3. Fußball-Liga

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3. Liga
Verband Deutscher Fußball-Bund
Erstaustragung 25. Juli 2008
Hierarchie 3. Liga
Mannschaften 20
Meister MSV Duisburg
Rekordspieler Robert Müller (272)[1]
Rekordtorschütze Anton Fink (113)[2]
Aktuelle Saison 2017/18
Website www.dfb.deVorlage:InfoboxFußballwettbwerb/Wartung/Webseite
Qualifikation für DFB-Pokal (1.–4. Platz)
2. Bundesliga (II)

Die 3. Liga ist die dritthöchste Spielklasse im Meisterschaftssystem des deutschen Vereinsfußballs. Sie wurde zur Saison 2008/09 als neue Profi-Liga zwischen der 2. Bundesliga und der Regionalliga eingeführt. Die Saison 2017/18 begann am 21. Juli 2017.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Logo der 3. Liga von 2008 bis 2014

Im Januar 2006 kam erneut die Diskussion um eine Neuordnung der Amateurligen und die Gründung einer eingleisigen 3. Bundesliga auf. Ziel der Reform war es, eine größere Leistungsdichte für den Unterbau der 2. Bundesliga mit besseren Förder- und Entwicklungsmöglichkeiten für talentierte Spieler zu schaffen. Zudem sollte eine bessere Vermarktung der dritten Spielklasse erreicht werden.[3] Heftiger Streit entbrannte im Vorfeld der für September 2006 anberaumten Entscheidung auf dem DFB-Bundestag um die Teilnahme von zweiten Mannschaften der Erst- und Zweitligisten. Nachdem die U23-Mannschaften der Profivereine aus Gründen der Wettbewerbsverzerrung und niedriger Zuschauerzahlen zunächst nicht an der neu geschaffenen Liga teilnehmen sollten, forderten mehrere Bundesligaklubs ein uneingeschränktes Teilnahmerecht. Letztlich wurde ein Kompromiss ausgearbeitet, der vorsah, dass zunächst lediglich vier Zweitvertretungen in der Premierensaison der 3. Liga spielen dürfen.[4] Am 8. September 2006 wurde schließlich auf einem außerordentlichen DFB-Bundestag die Einführung der eingleisigen 3. Liga beschlossen. Für die Premierensaison konnten sich je zur Hälfte Klubs der bestehenden Regionalligen Nord und Süd qualifizieren, hinzu kamen vier Absteiger aus der 2. Bundesliga. Vorerst wird die dritte deutsche Fußball-Spielklasse vom DFB getragen und verwaltet und ist somit seit der Saison 2008/09 die höchste Spielklasse, die ausschließlich vom DFB veranstaltet wird. Da die DFL für die Veranstaltung der Bundesligen zuständig ist, trägt die neue Klasse nicht den Namen 3. Bundesliga. Am 10. April 2008 stellte der DFB der Öffentlichkeit das Logo für die neue Spielklasse vor.[5]

Anders als bei der Einführung der 2. Liga im Jahr 1974 oder der Zusammenführung der Nord- und Südstaffel zur eingleisigen 2. Bundesliga zur Saison 1981/82 gab es bei der Ermittlung der Teilnehmer für die erste Spielzeit der neuen 3. Liga keine Mehrjahreswertung. Es galt ausschließlich das Abschneiden der Mannschaften im Qualifikationszeitraum der Regionalligasaison 2007/08. Die Mannschaften, die sich auf den Plätzen drei bis zehn der Abschlusstabellen der beiden Regionalligastaffeln befanden, waren sportlich für die 3. Liga qualifiziert. Hinzu kamen die vier Zweitligaabsteiger der Saison 2007/08. Die nach Abschluss des Zulassungsverfahrens nicht für die neue Spielklasse qualifizierten Regionalligisten traten in der neuen dreigleisigen viertklassigen Regionalliga an, sofern ihnen hierfür eine Lizenz erteilt wurde.[6]

Das Premierenspiel der 3. Liga bestritten am 25. Juli 2008 um 20:30 Uhr im Erfurter Steigerwaldstadion der FC Rot-Weiß Erfurt und die SG Dynamo Dresden. Das Spiel endete 0:1 und wurde live im MDR-Fernsehen übertragen. Erster Torschütze der 3. Liga wurde Halil Savran, erster Tabellenführer der SC Paderborn 07. Erster Meister der 3. Liga wurde am 9. Mai 2009 der 1. FC Union Berlin, der den achteinhalb Kilogramm schweren Meisterpokal aus Silber erhielt.[7]

Auf Wunsch der Videospielgemeinschaft wird die 3. Liga ab der Saison 2017/18 in EA Sports’ Fußballsimulation „FIFA“ vertreten sein.[8]

Spielmodus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Drittliga-Meister
2008/09 1. FC Union Berlin
2009/10 VfL Osnabrück
2010/11 Eintracht Braunschweig
2011/12 SV Sandhausen
2012/13 Karlsruher SC
2013/14 1. FC Heidenheim
2014/15 Arminia Bielefeld
2015/16 Dynamo Dresden
2016/17 MSV Duisburg
2017/18

Seit der ersten Saison 2008/09 spielen 20 Vereine um den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Die ersten beiden Mannschaften steigen direkt auf, der Tabellendritte muss in der Relegation gegen den Drittletzten der 2. Bundesliga in zwei Entscheidungsspielen um den Aufstieg spielen.[9] Die drei (ab der Saison 2018/19 vier[10]) letztplatzierten Vereine steigen in die viertklassige Regionalliga ab und werden durch drei (ab 2018/19 vier) Aufsteiger aus den Regionalligen ersetzt. Die vier besten Teams der Liga qualifizieren sich für den DFB-Pokal.

Im Gründungsjahr konnten sich maximal vier zweite Mannschaften von Vereinen der beiden Bundesligen für die 3. Liga qualifizieren. Diese Regelung wurde danach jedoch ausgesetzt. Hätte es dadurch zu viele zweite Mannschaften in der 3. Liga gegeben, wären 2010 die Regularien diesbezüglich überprüft worden. Es waren aber in den ersten drei Spielzeiten nie mehr als vier Zweitvertretungen gleichzeitig in der Liga. Im Gegenzug verzichteten die Vereine der Bundesligen auf das Recht, mit ihren zweiten Mannschaften im DFB-Pokal-Wettbewerb anzutreten. Zudem steht den Zweitvertretungen kein Anteil an den Fernsehgeldern zu.

U-23-Regelung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle ersten Mannschaften der 3. Liga sind verpflichtet, zu jedem Spiel mindestens vier Spieler auf dem Spielberichtsbogen anzuführen, die für eine DFB-Auswahlmannschaft spielberechtigt sind und am 1. Juli der jeweiligen Spielzeit das 23. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Zweite Mannschaften von Erst- und Zweitligisten dürfen maximal drei Spieler, die am 1. Juli das 23. Lebensjahr vollendet haben, gleichzeitig in einem Spiel einsetzen.[11]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Gründung der 3. Liga im Jahr 2008[veraltet] spielten insgesamt 52 Vereine in dieser Spielklasse, wobei der SV Meppen der jüngste Neuzugang ist. Der einzige Verein, der seit 2008 ununterbrochen in der Liga vertreten ist, ist der FC Rot-Weiß Erfurt.

Vereine der Saison 2017/18

An der Saison 2017/18 nehmen die folgenden Mannschaften teil:

2 Absteiger aus der 2. Bundesliga:

15 Mannschaften aus der Vorsaison:

3 Aufsteiger aus den Regionalligen:

Stadien 2017/18[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Südstadion Köln
Wildparkstadion Karlsruhe
Ostseestadion Rostock
MDCC-Arena Magdeburg
flyeralarm Arena Würzburg
Verein Stadion Kapazität
Karlsruher SC Wildparkstadion 29.699
Hansa Rostock Ostseestadion 29.000
1. FC Magdeburg MDCC-Arena 25.910
FC Rot-Weiß Erfurt Steigerwaldstadion 18.611
VfL Osnabrück Stadion an der Bremer Brücke 16.667
Hallescher FC Erdgas Sportpark 15.057
SpVgg Unterhaching Alpenbauer Sportpark 15.053
Preußen Münster Preußenstadion 15.050
Chemnitzer FC community4you ARENA 15.000
SC Paderborn Benteler-Arena 15.000
SC Fortuna Köln Südstadion 14.944
VfR Aalen Scholz Arena 14.500
SV Meppen Hänsch-Arena 13.815
Würzburger Kickers flyeralarm Arena 13.100
FC Carl Zeiss Jena Ernst-Abbe-Sportfeld 12.990
SV Wehen Wiesbaden Brita-Arena 12.566
FSV Zwickau Stadion Zwickau 10.134
Sportfreunde Lotte Frimo Stadion[12] 10.059
SG Sonnenhof Großaspach Mechatronik Arena 10.001
Werder Bremen II Weserstadion Platz 11
Weserstadion
05.500
42.358

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lizenzbedingungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben der sportlichen Qualifikation müssen die betreffenden Vereine auch die vom DFB-Präsidium zwingend vorgeschriebenen wirtschaftlichen und technisch-organisatorischen Voraussetzungen erfüllen. Zu diesen gehört, dass die Kapazität der Stadien in der 3. Liga mehr als 10.000 Plätze (davon 2000 Sitzplätze) betragen muss; von diesen Plätzen wiederum muss mindestens ein Drittel überdacht sein. Bei zweiten Mannschaften genügt eine Stadionkapazität von 5000 Plätzen. Die Trainer müssen die Fußballlehrer-Ausbildung absolviert haben.

Übertragungsrechte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ARD und ihre dritten Programme übertragen mindestens 100, maximal 120 Partien sowie die Aufstiegsspiele zur 3. Liga live.[13] Weitere Spiele senden die dritten Programme per Livestream im Internet. Damit werden im Schnitt etwa vier Millionen Zuschauer erreicht.[14] Zudem zeigt die ARD-Sportschau samstags von 18 Uhr bis 18.30 Uhr Zusammenfassungen ausgewählter Partien. Seit Beginn der Saison 2017/2018 überträgt außerdem die telekom sämtliche Spiele für Kunden und Abonnenten als Internet-Livestreams.[13] Der aktuelle Medienrechte-Vertrag mit der SportA, der Sportrechte-Agentur der deutschen öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF, läuft bis zum Ende der Saison 2017/2018. Von der Saison 2018/2019 bis zur Saison 2021/22 tritt ein neuer Vertrag in Kraft, mit dem die SportA und die Telekom gemeinsam die Medienrechte an der 3. Liga halten werden. Die ARD und ihre Landesrundfunkanstalten werden dann noch 86 Partien aus der 3. Liga sowie die Aufstiegsspiele zur 3. Liga live zeigen.

Die Vereine der 3. Liga sollen ab der Saison 2018/19 jeweils deutlich über eine Million Euro für die Fernsehrechte erhalten, etwa 40 Prozent mehr als bisher.[15] Bei der Einführung der 3. Liga hatten die Vereine insgesamt 10 Millionen Euro erhalten.[16] Seit der Saison 2009/10 betrug die jährliche Ausschüttung 12,8 Millionen Euro.[17][18] Die zweiten Mannschaften von Profivereinen werden an den Fernsehgeldern nicht beteiligt.

Zuschauerzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zuschauerzahlen differieren in der dritten Liga sehr stark. Während Vereine wie Dynamo Dresden, 1. FC Magdeburg, Hansa Rostock, MSV Duisburg, Arminia Bielefeld, Karlsruher SC, Alemannia Aachen, Eintracht Braunschweig und Fortuna Düsseldorf sowie der RB Leipzig in der Regel deutlich über 10000 Zuschauer pro Spiel haben bzw. hatten, liegt der Durchschnittswert bei anderen Vereinen um 2000, bei den zweiten Mannschaften von Bundesligisten häufig unter 1000.[19] Der Höchstwert lag bei einem Zuschauerschnitt von 27.500, den Dynamo Dresden 2015/16 erreichte. Den niedrigsten Wert wies Werder Bremen II in der Saison 2011/12 mit einem Schnitt von 626 auf.

Saison Insgesamt[20] pro Spiel[20]
2016/17 2.268.748 5970
2015/16 2.687.035 7071
2014/15 2.563.562 6746
2013/14 2.321.252 6109
2012/13 2.340.861 6160
2011/12 1.737.336 4572
2010/11 2.125.282 5593
2009/10 1.951.798 5136
2008/09 2.136.190 5622

Wirtschaftliche Situation der Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 3. Liga ist seit ihrer ersten Saison umsatzstärker als die erstklassigen deutschen Ligen in allen anderen Sportarten.[21] Für eine Reihe von Vereinen endete ihre Teilnahme an der 3. Liga dennoch mit großen finanziellen Problemen. 2009 stiegen die Stuttgarter Kickers ab, nachdem der DFB einen Drei-Punkte-Abzug wegen eines nicht rechtzeitig zurückgezahlten Darlehens verhängt hatte. Zudem musste Kickers Emden aus wirtschaftlichen Gründen seinen Antrag auf Erteilung einer Lizenz für die 3. Liga zurückziehen. 2010/2011 hatte die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens den Zwangsabstieg für Rot Weiss Ahlen zur Folge. In derselben Saison verzichtete die TuS Koblenz wegen Finanzierungsengpässen auf ihr Startrecht für die folgende Drittliga-Spielzeit. 2013 stand Alemannia Aachen nach der Eröffnung eines Insolvenzverfahrens frühzeitig als Absteiger fest und auch Kickers Offenbach wurde die Drittligalizenz entzogen. 2016/17 stellten VfR Aalen und FSV Frankfurt Insolvenzanträge. Beiden Vereinen wurden neun Punkte abgezogen, was für den FSV Frankfurt den Abstieg bedeutete. Etliche andere Vereine sind ständig von der Pleite bedroht.[14]

Saisonbilanzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf- und Absteiger aus der 3. Liga[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Aufsteiger in die 2. Bundesliga Absteiger in die Regionalligen
2008/09 1. FC Union Berlin, Fortuna Düsseldorf, SC Paderborn 07 Kickers Emden (Abstieg in die Oberliga)1, VfR Aalen, Stuttgarter Kickers
2009/10 VfL Osnabrück, FC Erzgebirge Aue, FC Ingolstadt 04 Borussia Dortmund II, Holstein Kiel, Wuppertaler SV
2010/11 Eintracht Braunschweig, Hansa Rostock, Dynamo Dresden TuS Koblenz2, FC Bayern München II, Rot Weiss Ahlen (Abstieg in die Oberliga)3
2011/12 SV Sandhausen, VfR Aalen, SSV Jahn Regensburg FC Carl Zeiss Jena, Rot-Weiß Oberhausen, Werder Bremen II
2012/13 Karlsruher SC, Arminia Bielefeld Kickers Offenbach4, SV Babelsberg 03, Alemannia Aachen
2013/14 1. FC Heidenheim, RB Leipzig, SV Darmstadt 98 SV Elversberg, Wacker Burghausen, 1. FC Saarbrücken
2014/15 Arminia Bielefeld, MSV Duisburg Borussia Dortmund II, SpVgg Unterhaching, SSV Jahn Regensburg
2015/16 Dynamo Dresden, FC Erzgebirge Aue, Würzburger Kickers Stuttgarter Kickers, Energie Cottbus, VfB Stuttgart II
2016/17 MSV Duisburg, Holstein Kiel, SSV Jahn Regensburg SC Paderborn 075, 1. FSV Mainz 05 II, FSV Frankfurt
1 Der Tabellensechste Kickers Emden zog sich aus finanziellen Gründen in die Oberliga Niedersachsen-West zurück. Wacker Burghausen, als Tabellenachtzehnter sportlich abgestiegen, blieb dadurch in der 3. Liga.
2 Der Tabellenelfte TuS Koblenz stellte keinen Lizenzantrag für die 3. Liga und stieg in die Regionalliga West ab. Werder Bremen II, als Tabellenachtzehnter sportlich abgestiegen, blieb dadurch in der 3. Liga.
3 Wegen Eröffnung des Insolvenzverfahrens wurde der Tabellensiebzehnte Rot Weiss Ahlen auf den letzten Tabellenplatz zurückgestuft. Der Verein verzichtete auf seinen Startplatz in der Regionalliga und stieg in die NRW-Liga ab. Dadurch rückte Wacker Burghausen auf den siebzehnten Tabellenplatz vor und hielt die Klasse.
4 Dem Tabellenfünfzehnten Kickers Offenbach wurde die Lizenz für die folgende Spielzeit der 3. Liga verweigert, der Verein stieg in die Regionalliga Südwest ab. Der SV Darmstadt 98, als Tabellenachtzehnter sportlich abgestiegen, blieb dadurch in der 3. Liga.
5 Der Zweitligaabsteiger TSV 1860 München stellte keinen Lizenzantrag für die Drittligasaison 2017/18. Der SC Paderborn 07, als Tabellenachtzehnter sportlich abgestiegen, blieb dadurch in der 3. Liga.

Auf- und Absteiger in die 3. Liga[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Absteiger aus der 2. Bundesliga Aufsteiger aus den Regionalligen (Nord, Süd, West)
2008/09 VfL Osnabrück, FC Ingolstadt 04, SV Wehen Wiesbaden Holstein Kiel, 1. FC Heidenheim, Borussia Dortmund II
2009/10 Hansa Rostock, TuS Koblenz, Rot Weiss Ahlen SV Babelsberg 03, VfR Aalen, 1. FC Saarbrücken
2010/11 VfL Osnabrück, Rot-Weiß Oberhausen, Arminia Bielefeld Chemnitzer FC, SV Darmstadt 98, Preußen Münster
2011/12 Karlsruher SC, Alemannia Aachen, Hansa Rostock Hallescher FC, Stuttgarter Kickers, Borussia Dortmund II
Saison Absteiger aus der 2. Bundesliga drei Aufsteiger aus den Regionalligen (Bayern, Nord, Nordost, Südwest oder West)
2012/13 MSV Duisburg6, SSV Jahn Regensburg Holstein Kiel (Nord), RB Leipzig (Nordost), SV Elversberg (Südwest)
2013/14 Arminia Bielefeld, Dynamo Dresden, Energie Cottbus SG Sonnenhof Großaspach, 1. FSV Mainz 05 II (beide Südwest), SC Fortuna Köln (West)
2014/15 VfR Aalen, FC Erzgebirge Aue Werder Bremen II (Nord), 1. FC Magdeburg (Nordost), Würzburger Kickers (Bayern)
2015/16 SC Paderborn 07, FSV Frankfurt, MSV Duisburg SSV Jahn Regensburg (Bayern), FSV Zwickau (Nordost), Sportfreunde Lotte (West)
2016/17 Karlsruher SC, Würzburger Kickers, TSV 1860 München7 SV Meppen (Nord), SpVgg Unterhaching (Bayern), FC Carl Zeiss Jena (Nordost)
6 Sportlich war der SV Sandhausen als Tabellensiebzehnter abgestiegen, jedoch wurde dem MSV Duisburg am 28. Mai 2013 die Lizenz für die folgende Spielzeit verweigert. Diese Entscheidung wurde mit der Bestätigung durch das Ständige Schiedsgericht des DFB am 19. Juni 2013 rechtskräftig.
7 Der TSV 1860 München – als Absteiger aus der 2. Bundesliga sportlich für die Saison 2017/18 qualifiziert – hat keine Unterlagen für die Zulassung für die 3. Liga eingereicht.

Rekorde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anführer der ewigen Tabelle der 3. Liga ist der FC Rot-Weiß Erfurt. FC Rot-Weiß Erfurt ist überdies die einzige Mannschaft (Stand Saison 2016/17), die seit Gründung der 3. Liga in dieser spielt.[22]
  • In der Dritten Liga spielten bereits Vereine aus 15 von 16 Bundesländern, d. h. außer Hamburg war jedes Bundesland mit mindestens einer Mannschaft und einer Saison vertreten.
  • Die beste Saisonbilanz in der 3. Liga erreichte Eintracht Braunschweig in der Saison 2010/11 mit 85 Punkten aus 26 Siegen, 7 Unentschieden und 5 Niederlagen.
  • Die meisten Tore in einer Saison erzielte Dominik Stroh-Engel vom SV Darmstadt 98 (27 Tore in der Saison 2013/14).
  • Die Mannschaft mit den meisten Toren in einer Saison ist Eintracht Braunschweig (81 Tore in der Saison 2010/11).
  • Die Mannschaft mit den wenigsten Niederlagen in einer Saison ist die SG Dynamo Dresden mit lediglich zwei Niederlagen während der Saison 2015/16.
  • Die Mannschaft mit den wenigsten Gegentoren in einer Saison ist FC Erzgebirge Aue (21 Gegentore in der Saison 2015/16).
  • Die meisten Tore (4) innerhalb eines Spiels erzielten Salvatore Amirante vom FC Carl Zeiss Jena am 9. August 2009 beim 6:0 gegen FC Bayern München II, Marcel Reichwein vom FC Rot-Weiß Erfurt am 17. März 2012 beim 4:2 gegen SV Sandhausen, Dominik Stroh-Engel vom SV Darmstadt 98 am 21. September 2013 beim 6:0 gegen Hansa Rostock sowie Marcel Ziemer von Hansa Rostock am 23. August 2014 beim 4:4 beim SSV Jahn Regensburg.[23]
  • Der höchste Sieg war der 7:0-Auswärtserfolg vom 1. FC Saarbrücken beim FC Carl Zeiss Jena am 11. August 2010.
  • Das torreichste Spiel war das 5:5 von Eintracht Braunschweig gegen Fortuna Düsseldorf am 35. Spieltag der Saison 2008/09.
  • Das schnellste Tor erzielte Daniel Frahn im Spiel RB Leipzig gegen VfB Stuttgart II am 9. Spieltag der Saison 2013/14 nach 9 Sekunden.
  • Den Zuschauerrekord stellte mit 50.095 Besuchern Fortuna Düsseldorf im Spiel gegen Werder Bremen II am 23. Mai 2009 auf.
  • Die höchste Besucherzahl an einem Spieltag in der Geschichte der 3. Liga wurde am ersten Spieltag der Saison 2014/15 mit 109.602 Zuschauern erreicht.[24]
  • Die längste Siegesserie erreichten der 1. FC Saarbrücken mit neun gewonnenen Partien in Folge (30.–38. Spieltag) in der Saison 2010/11 und der Karlsruher SC (15.–23. Spieltag) in der Saison 2012/13.
  • Den höchsten Zuschauerschnitt einer dritthöchsten Spielklasse in Deutschland erreichte die SG Dynamo Dresden in der Saison 2015/16 mit durchschnittlich 27.532 Zuschauern.[22]
  • Der MSV Duisburg (Saison 2014/15) und der FC Erzgebirge Aue (2015/16) sind bislang die einzigen Mannschaften, die in einer Saison kein Spiel im eigenen Stadion verloren haben.
  • Die SG Dynamo Dresden belegte in der Saison 2015/16 bislang am längsten ununterbrochen (36 Spieltage, ab dem 3. Spieltag) und total (36 Spieltage) in einer Saison Platz 1.
Rekord-Spieler der 3. Liga[25]
Rang Spieler Verein(e) Spiele
01 Alf Mintzel SV Sandhausen, SV Wehen Wiesbaden 278
02 Robert Müller FC Carl Zeiss Jena, Holstein Kiel, Hansa Rostock, SV Wehen Wiesbaden, VfR Aalen 277
0 Tim Danneberg Eintracht Braunschweig, SV Sandhausen, Holstein Kiel, Chemnitzer FC, VfL Osnabrück 277
04 Fabian Stenzel FC Rot-Weiß Erfurt, Chemnitzer FC 269
05 Anton Fink SpVgg Unterhaching, VfR Aalen, Chemnitzer FC, Karlsruher SC 258
06 Jens Truckenbrod Dynamo Dresden, FC Carl Zeiss Jena, Preußen Münster 233
07 Robert Wulnikowski Kickers Offenbach, Würzburger Kickers 219
08 Nicolas Feldhahn Werder Bremen II, Kickers Offenbach VfL Osnabrück 214
09 Tobias Rathgeb VfB Stuttgart II 213
10 Nils Pfingsten-Reddig Kickers Emden, Kickers Offenbach, FC Rot-Weiß Erfurt 209
Stand: Saisonende 2016/17
Rekord-Torjäger der 3. Liga[26]
Rang Spieler Verein Tore
01 Anton Fink SpVgg Unterhaching, VfR Aalen, Chemnitzer FC, Karlsruher SC 117
02 Marcel Ziemer SV Wehen Wiesbaden, 1. FC Saarbrücken, Hansa Rostock 73
03 Zlatko Janjić SV Wehen Wiesbaden, MSV Duisburg 62
04 Marcel Reichwein Wuppertaler SV, SSV Jahn Regensburg, FC Rot-Weiß Erfurt, Preußen Münster 59
05 Pascal Testroet Werder Bremen II, Kickers Offenbach, Arminia Bielefeld, VfL Osnabrück, Dynamo Dresden 58
06 Marc Schnatterer 1. FC Heidenheim 57
07 Kingsley Onuegbu Eintracht Braunschweig, MSV Duisburg 56
08 Carsten Kammlott RB Leipzig, FC Rot-Weiß Erfurt 55
08 Dominik Stroh-Engel SV Wehen Wiesbaden, SV Babelsberg 03, SV Darmstadt 98, Karlsruher SC 55
09 Halil Savran Dynamo Dresden, Hansa Rostock, VfL Osnabrück 54
Stand: Saisonende 2016/17

Fettgedruckte Spieler sind in der Saison 2017/18 beim fettgedruckten Verein in der 3. Liga aktiv. (Stand: 17. September 2017)

Spieler des Monats/Spieler des Jahres[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Saison 2009/10 führt die Internetplattform fussball.de gemeinsam mit dfb.de die Wahl zum „Drittliga-Spieler des Monats“ durch.[27] Dabei nominieren die Trainer der 20 Mannschaften in den Kalendermonaten mit Spielbetrieb insgesamt fünf Spieler, von denen einer per Internet-Abstimmung zum Spieler des Monats gekürt wird. Zum Saisonende stehen die monatlichen Gewinner dann in einer weiteren Internet-Abstimmung zum „Drittliga-Spieler des Jahres“ zur Wahl.

Spieler des Jahres
Saison 1. Platz 2. Platz 3. Platz
2009/10 Björn Lindemann
(VfL Osnabrück)
Tobias Schweinsteiger
(SpVgg Unterhaching)
Najeh Braham
(FC Erzgebirge Aue)
2010/11 Alexander Esswein
(Dynamo Dresden)
Björn Ziegenbein
(Hansa Rostock)
Dennis Kruppke
(Eintracht Braunschweig)
2011/12 Fabian Klos
(Arminia Bielefeld)
Anton Fink
(Chemnitzer FC)
Tobias Schweinsteiger
(SSV Jahn Regensburg)
2012/13 Hakan Çalhanoğlu
(Karlsruher SC)
Ondřej Smetana
(Hansa Rostock)
Koen van der Biezen
(Karlsruher SC)
2013/14 Dominik Kaiser
(RB Leipzig)
Dominik Stroh-Engel
(SV Darmstadt 98)
2014/15 Fabian Klos
(Arminia Bielefeld)
Rafael Kazior
(Holstein Kiel)
2015/16 Justin Eilers
(Dynamo Dresden)
Christian Tiffert
(FC Erzgebirge Aue)
Michael Hefele
(Dynamo Dresden)
2016/17 Fabian Schnellhardt
(MSV Duisburg)
Erik Thommy
(SSV Jahn Regensburg)
Dominick Drexler
(Holstein Kiel)

Die Übersichten der „Spieler des Monats“ befinden sich in den jeweiligen Saisonartikeln.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: 3. Fußball-Liga – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 3. Liga: Rekordspieler. In: weltfussball.de. Abgerufen am 8. Mai 2016.
  2. 3. Liga: Rekordtorjäger. In: weltfussball.de. Abgerufen am 8. Mai 2016.
  3. DFB plant Reform der Amateur-Ligen ab 2008/2009 – Kommt jetzt die 3. Bundesliga? In: Berliner Zeitung. 17. Januar 2006.
  4. DFL legt ursprüngliches Modell ad acta: Dritte Liga doch mit zweiten Mannschaften? In: kicker.de. Kicker-Sportmagazin, 16. August 2006; abgerufen am 24. Juli 2008.
  5. "Dynamik des Fußballs": Logo der neuen 3. Liga präsentiert. In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, 10. April 2008; abgerufen am 24. Juli 2008.
  6. Offizielle Mitteilungen. In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, 30. September 2006, archiviert vom Original am 1. August 2014; abgerufen am 19. Februar 2016 (PDF; 276 kB).
  7. Pokal für den 3. Ligameister. In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, archiviert vom Original am 24. März 2010; abgerufen am 28. Juli 2013.
  8. Sport1.de: FIFA 18: DFB-Pokal und 3. Liga spielbar. In: Sport1.de. (sport1.de [abgerufen am 4. September 2017]).
  9. Liga führt Relegationsspiele wieder ein. In: bundesliga.de. DFL, 9. Oktober 2007; abgerufen am 24. Juli 2008.
  10. Änderung der Aufstiegsregelung in der Regionalliga beschlossen. dfb.de, 8. Dezember 2017; abgerufen am 8. Dezember 2017.
  11. Spielordnung – § 12 und § 12a. In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund; abgerufen am 6. Februar 2014 (PDF; 907 kB).
  12. Alexander Kleber: Frimo-Stadion: Neuer Stadionname für Sportfreunde Lotte. In: liga3-online.de. Julian Koch, 22. Juli 2016; abgerufen am 23. Juli 2016.
  13. a b dfb.de: 3. Liga live bei der Telekom: Alle Fakten
  14. a b sportschau.de: Jubiläum in der 3. Liga - kein Grund zum Feiern, Frank van der Velden, 19. Juli 2017
  15. kicker.de: Telekom zahlt 16 Millionen Euro pro Saison für 3. Liga, 26. Januar 2017
  16. SID: Fußball – DFB: Verteilung der Fernsehgelder für 3. Liga geregelt. In: focus.de. Focus, 28. November 2007; abgerufen am 24. Juli 2008.
  17. Deutscher Fußball-Bund: Neuer Fernseh-Vertrag bis 2012 perfekt. In: lifepr.de. unn UNITED NEWS NETWORK GmbH, 13. Mai 2008; abgerufen am 30. Juli 2013.
  18. Clubs in der 3. Fußball-Liga erhalten mehr Fernsehgelder. In: digitalfernsehen.de. Auerbach Verlag und Infodienste GmbH, 20. Februar 2009; abgerufen am 30. Juli 2013.
  19. kicker.de: Zuschauerstatistik 2016/17, 2015/16, 2014/15, 2013/14, 2012/13, 2011/12, 2010/11, 2009/10, 2008/09
  20. a b dfb.de: Zuschauerzahlen 3. Liga
  21. Helmut Sandrock: „Die 3. Liga ist europaweit führend“. In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, 22. Juli 2011; abgerufen am 10. Februar 2012.
  22. a b Topfakten zur 3. Liga: Vorlagenkönig Stefaniak, Bollwerk Aue. In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, 25. Mai 2016; abgerufen am 25. Mai 2016.
  23. Rot-Weiß Erfurt – SV Sandhausen 4:2 (3:0). In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, 17. März 2012; abgerufen am 17. März 2012.
  24. 109.602 Zuschauer: Rekord in der 3. Liga. In: dfb.de. Deutscher Fußball-Bund, 26. Juli 2014; abgerufen am 27. Juli 2015.
  25. Rekord-Spieler der 3. Liga. In: weltfussball.de. Abgerufen am 3. Juni 2016.
  26. Rekord-Torjäger der 3. Liga. In: weltfussball.de. Abgerufen am 3. Juni 2016.
  27. Wähle den 3. Liga-Spieler des Monats! In: fussball.de. Deutsche Telekom; abgerufen am 30. Juli 2013.