SV Victoria Seelow

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SV Victoria Seelow
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Basisdaten
Name Sportverein Victoria
Seelow e. V.
Sitz Seelow, Brandenburg
Gründung 30. September 1990
Farben Rot-Weiß
Präsident Roland Bienwald
Vorstand Jörg Schröder
Daniel Münch
Website www.victoria-seelow.de
Erste Mannschaft
Cheftrainer Peter Flaig
Spielstätte Sparkassenarena
Plätze ca. 5000
Liga Brandenburg-Liga
2018/19 1. Platz

Der SV Victoria Seelow ist ein Sportverein aus Seelow. Die Fußballabteilung wurde in der Saison 2018/19 Meister in der Brandenburg-Liga und stieg in die Fußball-Oberliga Nordost auf. Zu der ersten brandenburgischen Landesmeisterschaft, zählt auch der Aufstieg 2015 in die Fußball-Oberliga Nordost.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1920 - Gründung als SV Victoria Seelow[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da aus dieser Zeit wenig Überlieferungen vorhanden sind, beginnen die Ausführungen mit einigen Schlussfolgerungen. Fußball hat es demnach nur in den größeren Orten, wie Seelow, Letschin, Gusow, Neuhardenberg und Neutrebbin (aus dem Kreis Oberbarnim) gegeben.

Die älteste Urkunde weist nach, das Victoria Seelow schon vor 1920 existiert hat. Am 30. Januar 1921 wurden folgenden Mannschaften für die Neu gebildete Oderbruchbezirksklasse eingeteielt: Union Freienwalde, Preußen Königsberg, Marko Helvetia Buckow, Sportverein Müncheberg, SV Viktoria Dürren - Selchow, Sportverein 1920 Oderberg, Sportfreunde Eberswalde, Sportvereinigung Wriezen und zu guter Letzt: SV Seelow.

Die Bezirksmeisterschaft 1929/30 gewinnt Preußen Frankfurt/O. im letzten Punktspiel gegen Viktoria Seelow durch einen 2:1 Sieg. Seelow hatte zu dieser Zeit auch eine 2. Mannschaft. Abschließend kann festgestellt werden, dass der MT Seelow (oder Victoria), der 1. Verein im Altkreis Lebus war, welcher mit seinen damaligen 2 Männer- und einer Jugend- & Schülermannschaft ab 1920 am Fußballsport teilnahm.

In diesen beschriebenen knapp 25 Jahren ist nicht ganz klar, wie oft der Verein wie benannt wurde. Es gibt unterschiedlichste Erwähnung von SV Victoria Seelow, SV Viktoria Seelow, MT Seelow, MTV Seelow, SV Seelow und wahrscheinlich Weitere.

1945 wurde der Verein wegen des 2. Weltkrieges aufgelöst.

1955 - Beste Mannschaft in Brandenburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den ersten Jahren nach dem Krieg spielte man auch in Seelow Fußball. Aus dieser Zeit ist aber nicht viel bekannt. Mehrere Seelower Vereine spielten im Kreis- und sogar Landesbetrieb mit. Klar ist, 1952 wurde der Verein BSG Einheit Seelow gegründet, welcher in der 1. Kreisklasse mitspielte. Zu dieser Zeit schien Traktor Seelow schon in der Bezirksliga (der höchsten Liga Brandenburgs) zu spielen.

1953 war das große Jahr: Durch den Zusammenschluss von mehreren Vereinen, und die Konzentration guter Spieler wurde 1952/53 der Meistertitel in Brandenburg errungen. In dieser Mannschaft spielten die Brüder Franz und Arthur Bialas. Am Ende der Aufstiegsrunde zur DDR-Liga fehlten der Mannschaft 2 Tore zum Aufstieg. Zu den Spielen auf dem Platz in der Robert-Kochstraße kamen bis zu 2500 Zuschauer. Nachdem der Aufstieg nicht errungen wurde, verließen die Brüder Bialas den Verein. Durch weitere Abgänge erreichte die Mannschaft im Jahr 1953/54 nur einen 10. Platz in der Bezirksliga Frankfurt/Oder.

Auch damals war das ehrenamtliche Engagement in Seelow schon sehr verbreitet. Nach einer Tagung des Kreises setzt sich der neue Fachausschuß unter anderem aus folgenden Personen zusammen: Vorsitzender Kühnemann (Traktor Seelow), Spielausschuß: Mellinghoff (Einheit Seelow) / Turandt (Buckow) / Guderjahn (Gorgast), Presse: Drescher (Einheit Seelow), Trainerkommission: Steinborn (Einheit Seelow)

1955 vereinigen sich Einheit und Traktor zu „Traktor Seelow“. Diese Mannschaft spielt bis 1960 auf Bezirksebene. Am 20. Dezember 1960 vereinigten sich die Gemeinschaften „Aufbau“, „Einheit“, und „Traktor“ zu der dann einzigen Gemeinschaft in Seelow: der „TSG Seelow“. Damit ging ein lang gehegter Wunsch vieler Sportler der Kreisstadt in Erfüllung.

1960er–1990[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blickt man heute auf die Zeit vor der Wende zurück, reihen sich in die Kategorie der Größeren TSG Seelow, ASG Seelow, ASG Marxwalde, Thomas Müntzer Worin, Traktor Letschin, SG Lebus, Empor Neutrebbin usw. ein. Alle genannten Vereine waren zu bestimmten Zeiten Fußballhochburgen und hatten neben den Männermannschaften auch gute Nachwuchsabteilungen.

1969/70 holte die TSG Seelow den Kreismeister-Titel. Das schaffte die Mannschaft ebenso 1974/75. 1976/77 wurde die Armeesportmannschaft (Kurz: ASG) Vorwärts Seelow sogar Kreismeister und holte den Kreispokal. Die TSG hatte wohl während der gesamten Periode mindestens 2 Männermannschaften im Spielbetrieb.

Gründung des heutigen SV Victoria Seelow e.V.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 30. September 1990 Gründung des SV Victoria Seelow von 27 Sportfreunden, die zum größten Teil Mitglieder der TSG Seelow oder Mitglieder der ASG Vorwärts Seelow waren. Im Speisesaal des ehemaligen KfL Seelow beschloss man zunächst eine Fußballmannschaft im Männerbereich in der 1. Kreisklasse spielen zu lassen. Ein Jahr später waren es schon 3 Männermannschaften.

Es folgte ein schrittweiser Aufbau von Nachwuchsmannschaften in allen Altersklassen. Im Winter 1991/92 kam der Zwangsaufstieg der 1. Männermannschaft in die damals noch existierende Bezirksliga. Hier wurde der Startplatz der sich nun auflösenden Armeesportgemeinschaft 'Vorwärts Seelow' übernommen. Am Ende der Saison ein erreichte man einen achtbaren 6. Platz.

Nach der Gründung des Fußballkreises Märkisch-Oderland im März 1992 folgte eine Strukturreform in den Leistungsklassen.

1997 kam die Übernahme der Verwaltung und Bewirtschaftung der städtischen Sportstätten Oderbruchstadion (28000 m²) und Sportplatz Robert-Koch-Platz (8860 m²) durch den SV Victoria Seelow. Im Nachwuchsbereich sind zu Spitzenzeiten 8 Mannschaften aktiv, so dass der Verein mit insgesamt etwa 11 Mannschaften am Spielbetrieb des Landes und des Kreises teilnimmt.

In den folgenden Jahren kümmerte man sich um den Aufbau einer Frauensportgruppe, einer Volleyballabteilung, einer Gruppe für Freizeitsportler, einer Radwandergruppe und zu guter Letzt im Jahr 2007 die Gründung der Abteilung Tischtennis.

Heute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Spieljahr 2009/10 hat Victoria Seelow das bisher größte Kontingent an Mannschaften in seiner Geschichte. Im Fußball sind zur Zeit 3 Männer-, eine Senioren-, eine Frauen- und 9 Nachwuchsmannschaften im Spielbetrieb gemeldet. Außerdem spielen im Tischtenniskreis MOL 5 Männermannschaften und ein Juniorenteam immer um die fordersten Plätze. Neben der erfolgreichen Volleyballmannschaft in MOL, gibt es noch eine stetig wachsende Radsportgruppe und eine Frauensportgruppe.

Sportlich erreichte man 2010 den Aufstieg in die Brandenburg-Liga. 2015 gelang der größte Erfolg der jüngeren Vereinsgeschichte mit dem Aufstieg der ersten Mannschaft in die Oberliga Nordost als Vizemeister hinter dem 1. FC Frankfurt. Dort spielte der Verein bis zur Saison 2017/18. In dieser Spielzeit erreichte die Victoria den 15. Tabellenplatz und stieg am Saisonende in die Brandenburg-Liga ab. Durch eine starke Rückrunde, in der Saison 2018/19, gelang dem Verein der direkte Wiederaufstieg in die Oberliga Nordost.

Spielstätte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der SV Victoria Seelow trägt seine Heimspiele in der Sparkassenarena aus, diese fast zirka 5000 Zuschauer.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Liga Ebene Platz Spiele Tore Punkte
1990/91 Bezirksliga Frankfurt/Oder III 10. 26 31:45 23:29
1991/92
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1992/93
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1993/94
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1994/95
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1995/96
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1996/97 Landesklasse VII 3. 30 85:45 64
1997/98 Landesklasse VII 1. 30 108:31 79
1998/99 Landesliga VI 6. 30 62:57 42
1999/00 Landesliga VI 2. 30 62:34 59
2000/01 Landesliga VI 5. 30 56:48 45
2001/02 Landesliga VI 9. 30 50:56 33
2002/03 Landesliga VI 4. 30 49:31 47
2003/04 Landesliga VI 9. 30 35:40 39
2004/05 Landesliga VI 7. 30 45:58 42
2005/06 Landesliga VI 3. 30 65:61 52
2006/07 Landesliga VI 5. 30 55:45 54
2007/08 Landesliga VI 7. 30 57:45 41
2008/09 Landesliga VII 4. 30 64:59 52
2009/10 Landesliga VII 1. 32 78:37 75
2010/11 Brandenburg-Liga VI 13. 28 38:59 28
2011/12 Brandenburg-Liga VI 11. 30 46:59 33
2012/13 Brandenburg-Liga VI 11. 32 50:50 39
2013/14 Brandenburg-Liga VI 3. 30 65:43 49
2014/15 Brandenburg-Liga VI 2. 30 71:36 62
2015/16 Oberliga Nordost V 9. 30 38:46 39
2016/17 Oberliga Nordost V 8. 30 51:44 40
2017/18 Oberliga Nordost V 15. 32 49:78 25
2018/19 Brandenburg-Liga VI 1. 30 84:40 63
2019/20 Oberliga Nordost V

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]