Sadowe (Arzys)

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Sadowe
Садове
Wappen fehlt
Sadowe (Ukraine)
Sadowe
Sadowe
Basisdaten
Oblast: Oblast Odessa
Rajon: Rajon Arzys
Höhe: keine Angabe
Fläche: 1,6 km²
Einwohner: 1.020 (2001)
Bevölkerungsdichte: 638 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 68422
Vorwahl: +380 4845
Geographische Lage: 46° 1′ N, 29° 16′ OKoordinaten: 46° 1′ 24″ N, 29° 16′ 27″ O
KOATUU: 5120485902
Verwaltungsgliederung: 1 Dorf
Adresse: вул. Леніна, 135
68421 с. Теплиця
Website: Webseite des Gemeinderates
Statistische Informationen
Sadowe (Oblast Odessa)
Sadowe
Sadowe
i1

Sadowe (ukrainisch Садове; russisch Садовое/Sadowoje, rumänisch Ferşampenuazul-Mic, deutsch Alt-Elft) ist ein bessarabisches Dorf in der ukrainischen Oblast Odessa mit etwa 1000 Einwohnern (2001) und einer Fläche von 1,6 km².[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortschaft wurde 1816 als Alt-Elft gegründet und kurze Zeit später offiziell in Fere-Champenoise umbenannt. Die Ortsgründer kamen aus dem Herzogtum Warschau, in das sie 1807 aus dem Königlich-Preußischen Regierungsbezirk Bromberg und aus Mecklenburg eingewandert waren.[2] Bei der Volkszählung 1930 hatte das Dorf insgesamt 1470, darunter 1383 deutschstämmige, Bewohner. 1840 betrug die Einwohnerzahl insgesamt 1465, darunter 1439 Bessarabiendeutsche.[3] Seit seiner Gründung teilt die Ortschaft die Geschichte der im Süden Bessarabiens gelegenen Landschaft Budschak, die seit dem Frieden von Bukarest 1812 Teil des Gouvernement Bessarabien innerhalb des Russischen Kaiserreichs war. In den Wirren der Oktoberrevolution verlor Russland Bessarabien, dass sich zur 1917 Demokratischen Moldauischen Republik erklärte und im gleichen Jahr freiwillig an das Königreich Rumänien anschloss. Nach der Besetzung Bessarabiens 1940 durch die Sowjetunion lag das Dorf in der Oblast Akkerman (ab dem 7. August 1940 Oblast Ismajil) in der Ukrainischen SSR. Zu Beginn des Deutsch-Sowjetischen Krieges kam die Ortschaft 1941 erneut an Rumänien. Nachdem die Rote Armee Bessarabien 1944 zurückerobert hatte, lag das Dorf wieder in der ukrainischen Oblast Ismajil, die 1954 in der Oblast Odessa aufging. Nach dem Zerfall der Sowjetunion wurde das Dorf 1991 Teil der unabhängig gewordenen Ukraine.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sadowe gehört administrativ zur Landratsgemeinde des Dorfes Teplyzja im Norden des Rajon Arzys und liegt am rechten Ufer des Kohylnyk, einem 243 km langen Zufluss zum Sassyksee.

Das Gemeindezentrum Teplyzja befindet sich 8 km südöstlich, das Rajonzentrum Arzys 19 km südöstlich und das Oblastzentrum Odessa 150 km nordöstlich von Sadowe. Östlich vom Dorf verläuft die Territorialstraße T–16–27.

Söhne und Töchter der Ortschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Daniel Haase (* 11. September 1877; † 23. Mai 1939 in Tarutino), bessarabiendeutscher Geistlicher.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ortswebseite auf der offiziellen Webpräsenz der Werchowna Rada; abgerufen am 7. Mai 2018 (ukrainisch)
  2. Geschichte Alt-Elft auf bessarabien.de (pdf); abgerufen am 7. Mai 2018
  3. Alt-Elft auf bessarabien.de; abgerufen am 7. Mai 2018