Sander L. Gilman

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Sander L. Gilman (* 21. Februar 1944 in New York) ist ein US-amerikanischer Germanist und Historiker.

Gilman ist bekannt für seine zahlreichen Publikationen zur deutschen Literatur seit dem 18. Jahrhundert, zu Themen der Kultur-, Sexologie- und Psychiatriegeschichte, zur Judaistik sowie zur Antisemitismus- und Rassismusforschung.

Akademische Laufbahn[Bearbeiten]

Er war Distinguished Professor of the Liberal Arts and Sciences and Medicine. Parallel studierte er Germanistik an der Tulane University und im Anschluss daran in München und West-Berlin. 1968 erhält er den Titel „Doctor of Philosophy“ an der Tulane University. Es folgen Lehraufträge an Cornell University von 1969 bis 1995, University of Chicago von 1994 bis 2000, University of Illinois at Chicago von 2000 bis 2004, St. Anne’s College Oxford von 2004 bis 2005 und Emory University Atlanta seit 2005.

Neben Gastprofessuren im In- und Ausland ist er in zahlreichen akademischen Gremien und Institutionen Mitglied.

Im Jahre 2010 gab er zusammen mit dem Koreanischen Regisseur Jeongwon Joe das Buch Wagner & Cinema bei der Indiana University Press, Bloomington heraus (ISBN 978-0-253221636)

Aktuelle deutschsprachige Publikationen[Bearbeiten]

  • Jüdischer Selbsthaß. Antisemitismus und die verborgene Sprache der Juden, Frankfurt am Main 1993.
  • Die schlauen Juden. Über ein dummes Vorurteil. Hildesheim 1998, ISBN 3-546-00127-3.
  • Jurek Becker: Die Biographie, Ullstein Verlag, München 2002, ISBN 3-550-07559-6.
  • Die jüdische Nase: Sind Juden/Jüdinnen weiß? Oder die Geschichte der Nasenchirurgie. In: Maureen Maisha Eggers, Grada Kilomba, Peggy Piesche, Susan Arndt (Hrsg.): Mythen, Masken und Subjekte. Kritische Weißseinsforschung in Deutschland. Münster 2005, ISBN 3-89771-440-X.

Preise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]