Samuel Zeller

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Samuel Heinrich Ansgar Zeller (* 9. April 1834 in Beuggen; † 18. April 1912 in Männedorf[1]) war Lehrer, Anstaltsleiter und Seelsorger in der Schweiz.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Samuel Zeller ist ein Sohn von Christian Heinrich Zeller, der zusammen mit Christian Friedrich Spittler die Armenschullehranstalt auf Schloss Beuggen gründete. Der älteste bekannte Vorfahr ist ein Konrad, der ums Jahr 1500 Bau- und Steinmetzmeister in Martinszell bei Kempten (Allgäu) war. Einer seiner Vorfahren war Andreas Christoph Zeller, der mit dem Pietisten-Vater August Hermann Francke befreundet war.

Samuel Zeller lebte von 1851 bis 1852 für fast zwei Jahre in einem grossen Knabeninstitut in Payerne. Er arbeitete u. a. drei Jahre als Seminarlehrer in Schiers (heute Evangelische Mittelschule Schiers)[2] und als Lehrer in Beuggen. Aufgrund einer Krankheit kam er 1857 in die christliche Anstalt Männedorf, wo er durch Gebet Heilung erfuhr und dort mitarbeitete. Nach dem Tod der Gründerin Dorothea Trudel 1862 übernahm er die Leitung der Anstalt, wo er auch als Seelsorger wirkte. Die Heilanstalt (heute Bibelheim) war ein bedeutender Ort der pietistischen Erweckungsbewegung des 19. Jahrhunderts, wo auch viele geistliche Leiter Erholung fanden.

Samuel Zeller hatte eine ausserordentliche geistliche Ausstrahlung und hat viele Menschen positiv beeinflusst. Die von ihm gehaltenen Bibelstunden waren in der Bibel und Jesus Christus fundiert und gleichzeitig mit viel Bodenhaftung geerdet.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rechnen – vergeben. Betrachtungen über Matthäus 18, 21–35. Verlag der St.-Johannis-Druckerei C. Schweickhardt, Lahr-Dinglingen 1922.
  • Was ist die Sünde wider den Heiligen Geist? 3. Auflage. Selbstverlag der Anstalt in Männedorf, Männedorf ca. 1910 (Online-Version im Textarchiv der Evangelischen Fernbibliothek; PDF; 1,9 MB).
  • Aus dem Leben und Heimgang der Jungfrau Dorothea Trudel von Männedorf. 11. Auflage. Basel 1899.
  • Hausandachten, gehalten in Männedorf 1871. 8. Auflage. Basel 1903.
  • Strafe und Trost, sechs Betrachtungen über Bibelabschnitte. 8. Auflage. Basel 1912.
  • Eine Mutter. Eine wahre Geschichte (Erinnerungen an die Mutter der Dorothea Trudel). 13. Auflage. Basel 1900.
  • Gern will ich sie lieben, Betrachtungen über Hosea 14. 3. Auflage. Männedorf 1921.
  • Wollen, wägen, wählen, wagen, Betrachtungen über Hebräer 11, 24–27. Männedorf 1909; 3. Auflage Lahr-Dinglingen 1955.
  • Kommet, nehmet, lernet, Betrachtungen über 1. Mose 45, 4 und Matth. 11, 28–30. 2. Auflage 1912.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ausführliche genealogische Informationen auf der Homepage der Paul Wolfgang Merkelschen Familienstiftung
  2. Johannes Heinrich Schmid: Zeller Samuel. In: Evangelisches Gemeindelexikon. R. Brockhaus, Wuppertal 1986, ISBN 3-417-24082-4, S. 539.