Bernd Hollerbach

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Bernd Hollerbach
Bernd Hollerbach 2015.jpg
Bernd Hollerbach (2015)
Personalia
Geburtstag 8. Dezember 1969
Geburtsort WürzburgDeutschland
Größe 177 cm
Position Abwehrspieler
Junioren
Jahre Station
1976–1988 ASV Rimpar
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1988–1990 Würzburger Kickers
1991–1995 FC St. Pauli 143 (6)
1995 1. FC Kaiserslautern 10 (0)
1996–2004 Hamburger SV 197 (4)
Stationen als Trainer
Jahre Station
2005–2006 VfL 93 Hamburg
2006–2007 VfB Lübeck
2007–2009 VfL Wolfsburg (Co-Trainer)
2008 VfL Wolfsburg II
2009–2011 FC Schalke 04 (Co-Trainer)
2011–2012 VfL Wolfsburg (Co-Trainer)
2014–2017 Würzburger Kickers
2018 Hamburger SV
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: Karriereende

Bernd Hollerbach (* 8. Dezember 1969 in Würzburg) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und heutiger -trainer.

Während seiner Karriere als Spieler war er als Linksverteidiger für die Würzburger Kickers, den FC St. Pauli, den 1. FC Kaiserslautern und den Hamburger SV aktiv, bei dem er mit achteinhalb Jahren die längste Zeit seiner Karriere verbrachte.

Nach seiner Spielerlaufbahn übernahm Hollerbach erste Trainerstationen beim VfL 93 Hamburg und VfB Lübeck, ehe er von 2007 bis 2012 als Co-Trainer von Felix Magath beim VfL Wolfsburg, mit dem sie 2009 deutscher Meister wurden, und FC Schalke 04 arbeitete. Anschließend trainierte er von 2014 bis 2017 als Cheftrainer die Würzburger Kickers, mit denen er den Durchmarsch von der Regionalliga Bayern in die 2. Bundesliga schaffte, den Verein aber nach dem Abstieg im ersten Zweitligajahr verließ. Zur Saison 2019/20 übernimmt Hollerbach das Amt des Cheftrainers beim belgischen Erstligisten Royal Excel Mouscron.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hollerbach begann seine Karriere beim ASV Rimpar. Ab 1988 spielte er für die Würzburger Kickers, mit denen er 1990 den Aufstieg in die Bayernliga schaffte. Dort empfahl er sich durch gute Leistungen und wechselte in der Winterpause zum FC St. Pauli in die Fußball-Bundesliga. Dort konnte er den Abstieg nicht verhindern und spielte daraufhin vier Jahre lang in der 2. Fußball-Bundesliga. In der Saison 1994/95 schaffte er mit dem FC St. Pauli den Aufstieg in die Bundesliga, wechselte jedoch zum 1. FC Kaiserslautern. Dort blieb er nur ein halbes Jahr und wechselte dann zum Hamburger SV. Mit dem HSV spielte er bis 2004 in der Bundesliga und gewann 2003 den Ligapokal.

Bekannt war Hollerbach als harter Linksverteidiger („Holleraxt“), der es fast in jeder Saison auf über zehn Gelbe Karten brachte. Insgesamt erhielt er zu seinen Bundesligazeiten 98 gelbe und drei rote Karten. Nur Stefan Effenberg erhielt mehr Verwarnungen, allerdings mit wesentlich mehr Einsätzen.

Als Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfänge in Hamburg und Lübeck[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seiner achtjährigen HSV-Zeit übernahm der gelernte Metzger 2005 einen Trainerjob beim VfL 93 Hamburg. Am 1. Juli 2006 wurde er Trainer des VfB Lübeck in der Regionalliga Nord. Nach zwei Niederlagen in Folge, welche die Aufstiegsambitionen der Hansestädter in Frage stellten, wurde er am 28. Februar 2007 entlassen.

Co-Trainer unter Felix Magath[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juni 2007 wurde er vom deutschen Erstligisten VfL Wolfsburg als Co-Trainer neben Felix Magath verpflichtet. Im Juli 2008 übernahm er zusätzlich die zweite Mannschaft in der Regionalliga Nord. Zur Rückrunde übernahm Lorenz-Günther Köstner die zweite Mannschaft. Am Ende der Saison 2008/09 wurde Hollerbach als Co-Trainer des VfL Wolfsburg Deutscher Meister.

Zur Saison 2009/10 wechselte Hollerbach an der Seite von Felix Magath als Co-Trainer zum FC Schalke 04[1], wo er bis März 2011 tätig war.[2] Nach Felix Magaths Entlassung am 16. März 2011 löste Hollerbach einen Tag später gemeinsam mit seinem Trainerkollegen Werner Leuthard seinen Vertrag beim FC Schalke 04 auf und wechselte anschließend am 18. März 2011 mit Felix Magath und Werner Leuthard zurück zum VfL Wolfsburg.[3] Am 25. Oktober 2012 verließ Hollerbach nach der Entlassung von Magath den Verein auf eigenen Wunsch.[4]

Würzburger Kickers[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab der Saison 2014/15 trainierte Hollerbach als Chefcoach seinen Heimatverein Würzburger Kickers. Am 31. Mai 2015 schaffte er mit seiner Mannschaft in der Relegation gegen den 1. FC Saarbrücken den Aufstieg in die 3. Liga. Ein Jahr später, am 24. Mai 2016, gelang Hollerbach der erneute Aufstieg in die 2. Liga in der Relegation gegen den MSV Duisburg. Nach dem direkten Abstieg der Würzburger Kickers trat Hollerbach am 22. Mai 2017 als Cheftrainer zurück. Sein Nachfolger wurde Stephan Schmidt.[5]

Hamburger SV[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 22. Januar 2018 übernahm Hollerbach die nach dem 19. Spieltag der Saison 2017/18 mit 15 Punkten auf dem 17. Tabellenplatz stehende Bundesligamannschaft des Hamburger SV als Nachfolger von Markus Gisdol. Er unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2019.[6] Nachdem Hollerbach keines seiner letzten 17 Spiele mit den Würzburger Kickers hatte gewinnen können, gewann er auch keines seiner sieben Spiele mit dem Hamburger SV (drei Unentschieden, vier Niederlagen) und stellte damit einen neuen Rekord im deutschen Profifußball auf.[7] Am 12. März 2018, sieben Wochen nach seiner Vorstellung, wurde Hollerbach freigestellt, als sich der HSV acht Spieltage vor dem Saisonende mit sieben Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz weiterhin auf dem 17. Tabellenplatz befand.[8] Nachfolger wurde der bisherige U21-Coach Christian Titz.[9] Wenige Tage zuvor, am 8. März 2018, hatte sich der HSV bereits vom Vorstandsvorsitzenden Heribert Bruchhagen und dem Direktor Profifußball Jens Todt getrennt.[10] Am Ende der Saison stieg der HSV zum ersten Mal in seiner Geschichte in die 2. Bundesliga ab.[11]

Royal Excel Mouscron[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mai 2019 unterschrieb Hollerbach einen Zwei-Jahres-Vertrag als Cheftrainer beim belgischen Erstligisten Royal Excel Mouscron.[12]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bernd Hollerbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. sid: Magath nimmt Arbeit bei Schalke 04 auf. In: Die Welt. 22. Juni 2009.
  2. Bernd Hollerbach verlässt die Königsblauen (Memento des Originals vom 25. August 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.schalke04.de
  3. VfL präsentiert Felix Magath: „Solche Geschichten schreibt nur der Fußball“ (Memento vom 21. März 2011 im Internet Archive)
  4. Bitte entsprochen (Memento vom 17. Dezember 2012 im Webarchiv archive.is)
  5. kicker online, Nürnberg, Germany: Stephan Schmidt beerbt Hollerbach in Würzburg. In: kicker online. (kicker.de [abgerufen am 22. Mai 2017]).
  6. Hamburger SV: HSV verpflichtet Trainer Bernd Hollerbach, 22. Januar 2018, abgerufen am 22. Januar 2018.
  7. Hollerbach knackt Negativrekord von 1976 welt.de, 5. März 2018
  8. Hamburger SV: Christian Titz übernimmt den Posten von Bernd Hollerbach, 12. März 2018, abgerufen am 12. März 2018.
  9. Titz will alles neu machen beim HSV. faz.net, 13. März 2018, abgerufen am 13. März 2018.
  10. Hamburger SV: Aufsichtsrat stellt Heribert Bruchhagen frei. Abgerufen am 21. Februar 2019.
  11. Hamburg steigt erstmals ab. sportschau.de, 12. Mai 2018, abgerufen am 13. Juni 2018.
  12. Officiel: Bernd Hollerbach est le nouveau coach de l’Excel, excel-foot.be, abgerufen am 22. Mai 2019 (französisch)