus dem Bewerb. Als Gegner in der zweiten Runde der UEFA-Cup-Qualifikation wurde, wie schon im Jahr zuvor, der FC Sion aus der Schweiz zugelost. Nach einem für die SVR glücklichen 1:1 im Hinspiel in Ried waren die Rieder beim Rückspiel in Sion chancenlos und kassierten eine 0:3-Niederlage.

Am 22. Oktober 2007 wechselte Trainer Helmut Kraft nach kurzen Verhandlungen und aus familiären Gründen als Sportdirektor zum FC Wacker Innsbruck. Zu diesem Zeitpunkt lag die SVR nach einem 3:0-Derbysieg gegen den LASK Linz auf dem 6. Tabellenplatz. Thomas Weissenböck und Gerhard Schimpl, die bisherigen Co-Trainer, übernahmen zusammen interimistisch den vakanten Trainerposten. Im Dezember 2007 wurde Thomas Weissenböck als Cheftrainer für die Frühjahrssaison 2008 bestellt. Nach einer Negativserie der SV Ried (unter anderem nur ein Punkt aus zwölf Auswärtsspielen) wurde Weissenböck am 6. April 2008, drei Runden vor Meisterschaftsschluss, beurlaubt. Michael Angerschmid übernahm für die letzten 3 Saisonspiele das Training. Die SV Ried schloss die turbulente Saison 2007/08 auf dem 7. Platz ab.

Am 8. Mai 2008 gab der Verein bekannt, dass der 47-jährige ehemalige Pasching-, Rapid- und Austria-Wien-Trainer Georg Zellhofer einen Zweijahresvertrag erhält. Als Co-Trainer wurde der frühere Cheftrainer der SVR und ehemalige U20-Nationalteamcoach Gerhard Schweitzer verpflichtet, ein Wunschkandidat Zellhofers. Komplettiert wurde das Trainerteam durch Michael Angerschmid, der zusätzlich auch die Amateurmannschaft der SVR betreut. Wegen unterschiedlicher Vorstellungen in der Kaderpolitik verließ Zellhofer die SV Ried jedoch am 2. Juli 2008, eine Woche vor dem Ligaauftakt. Beim ersten Saisonspiel gegen Altach, welches mit 3:0 gewonnen wurde, betreute Schweitzer das Team interimistisch. Am folgenden Tag wurde Paul Gludovatz als offizieller Nachfolger vorgestellt. Der langjährige Nachwuchscoach des ÖFB, durch die Erfolge des österreichischen U20-Teams bei der Weltmeisterschaft 2007 populär geworden, unterschrieb einen 2-Jahresvertrag und trat seinen Dienst am 11. Juli 2008 an. Gerhard Schweitzer, mit dem Gludovatz schon beim U20-Nationalteam zusammengearbeitet hatte, blieb Co-Trainer.

Die Bundesligamannschaft der SV Ried feiert einen Auswärtssieg in der Saison 2009/10

Die Saison 2008/09 beendete die SV Ried auf Rang fünf, erhielt dabei die wenigsten Gegentore aller Mannschaften der Liga und blieb im eigenen Stadion als einzige Elf im österreichischen Profifußball ungeschlagen. Mit 60 Punkten stellte die Mannschaft einen neuen Vereinsrekord auf – die Marke vom Vizemeistertitel 2007 wurde um vier Punkte übertroffen. Ein internationaler Startplatz wurde nur wegen der schlechteren Tordifferenz verpasst – im direkten Entscheidungsspiel im ausverkauften Stadion hätte man in Runde 36 mit +3 gegen Sturm Graz gewinnen müssen, nach frühem 0:2-Rückstand konnte durch Treffer von Salihi, Nacho und Drechsel (94. Minute per wiederholtem Elfmeter) nur mehr die Heimbilanz gerettet werden. Im Cup schied man im Viertelfinale nach Elfmeterschießen auswärts gegen den Zweitligisten Admira Wacker aus.

Die Saison 2009/10 beendete die SV Ried nach einer starken Herbst- und einer schwachen Frühjahrssaison auf Tabellenrang 8; im ÖFB-Cup erreichte das Team das Semifinale (Heimniederlage gegen den späteren Cupsieger Sturm Graz).

Zweiter Cupsieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Guillem Martí, Stefan Lexa und Iván Carril Regueiro (von links nach rechts) beim 5:0-Auswärtssieg über SC Magna Wiener Neustadt am 21. August 2010
Cupsieger 2011

In der Saison 2010/11 erreichte der Verein mit 34 Punkten den Herbstmeistertitel der Bundesliga, einer der bisher größten sportlichen Erfolge des Vereins, zwei Wochen später wurde mit einem 1:0-Sieg gegen Wiener Neustadt der inoffizielle Titel des Winterkönigs fixiert. In der zweiten Saisonhälfte konnten die Oberösterreicher nicht ganz an die Leistungen aus dem Herbst 2010 anknüpfen (im Gegensatz zum Herbst musste man sich in vielen Spielen mit einem Punkt zufriedengeben) und belegten in der Bundesliga-Abschlusstabelle den 4. Tabellenplatz.

Saisonhöhepunkt war der zweite Cupsieg. Nachdem sie im Viertelfinale den späteren Meister Sturm Graz und im Halbfinale Rapid Wien jeweils mit 2:1 besiegt hatte, gewann die SV Ried das ÖFB-Cup-Finale im Wiener Ernst-Happel-Stadion mit 2:0 gegen Austria Lustenau.

Saison 2011/12[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben den Abgängen von Martin Stocklasa (St. Gallen) und Thomas Schrammel (Rapid) musste die SVR zusätzlich das plötzliche Karriereende von Mannschaftskapitän Oliver Glasner verkraften. Im Ligaspiel bei Rapid Wien hatte er sich nach einem Zusammenstoß mit Mario Sonnleitner eine Kopfverletzung zugezogen, deren Schwere zunächst nicht erkannt wurde. Drei Tage später, wenige Stunden vor dem Europacuprückspiel in Kopenhagen, wurde ein Blutgerinnsel im Hirn diagnostiziert, welches akutoperativ entfernt werden musste. In der letzten Phase der Transferzeit verließen noch Florian Mader (FK Austria Wien) und Daniel Royer (Hannover 96) überraschend den Verein. Die Abgänge dieser Leistungsträger konnten jedoch durch die Weiterentwicklung neuer Führungsspieler wie Anel Hadžić oder Thomas Reifeltshammer gut kompensiert werden.

Durch den Cupsieg war der Verein für die dritte Qualifikationsrunde der UEFA Europa League qualifiziert. Gegner war Brøndby IF aus dem Kopenhagener Vorort Brøndby. Nach einem 2:0-Heimsieg im Hinspiel erkämpften die Rieder in Kopenhagen nach einem 0:4-Rückstand noch ein 2:4 und sicherten sich so den Einzug in die Playoff-Runde der Europa League. Dort schied Ried gegen PSV Eindhoven nach einem 0:0 zuhause mit einem 0:5 im Rückspiel aus (Halbzeitstand 0:0).

In der Liga startete die SV Ried mit nur zwei Punkten aus den ersten vier Spielen gegen die „Großen Vier“ der Liga schwach und stand sogar kurzzeitig auf dem letzten Tabellenplatz. Von den folgenden 14 Spielen wurde jedoch nur eines verloren, nach der ersten Saisonhälfte gewann die SVR zum zweiten Mal nacheinander den Titel des Herbstmeisters der tipp3 Bundesliga, zwei Punkte vor den Wiener Großklubs Rapid Wien und FK Austria Wien. Weniger positiv hingegen verlief das Frühjahr 2012, welches mit vier Niederlagen in Serie und einem Torverhältnis von 1:8 begann. Mit nur drei Siegen in den übrigen Spielen wurde die Saison auf dem 6. Tabellenplatz abgeschlossen. Im Frühjahr wurde das Dienstverhältnis mit Trainer Paul Gludovatz einvernehmlich aufgelöst.[1] Nachfolger wurde interimistisch Co-Trainer Gerhard Schweitzer.

Ein deutlich besseres Endergebnis konnte wieder im Cup erspielt werden. Nachdem im Achtelfinale auswärts Rapid Wien (ein Erfolg, der in der Meisterschaft bislang noch nie geglückt ist) und daheim im Halbfinale Austria Wien geschlagen werden konnten, zog die SVR zum zweiten Mal in Serie ins Finale im Ernst-Happel-Stadion in Wien ein. Im dritten Cupfinale der Vereinsgeschichte (nach 1998 und 2011) ging die Mannschaft nach einer 0:3-Niederlage gegen FC Red Bull Salzburg als Verlierer vom Platz. Da Salzburg ebenfalls die Meisterschaft für sich entscheiden konnte, spielte Ried in der Saison 2012/13 ein weiteres Mal in der Qualifikation für die Europa League.

Saison 2012/13[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Spielsaison wurde der Steirer Heinz Fuchsbichler verpflichtet. In der 2. Qualifikationsrunde der Europa League setzte man sich gegen die weißrussische Mannschaft FK Schachzjor Salihorsk dank der Auswärtstorregel mit 1:1 durch. Allerdings scheiterte man in der 3. Runde an KP Legia Warschau (Hinspiel in Ried: 2:1; Rückspiel 1:3).

Während einer durchwachsenen Herbstmeistermeisterschaft wurde das Dienstverhältnis mit Trainer Heinz Fuchsbichler aufgelöst.[2] Nachfolger wurde der langjährige SV Ried Spieler Michael Angerschmid.[3] Beendet wurde die Spielzeit in der Bundesliga auf dem 6. Platz.

Im Cup erreichte man das Halbfinale, wo man am FK Austria Wien scheiterte.

Weiterer Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Saison 2013/14 durchlebte die SV Ried ebenfalls eine Saison mit Höhen und Tiefen, zu deren Ende der sechste Platz erreicht wurde. Dies veranlasste die Vereinsführung, den Vertrag des Trainers Michael Angerschmid nicht mehr zu verlängern. Im Sommer 2014 wurde der langjährige SV Ried Spieler Oliver Glasner Cheftrainer. Kurz vor dem letzten Ligaspiel der Saison 2014/15 (35.Spieltag: SV Ried auf 6. Tabellenplatz) wurde bekanntgegeben, dass Glasner in der folgenden Saison zum Lask Linz wechseln werde.[4] Nach dem Abstieg des SC Wiener Neustadt wurde Helgi Kolviðsson zur Saison 2015/16 neuer Trainer der SV Ried, bei der er einen Zweijahresvertrag unterzeichnete.[5] Nach fünf sieglosen Spielen in der Saison 2015/16 wurde er am 16. August 2015 beurlaubt. Als neuer Trainer wurde Paul Gludovatz vorgestellt.[6]

Titel und Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Europapokalbilanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

siehe: SV Ried/Europapokalstatistik

Hauptsponsoren und Budget[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Budget für die Spielzeit 2015/16 beträgt lediglich 4,6 Millionen Euro.[7]

Jugendarbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Jugendarbeit wird bei der SV Ried großgeschrieben. Ried beherbergt das BNZ Ried (Fußballakademie Oberösterreich West), das die Nachwuchsgruppen beginnend ab der U15 (unter 15 Jahren) bis zur U18 und der Amateurmannschaft (Oberösterreich Liga) betreut. Das Besondere an dieser Fußballakademie ist, dass die Nachwuchsspieler auch eine fundierte Schulausbildung bekommen. Dafür wird mit verschiedenen Schulen der Stadt Ried im Innkreis kooperiert, insbesondere mit der Sport-HAK (Handelsakademie) Ried.

Vereinsvorstand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Präsident: OsterreichÖsterreich Johann Willminger
  • Vorstandsmitglied: OsterreichÖsterreich Thomas Altendorfer
  • Vorstandsmitglied: OsterreichÖsterreich Josef Danreiter
  • Vorstandsmitglied: OsterreichÖsterreich Roland Daxl
  • Vorstandsmitglied: OsterreichÖsterreich Johann Doblinger
  • Vorstandsmitglied: OsterreichÖsterreich Harald Jagereder

Spieler und Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sportliche Leitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: 1. Juli 2016[8]

Funktion Name Geburtsdatum Nationalität beim Verein
seit
letzter Verein
Sportlicher Leiter Stefan Reiter 20.01.1961 OsterreichÖsterreich 06/2004 FC Pasching
Trainer Christian Benbennek 09.11.1972 DeutschlandDeutschland 06/2016 Alemannia Aachen
Co-Trainer Thomas Weissenböck 04.03.1972 OsterreichÖsterreich 07/2016 Neuhofen/SV Ried II
Co-Trainer Mario Posch 28.06.1963 OsterreichÖsterreich 01/2016 SC Wiener Neustadt
Tormanntrainer Hubert Auer 19.12.1981 OsterreichÖsterreich 06/2013 SV Grödig

Aktueller Kader[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: 15. Juli 2016[9]

Rücken-
nummer
Name Geburtsdatum Nationalität beim Verein
seit
letzter Verein
Tor
01 Thomas Gebauer (C)Kapitän der Mannschaft 30.07.1982 ÖsterreicherÖsterreicher 07/2006 SpVgg Bayreuth
21 Markus Schöller 12.05.1995 ÖsterreicherÖsterreicher 07/2015 SV Gallneukirchen
34 Reuf Duraković 21.03.1994 ÖsterreicherÖsterreicher 07/2014 FC Dornbirn
Abwehr
03 Ronny Marcos 01.10.1993 MosambikanerMosambikaner 07/2016 SpVgg Greuther Fürth (Leihe)
05 Nico Antonitsch 30.09.1991 ÖsterreicherÖsterreicher 07/2015 SV Horn
06 Özgür Özdemir 10.01.1995 TürkeTürke 07/2016 1. FC Nürnberg II
12 Florian Hart 11.05.1990 ÖsterreicherÖsterreicher 09/2015 vereinslos
15 Dennis Chessa 19.10.1992 DeutscherDeutscher 07/2016 VfR Aalen
23 Valentin Frank 25.04.1996 ÖsterreicherÖsterreicher 07/2016 SG Neuhofen/SV Ried II
24 Alberto Prada 19.01.1989 SpanienSpanien 07/2015 FC Cádiz
28 Thomas Reifeltshammer 03.07.1988 ÖsterreicherÖsterreicher 07/2008 SG Neuhofen/SV Ried II
Mittelfeld
04 Marcel Ziegl 20.12.1992 ÖsterreicherÖsterreicher 01/2009 AKA Ried
08 Gernot Trauner 25.03.1992 ÖsterreicherÖsterreicher 07/2012 LASK Linz
10 Peter Žulj 09.06.1993 ÖsterreicherÖsterreicher 07/2016 FC Admira Wacker Mödling
11 Mathias Honsak 20.12.1996 ÖsterreicherÖsterreicher 01/2016 FC Liefering (Leihe)
13 Michael Brandner 13.02.1995 OsterreichÖsterreich 12/2015 FC Liefering (Leihe)
14 Thomas Bergmann 20.09.1989 ÖsterreicherÖsterreicher 07/2015 FC Wacker Innsbruck
25 Patrick Möschl 06.03.1993 ÖsterreicherÖsterreicher 07/2012 SG Neuhofen/SV Ried II
26 Kevin Brandstätter 08.01.1996 ÖsterreicherÖsterreicher 07/2016 SG Neuhofen/SV Ried II
Angriff
17 Marvin Egho 09.05.1994 ÖsterreicherÖsterreicher 07/2016 FC Admira Wacker Mödling
18 Albin Ramadani 15.01.1998 ÖsterreicherÖsterreicher 07/2015 SG Neuhofen/SV Ried II
19 Thomas Fröschl 20.09.1988 ÖsterreicherÖsterreicher 02/2016 LASK Linz
20 Dieter Elsneg 04.02.1990 ÖsterreicherÖsterreicher 07/2014 Kapfenberger SV
22 Fabian Schubert 29.08.1994 ÖsterreicherÖsterreicher 07/2015 VST Völkermarkt
33 Clemens Walch 10.07.1987 ÖsterreicherÖsterreicher 07/2012 1. FC Kaiserslautern

Transfers[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: 17. Juli 2016[10]

Zugänge Abgänge
Sommer 2016

Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereinslegenden

90er Jahre

Cuphelden '98

Jüngere Vergangenheit

Spieler aus dem Nachwuchs der SVR

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: SV Ried – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bezirksrundschau – Gludovatz verlässt Ried
  2. Kleine Zeitung – Fuchsbichler wird entlassen
  3. ORF.at – Angerschmid wird Cheftrainer
  4. http://ooe.orf.at/news/stories/2712738/
  5. SV Ried: Kolvidsson wird neuer Ried-Trainer (abgerufen am 2. Juni 2015)
  6. derStandard: Gludovatz löst Kolvidsson als Ried-Trainer ab (abgerufen am 17. August 2015)
  7. SV Ried auf laola1.at
  8. Transfermarkt.at: SV Ried – Mitarbeiter (abgerufen am 14. Juli 2016)
  9. SV Ried:Kader 2016/17 (abgerufen am 15. Juli 2016)
  10. Transfermarkt.at: Transfers 2016/17 (abgerufen am 15. Juli 2016)