Sansibar (Sylt)

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Die Sansibar ist ein bekanntes Restaurant auf Sylt. Es verfügt über 160 Innenplätze im Restaurant und 250 Außenplätze auf der Terrasse und in den Dünen. Im Weinkeller, einem Gewölbe unter der Holzhütte der Sansibar lagern 30.000 Flaschen, verteilt auf 1100 Positionen, im Wert von mehreren Millionen Euro.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1974 zog der schwäbische Koch Herbert Seckler im Alter von 22 Jahren nach Sylt. Zunächst fand er Arbeit in der Gastronomie in Westerland und kaufte dann einen Kiosk, der am FKK-Strand zwischen Rantum und Hörnum stand. Dort verkaufte er Hausmannskost, Würstchen und Pommes frites.[2] Die Imbissbude trug den Namen „Sansibar“. Außerhalb der Saison arbeitete Seckler auf Butterschiffen, um nicht in finanzielle Schieflage zu geraten. Nachdem das damals kaum bekannte Strandrestaurant Sansibar 1982 abgebrannt war, entschloss sich Seckler, eine größere Sansibar aufzubauen. 2009 wurde Herbert Seckler vom Gastronomiekritiker Gault-Millau zum „Restaurateur des Jahres“ ernannt[3], die Sansibar wurde mit 13 Punkten ausgezeichnet.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name des Unternehmens leitet sich von dem Strandabschnitt ab, an dem das Strandrestaurant liegt. Etwa ab den 1930er Jahren trugen drei der FKK-Strände der Insel Sylt exotische Namen. Der Strand bei Wenningstedt hieß "Abessinien" und die beiden Nacktbadestrände südlich von Rantum wurden „Samoa“ und „Sansibar“ genannt.[4]

Sansibar Düsseldorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste und bislang einzige Festland-Filiale der Sylter Sansibar befindet sich im Düsseldorfer Kö-Bogen. Das Restaurant mit Lounge-Bereich verfügt über eine Fläche von 400 Quadratmetern und befindet sich als in-shop-Modell im Modehaus Breuninger.[5]

Sansibar-Stores[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Sansibar-Stores auf Sylt sowie im Internetversand sind die aktuelle Sansibar-Modekollektion, aber auch Schuhe, Taschen und Accessoires sowie Weine und ein Speisensortiment zu erwerben. An Bord der Europa befindet sich eine Filiale der „Sansibar“.[6] Seit 2007 ist die Sansibar Namensgeber für Menüs, die es bei der Fluggesellschaft Air Berlin an Bord aller Kurz- und Mittelstreckenflüge ab 90 Minuten Flugdauer zu kaufen gibt. Die Zusammenarbeit wurde ab dem Sommer 2013 intensiviert.

Weitere Niederlassungen gibt es beispielsweise im AEZ in Hamburg.

Sponsoring[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab der Saison 2014/15 ist die Sylter Sansibar - zunächst für eine Spielzeit - Hauptsponsor der FC Würzburger Kickers in der Regionalliga Bayern. Das Sponsoring bei dem ambitionierten Club, der in drei Jahren den Aufstieg in die 3. Liga realisieren wollte, und dem dies bereits nach einem Jahr gelang, ist das erste dieser Art für das Unternehmen. Würzburgs Trainer und Ex-Profi Bernd Hollerbach hatte den Kontakt zwischen dem Verein und der Sansibar vermittelt und die Unternehmensführung für das Projekt begeistern können.[7]

Seit der Saison 2015/16 ist die Sansibar Sponsor des Handball-Bundesligisten THW Kiel.[8]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Inga Griese, Herbert Seckler: Das große Sansibar-Buch. Collection Rolf Heyne, 2010, ISBN 978-3-89910-456-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Offizielle Website

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sansibar Sylt - Detaillierte Beschreibung der Sansibar. In: www.sylt-kompass.de. Abgerufen am 9. September 2015.
  2. Die Küche ist das Herz des Restaurants - Interview mit Herbert Seckler. Website des Magazins reisen EXCLUSIV, abgerufen am 16. Januar 2014.
  3. Sansibar Sylt - Gault Millau kürt Herbert Seckler zum „Restaurateur des Jahres“. In: news.reisefuehrer-deutschland.de. Abgerufen am 27. Juli 2011.
  4. fkk-museum.de
  5. sansibarbybreuninger.de
  6. MS Europa | Kreuzfahrten, Schiffsbewertungen, Fotos MS Europa. In: shipedia.eu. Abgerufen am 27. Juli 2011.
  7. Sansibar aus Sylt wird Trikotsponsor der Würzburger Kickers
  8. thw-handball.de: Sansibar Sylt ist neuer Partner des THW Kiel

Koordinaten: 54° 48′ 52″ N, 8° 17′ 7″ O