THW Kiel

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THW Kiel
Logo des THW Kiel
Voller Name Turnverein Hassee-Winterbek e. V. von 1904 (Hauptverein)
THW Kiel Handball-Bundesliga GmbH & Co KG (Spielbetrieb Profi-Handball)
Abkürzung(en) THW
Spitzname(n) Die Zebras
Gegründet 4. Februar 1904 (Hauptverein)
1. Juli 1992 (Spielbetrieb Profi-Handball)
Vereinsfarben schwarz/weiß
Halle Sparkassen-Arena
Plätze 10.285
Präsident Olaf Berner
Geschäftsführer Thorsten Storm
Trainer Alfreð Gíslason
Liga Handball-Bundesliga
2015/16
Rang 3. Platz
DHB-Pokal Viertelfinale
International Champions-League 4. Platz
Website thw-handball.de
Heim
Auswärts
Größte Erfolge
National Deutscher Meister
1957, 1962, 1963, 1994, 1995, 1996, 1998, 1999, 2000, 2002, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2012, 2013, 2014, 2015
Deutscher Feldhandballmeister
1948, 1950
DHB-Pokalsieger
1998, 1999, 2000, 2007, 2008, 2009, 2011, 2012, 2013
Supercup-Sieger
1995, 1998, 2005, 2007, 2008, 2011, 2012, 2014, 2015
International Champions-League-Sieger
2007, 2010, 2012
EHF-Pokalsieger
1998, 2002, 2004
Vereinseuropameister
2007
Vereinsweltmeister
2011

Der Turnverein Hassee-Winterbek e. V. von 1904, bekannt als THW Kiel, ist ein Sportverein aus Kiel. Er stammt aus der ursprünglich selbständigen Gemeinde Hassee und deren Ortsteil Winterbek.

Der Verein wurde am 4. Februar 1904 gegründet. Als Sportarten wurde Turnen für Knaben und Männer angeboten, ab 1907 durften auch Mädchen teilnehmen. Ab 1923 wurde Handball gespielt, 1926 kam Leichtathletik hinzu, zeitweise Schwimmen, 1949 Tischtennis, 1959 Badminton und 1972 Tennis. Seit 2011 verfügt der THW Kiel über eine Kung-Fu-Abteilung.

Bekannt ist der Verein vor allem durch seine Handballabteilung, deren Bundesliga-Spielbetrieb am 1. Juli 1992 in die THW Kiel Handball-Bundesliga GmbH & Co. KG ausgegliedert wurde. Der Turnverein Hassee-Winterbek e. V. von 1904 hält dort 26 Prozent der Stimmrechte.[1]

Die Handballabteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Jahren 1948 und 1950 gewann der THW Kiel die deutsche Meisterschaft im Feldhandball und bereits vor der Gründung der Handball-Bundesliga im Jahr 1966 errang der THW drei deutsche Meistertitel im Hallenhandball (1957, 1962 und 1963) und wurde in 20 Spielzeiten 18-mal Meister der damals höchsten Spielklasse, der Landesliga Schleswig-Holstein. Bei der Gründung der Bundesliga wurde der THW Kiel allerdings als Schleswig-Holstein-Meister nicht berücksichtigt, da die Resultate der Regionalmeisterschaften 1966 herangezogen wurde, bei denen der THW am (Landesliga-Vizemeister) VfL Bad Schwartau gescheitert war. Ein Jahr später gelang jedoch der Aufstieg in die Bundesliga Nord. Seit 1967 spielt der THW mit Ausnahme der Saison 1973/74 immer in der Bundesliga.

Seit 1992 ist die Bundesliga-Mannschaft als THW Kiel Handball-Bundesliga GmbH & Co. KG vom Mutterverein Turnverein Hassee-Winterbek e. V. von 1904 abgekoppelt. Die Heimspiele der „Zebras“, wie die Handballer genannt werden, finden in der Kieler Sparkassen-Arena (Ostseehalle) statt, die 10.250 Zuschauern Platz bietet. Der THW ist neben dem VfL Gummersbach der einzige Verein, der seit der Gründung der eingleisigen Bundesliga dabei ist. Mit dem Gewinn der dreizehnten deutschen Meisterschaft in der Saison 2006/07 löste der THW Kiel den VfL Gummersbach als deutschen Rekordmeister ab. Seitdem führt der Verein die Ewige Tabelle der Handball-Bundesliga an.

Mit insgesamt 40 nationalen Titeln ist der THW, vor dem VfL Gummersbach und dem HC Empor Rostock mit jeweils 17 nationalen Titeln, der erfolgreichste deutsche Verein im Hallenhandball auf nationaler Ebene.

1923 bis 1945 – Erste Jahre der Handballsparte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Jugendliche 1923 auf einer Mitgliederversammlung erfolglos die Gründung einer Fußballsparte im THW beantragten, suchten diese nach Alternativen und begannen wenig später das Handballspielen. Da der Verein über keinen eigenen Sportplatz verfügte, konnte er zunächst nur Auswärtsspiele absolvieren.[2] Die Handballsparte erlebte innerhalb kurzer Zeit einen großen Mitgliederzuwachs: 1926 nahmen acht Mannschaften am Spielbetrieb teil und bereits 1931 stellten die Kieler mit 19 Mannschaften die größte Abteilung in ganz Norddeutschland.[3] Im gleichen Zeitraum entwickelten sich die Männer-, Frauen- und Jugendmannschaften zu den erfolgreicheren in der Region. Die Herren erreichten 1932 erstmals eine überregionale Meisterschaft innerhalb der Deutschen Turnerschaft, schieden dort aber bereits in der Vorrunde aus.

Obwohl der Vereinsvorstand 1932 noch die „parteipolitische Neutralität“ des Vereins und seiner Offiziellen betonte, übernahm man nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten innerhalb kürzester Zeit deren politische Linie. In der sportlichen Entwicklung musste der THW zunächst zwei Rückschläge hinnehmen: Zum einen verließen viele Jugendliche den Verein, so dass die Jugendabteilung fast vollständig neu aufgebaut werden musste; zum anderen wurden die Herren nicht in die neue Gauliga aufgenommen. Letztere konnten aber bereits 1934 in die höchste Spielklasse aufsteigen.[4] Zwei Jahre später belegte der THW dort zwar einen Abstiegsplatz, durfte aber nach dem Rückzug eines anderen Gauligisten noch ein Relegationsspiel gegen Comet Hamburg bestreiten, dass die Kieler mit 12:8 gewannen.

Aufgrund einer Umstrukturierung des Vereins, die insbesondere durch Fritz Westheider vorangetrieben wurde, begann schon in der folgenden Saison der sportliche Aufstieg des THW. 1937, 1938 und 1939 wurden die Kieler jeweils Gauliga-Vizemeister hinter dem Oberalster VfW aus Hamburg und stellten mit Westheider erstmals einen Nationalspieler.[5] In den Kriegsjahren wurden weiterhin Gaumeisterschaften ausgespielt, wenngleich die Vereine ihre Spiele mit ständig wechselnden Aufstellungen austragen mussten. 1940 und 1943 wurde man erneut Nordmark-Vizemeister, ehe 1944 erstmals die Meisterschaft und die damit verbundene Teilnahme an der deutschen Meisterschaft erreicht wurde. Dort schieden die Schleswig-Holsteiner aber bereits im Achtelfinale (der ersten Runde) gegen eine Bremer Mannschaft aus.[6]

1945 bis 1957 – Titelgewinne im Feldhandball, erste Erfolge im Hallenhandball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits wenige Monate nach Kriegsende trugen die THW-Mannschaften wieder Freundschaftsspiele aus. Innerhalb der ersten beiden Nachkriegsjahre erlebte die Handballsparte erneut einen großen Mitgliederzulauf, so dass der THW 1947 die meisten Handballmannschaften in den Besatzungszonen der Westmächte stellte.[7] Im selben Jahr konnten die Kieler durch ein 9:4-Sieg über den Flensburger TB die schleswig-holsteinische Landesmeisterschaft im Feldhandball gewinnen und setzten sich wenig später bei der Nordmeisterschaft durch. In den Spielen um die Zonenmeisterschaft 1947, an der auch mehrere Mannschaften außerhalb der britischen Besatzungszone teilnahmen, schieden sie allerdings gegen den späteren Meister RSV Mülheim aus. Ein Jahr später errang der THW erneut die regionalen Meisterschaften und konnte sich anschließend im Viertelfinale (gegen die SG Wilmersdorf) und Halbfinale (gegen die SG Dietzenbach) der Interzonenmeisterschaft 1948 deutlich durchsetzen. Am 21. Juni 1948 traf der THW in Oberhausen auf den SV Waldhof Mannheim und gewann nach einem 3:2-Halbzeitrückstand mit 10:8 gegen die Süddeutschen; die erste Deutsche Meisterschaft des THW.

1949 setzten sich die Zebras zwar punktverlustfrei in der Schleswig-Holstein-Liga durch, mussten sich aber im Finale der Nordmeisterschaft der SV Polizei Hamburg mit 10:3 geschlagen geben und scheiterten im Halbfinale der folgenden Meisterschaftsendrunde 1949 wieder an den Hamburgern. Auch in der folgenden Spielzeit kassierte der THW deutliche Niederlagen gegen die SV Polizei und beendete die Saison in der neu eingeführten Oberliga Nord auf dem zweiten Platz. Die von Fritz Westheider trainierte Mannschaft qualifizierte sich damit allerdings für die Endrunde 1950, die inzwischen vom DHB ausgerichtet wurde. Über Siege gegen die SG Haßloch und Frisch Auf Göppingen erreichte sie zum zweiten Mal nach 1948 das Finale und traf dort erneut auf den Nord-Rivalen SV Polizei Hamburg. Vor 22.000 begeisterten Zuschauern im neu eröffneten Holstein-Stadion setzte sich die Mannschaft um Spieler wie Hein Dahlinger und Herbert Podolske mit 10:9 durch und errang damit die zweite Meisterschaft.[8][9] Im Folgejahr kam es nach ähnlicher Ausgangslage (die SV Polizei Hamburg dominierte erneut die Oberliga Nord vor dem THW) zu einer Neuauflage des Finalspiels zur Deutschen Meisterschaft 1951, das die Hamburger diesmal mit 12:4 für sich entschieden.[10]

Nachdem sie sich 1952 nicht für die Endphase der deutschen Meisterschaft qualifizieren konnten, erreichten die Kieler als Nord-Vizemeister 1953 wieder das Endspiel, in welchem sie zum dritten Mal nach 1950 und 1951 auf den Polizeisportverein aus Hamburg trafen. Durch eine 15:19-Niederlage wurde der dritte Meistertitel allerdings verpasst. Zwar gewannen die Fördestädter zwischen 1954 und 1957 jeweils die Nordmeisterschaft vor ihrem Rivalen und galten folglich als Mitfavorit auf den Titel, sie konnten sich allerdings nicht mehr für das Endspiel qualifizieren.

Wie überall im deutschen Handballsport war auch in Kiel in der Nachkriegszeit zunächst der Feldhandball die wichtigere Variante der Sportart gegenüber dem Hallenhandball; aber auch in der Halle blieb der THW nicht ohne Erfolge: Wenn der THW sich neben dem damals übermächtigen norddeutschen Rivalen des Polizeisportvereins aus Hamburg für die Endrundenturniere in der Halle qualifizieren konnte, dann spielte der Verein auch „oben“ mit. Bei der Meisterschaft 1952 erreichte Kiel den vierten Platz, im folgenden Jahr beim Endrundenturnier 1953 den zweiten Platz, ebenso wie 1956. Das erste Meisterstück im Hallenhandball gelang dann bei der Endrunde 1957, als der THW im Finale den TC Frisch Auf Göppingen mit 7:5 besiegte – der Grundstein der späteren Erfolgsgeschichte des THW war gelegt.

1957 bis 1990 – Ende des Feldhandballs, Hallenhandball-Bundesliga[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwei Jahre nach der ersten Hallen-Meisterschaft 1957 traf der Verein eine zukunftsweisende Entscheidung, die die weitere Geschichte des Handballsports in Deutschland insgesamt vorwegnahm: Als einer der ersten hochklassig spielenden Vereine unterschied der TV Hassee-Winterbek deutlich zwischen Feldhandball und Hallenhandball, bildete 1959 zwei getrennte Mannschaften und legte den Schwerpunkt darauf, Hallenerfolge zu erzielen.[11] Im Feldhandball kam der THW zwar noch zu drei weiteren Endrundenteilnahmen (Spielzeiten 1958, 1960 und 1964), schied dabei aber jeweils bereits im Achtelfinale aus;[12] die Ära des Feldhandballs war in Kiel früher als in anderen Handballhochburgen beendet.

In Bezug auf den Hallenhandball war diese Neuausrichtung zunächst sehr erfolgreich: Schon in der folgenden Spielzeit 1960 erreichte der THW die Vizemeisterschaft, 1962 und 1963 folgten die zweite und die dritte Deutsche Meisterschaft in der Halle. Ausgerechnet bei der Endrunde 1964 vor eigenem Publikum in der Ostseehalle kam aber der Rückschlag, im Finale unterlag Kiel – wie schon gegen denselben Gegner in der Finalbegegnung 1956 in einem sehr torarmen Spiel – dem Berliner SV 1892 mit 4:3 und wurde erneut nur Vizemeister. Für die zur Spielzeit 1966/67 neu eingeführte Handball-Bundesliga konnten die Kieler sich zunächst nicht qualifizieren, schafften aber gleich in der zweiten Saison den Aufstieg. Fortan kam der THW in der Nord-Staffel der Bundesliga (mit einjähriger Unterbrechung in der Saison 1973/74) zu guten Platzierungen, erreichte aber bis zur Bundesligareform 1977 keine Finalteilnahme mehr.[13]

Nach mühsamem Start in die neue eingleisige Bundesliga – 1977 bis 1979 sicherte jeweils nur ein Punkt Vorsprung auf den Abstiegsrang den Klassenerhalt – etablierte sich der Verein seit den 1980er Jahren im oberen Tabellendrittel der Liga. Die besten Platzierungen waren dabei die drei Vizemeisterschaften in den Spielzeiten 1982/83, 1984/85 und 1988/89, der ganz große Erfolg in Form eines Meistertitels blieb noch aus.

1990 bis 1993 – Aufbau einer Meistermannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1990 gelang Manager Heinz Jacobsen der wahrscheinlich wichtigste Transfer der Vereinsgeschichte. Der 26-jährige schwedische Weltmeister und spätere Welthandballer desselben Jahres Magnus Wislander wurde von Redbergslids IK verpflichtet. Mit ihm zog der THW in die Play-Off-Runde der Saison 1990/91 ein, unterlag aber im Finale dem VfL Gummersbach. In der folgenden Saison 1991/92 wurden die Flügel mit Martin Schmidt und Christian Scheffler besetzt, die beide bis 2003 bleiben sollten. Wieder kam die Mannschaft ins Halbfinale der Play-Offs, scheiterte aber am späteren Meister SG Wallau/Massenheim. Zur Saison 1992/93 wechselte Linksaußen Uwe Schwenker auf den Manager-Posten und Thomas Knorr wurde für den Rückraum unter Vertrag genommen. Am Ende der Saison wurde man nur Siebter der Bundesliga. Zur Saison 1993/94 wurden die letzten Puzzlestücke erworben. Kreisläufer Klaus-Dieter Petersen kam aus Gummersbach und Zvonimir Serdarušić besetzte die Trainerbank.

1993 bis 2008 – Ära „Noka“ Serdarušić[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saisonbilanzen 1994–2008
Saison Platz Tore Diff. Punkte
1993/94 1. 0757 : 0638 + 119 51 : 17
1994/95 1. 0719 : 0628 + 091 47 : 13
1995/96 1. 0751 : 0643 + 108 44 : 16
1996/97 3. 0797 : 0716 + 081 38 : 22
1997/98 1. 0742 : 0664 + 078 41 : 15
1998/99 1. 0847: 0679 + 168 48 : 12
1999/00 1. 0917: 0783 + 134 52 : 16
2000/01 5. 1032 : 0912 + 120 53 : 23
2001/02 1. 0968 : 0820 + 148 54 : 14
2002/03 6. 0993 : 0921 + 072 40 : 28
2003/04 2. 1105 : 0903 + 102 56 : 12
2004/05 1. 1117 : 0936 + 181 62 : 06
2005/06 1. 1217 : 0968 + 249 62 : 06
2006/07 1. 1237 : 0976 + 261 58 : 10
2007/08 1. 1151 : 0926 + 225 61 : 07
Gold unterlegt: Gewinn der deutschen Meisterschaft

Unter „Noka“ Serdarušić entwickelte sich der THW Kiel zur erfolgreichsten Handballmannschaft Deutschlands. In seiner Amtszeit holte der THW elf deutsche Meisterschaften. Der Höhepunkt war die Saison 2007, in der die Kieler das historische Triple mit dem Sieg der Champions League, des DHB-Pokals und der Deutschen Meisterschaft feiern konnten. Am 26. Juni 2008 trennten sich der THW und Serdarušić einvernehmlich.

Im Februar 2009 wurden gegen den THW und Serdarušić massive Vorwürfe laut; der Trainer und der THW-Manager Uwe Schwenker sollen bei mindestens 10 Spielen, unter anderem dem Champions-League-Finale 2007, die Schiedsrichter bestochen haben. Der THW bestritt die Vorwürfe, die insbesondere von der Leitung der Rhein-Neckar Löwen erhoben wurden.[14] Am 26. Januar 2012 wurden Serdarušić und Schwenker vom Landgericht Kiel in allen Anklagepunkten freigesprochen.[15]

Seit 2008 – Ära Alfreð Gíslason[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Platz Tore Diff. Punkte
2008/09 1. 1226 : 0955 + 271 65 : 30
2009/10 1. 1135 : 0865 + 270 62 : 60
2010/11 2. 1099 : 0875 + 224 55 : 13
2011/12 1. 1107 : 0809 + 298 68 : 00
2012/13 1. 1122 : 0899 + 223 61 : 70
2013/14 1. 1114 : 0878 + 236 59 : 90
2014/15 1. 1095 : 0854 + 241 65 : 70
2015/16 3. 0974 : 0822 + 152 50 : 14
Gold unterlegt: Gewinn der deutschen Meisterschaft
Die Mannschaft des THW Kiel nach dem Gewinn der Champions-League 2012
Die 2013 neu verpflichteten Spieler Rasmus Lauge Schmidt, Johan Sjöstrand und Wael Jallouz

Alfreð Gíslason übernahm im Jahr 2008 das Amt des Cheftrainers von Serdarušić. In dieser Saison wurde der THW Kiel Deutscher Meister mit einem neuen Rekord von nur drei Minuspunkten. In der Champions League gewann der Verein in der ersten Gruppenphase alle sechs Spiele. Auch die zweite Gruppenphase gewann der THW Kiel vor BM Ciudad Real und dem FC Barcelona. Im Viertelfinale konnte der kroatische Verein RK Zagreb bezwungen und die Rhein-Neckar Löwen im Halbfinale besiegt werden. Auch das Hinspiel des Finales entschied der THW für sich, jedoch musste er im Rückspiel eine Niederlage mit höherem Toreabstand einstecken, was BM Ciudad Real zum Sieger der Champions League machte. Schließlich wurde auch der DHB-Pokal mit einem 30:24 Finalsieg gegen den VfL Gummersbach gewonnen.

In der Saison 2009/10 wurde man mit einem Punkt Vorsprung vor dem HSV Hamburg zum sechzehnten Mal in der Vereinsgeschichte Deutscher Meister. Im DHB-Pokal schied der Meister nach einer 35:28 Niederlage im Viertelfinale gegen den VfL Gummersbach aus. In der Champions League wurden die Handballer in der Gruppenphase mit drei Minuspunkten in zehn Spielen Erster vor dem FC Barcelona. Im Achtelfinale wurde der FCK Håndbold und im Viertelfinale die Rhein-Neckar Löwen bezwungen. Der Champions-League-Sieger wurde zum ersten Mal in einem Final-Four-Modus ermittelt. Dabei wurde im Halbfinale der BM Ciudad Real mit 29:27 und im Finale der FC Barcelona mit 36:34 besiegt und somit der zweite Champions-League-Titel in der Vereinsgeschichte errungen.

Die Saison 2010/11 war weniger erfolgreich. In der Bundesliga musste man dem HSV Hamburg den Vortritt lassen. In der Champions League gewann die Mannschaft zwar wieder die Gruppenphase vor den Rhein-Neckar Löwen und dem FC Barcelona, nach gewonnenem Achtelfinale musste der Verein sich aber dem späteren Sieger FC Barcelona im Viertelfinale geschlagen geben. Der DHB-Pokal konnte jedoch zum siebten Mal mit einem 30:24-Finalsieg gegen die SG Flensburg-Handewitt gewonnen werden. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte gewann der THW die anschließend ausgetragene Vereins-Weltmeisterschaft. In Doha gelang im Finale ein Sieg gegen BM Ciudad Real mit 28:25, was dem Verein 400.000 Euro Preisgeld einbrachte.

Zur Saison 2011/12 verpflichtete der THW keine neuen Spieler. Im DHB-Pokal sicherte man sich mit Siegen über den HSV Hamburg und die SG Flensburg-Handewitt im Finale den achten Titel. Auch in der Champions League wurde der THW Sieger. Nachdem der Verein die Gruppenphase als Erster vor AG Kopenhagen abschloss, setzte er sich im Achtelfinale gegen Wisła Płock und im Viertelfinale gegen RK Zagreb durch, und gewann beim Final Four in Köln gegen die Füchse Berlin und gegen Atletico Madrid. Die Bundesligasaison 2011/12 war die erfolgreichste in der Vereinsgeschichte. Der THW Kiel stand bereits fünf Spiele vor Saisonende als neuer Deutscher Meister fest, so früh wie noch kein Team zuvor. Man gewann letztendlich alle Saisonspiele und schaffte es damit, im Handball als erste Mannschaft der Bundesligageschichte eine Saison verlustpunktfrei zu überstehen.[16][17] Am Ende der Saison verließen Tobias Reichmann, Henrik Lundström, Daniel Kubeš, Kim Andersson und Milutin Dragićević den Verein.

Für die Spielzeit 2012/13 neu verpflichtet wurden Marko Vujin, Patrick Wiencek, René Toft Hansen, Guðjón Valur Sigurðsson und Niclas Ekberg. Am 16. September 2012 endete eine Serie von 40 Bundesliga-Siegen in Folge mit dem 26:26-Unentschieden bei den Füchsen Berlin,[18] und am 9. Dezember 2012 eine Serie von 51 Ligaspielen ohne Niederlage mit dem 25:29 zuhause gegen die MT Melsungen.[19] Im DHB-Pokal sicherte man sich mit Siegen über die MT Melsungen[20] und die SG Flensburg-Handewitt im Finale den neunten Titel.[21] Am 31. Spieltag gewann der THW durch einen 31:25 Sieg über die Rhein-Neckar Löwen vorzeitig die 18. Deutsche Meisterschaft.[22] In der Champions League scheiterte der Verein im Halbfinale durch ein 33:39 gegen den HSV Hamburg, auch das folgende Spiel um Platz drei gegen KS Kielce wurde mit 30:31 knapp verloren. Am Saisonende beendete Marcus Ahlm seine Karriere als Spieler und wechselte in den Aufsichtsrat des THW Kiel.[23] Thierry Omeyer, Daniel Narcisse und Momir Ilić verließen den Verein.

Zur Saison 2013/14 kamen Wael Jallouz, Johan Sjöstrand und Rasmus Lauge Schmidt neu zum THW. Am 11. Dezember 2013 schied Kiel im Achtelfinale des DHB-Pokals gegen die Rhein-Neckar Löwen aus. Es war die erste Heimniederlage der Zebras im DHB-Pokal seit mehr als 23 Jahren.[24] Am letzten Spieltag der Saison gewann der THW sein Heimspiel gegen die Füchse Berlin mit 37:23, während die punktgleichen Rhein-Neckar Löwen beim VfL Gummersbach mit 40:35 siegten. In der Endabrechnung gewannen die Zebras aufgrund der um zwei Tore besseren Tordifferenz (+ 236 Tore) ihre 19. Meisterschaft vor den Löwen (+ 234 Tore). Marko Vujin wurde mit 248 Treffern, davon 66 per Siebenmeter, Torschützenkönig der Handball-Bundesliga. In der Champions League erreichte der THW erneut das Final Four. Durch einen 29:26-Halbfinalsieg über den ungarischen Klub KC Veszprém zogen die Kieler zum siebten Mal ins Finale ein, wo sie der SG Flensburg-Handewitt mit 28:30 unterlagen. Am Ende der Saison verließ Christian Zeitz nach elf Jahren den Verein und folgte Momir Ilić zum KC Veszprém. Guðjón Valur Sigurðsson und Wael Jallouz wechselten zum FC Barcelona.

Zur Spielzeit 2014/15 kamen Domagoj Duvnjak und Joan Cañellas vom HSV Hamburg sowie Steffen Weinhold von der SG Flensburg-Handewitt neu zu den Zebras. Rune Dahmke, der seit 2008 in der Jugend des THW spielte und die zwei Jahre zuvor mit Doppelspielrecht fast ausnahmslos für den TSV Altenholz aktiv war, bekam einen Profivertrag bis 2016. Zum Saisonauftakt gewann der THW gegen die Füchse Berlin den Supercup mit 24:18. Wie im Vorjahr schied der THW gegen die Rhein-Neckar Löwen im Pokalviertelfinale aus. In Mannheim verloren die Zebras am 4. März 2015 mit 29:26. In der Champions League wurde wiederum das Final 4 in Köln erreicht. Dort verlor Kiel zunächst das Halbfinale 27:31 gegen MKB-MVM Veszprém aus Ungarn und dann auch das Spiel um dem 3. Platz mit 28:26 gegen KS Kielce aus Polen und wurde Vierter. Erfolgreicher waren die Zebras in der Bundesliga, wo sie den insgesamt zwanzigsten Titel der Vereinsgeschichte gewannen. Nachdem sie nach dem ersten Spieltag Tabellenletzter waren, hatten sie am Ende der Saison mit 65:7 Punkten zwei Punkte Vorsprung vor den Rhein-Neckar Löwen (56:9). Zahlreiche Verletzungen machten es notwendig während der Saison ehemalige Spieler zu reaktivieren. Nachdem sowohl Johan Sjöstrand erkrankt war und Andreas Palicka sich verletzte, wurde dem Nachwuchstorhüter Kim Sonne der Routinier Steinar Ege für einige Spiele zur Seite gestellt. Ebenso wurde nach dem Kreuzbandriss von Dominik Klein mit Henrik Lundström ein eigentlich schon im Ruhestand befindlicher ehemaliger Kieler kurzfristig verpflichtet. Nach der Saison wechselte mit Aron Pálmarsson nach sechs Jahren Vereinszugehörigkeit einer der zentralen Spieler zu MKB-MVM Veszprém. Daneben verließen alle Torhüter, sowie der erst seit zwei Jahren in Kiel spielende, aufgrund von Verletzungen nie richtig angekommene Rasmus Lauge Schmidt den Verein.

Vor Beginn der Saison 2015/16 verließ auch noch Kapitän Filip Jícha den Verein, der zum FC Barcelona wechselte. Prominentester Neuzugang war Torhüter Niklas Landin von den Rhein-Neckar Löwen. Zum ersten Mal seit 2003 gewann der THW im Jahr 2016 keinen Titel. In der Meisterschaft wurde man Dritter; vor allem die Auswärtsbilanz mit fünf Niederlagen war ungewöhnlich schlecht. Im DHB-Pokal schied man im Viertelfinale mit 27:34 gegen die SG Flensburg-Handewitt aus. In der Champions League belegte Kiel in der nur noch aus zwei Gruppen bestehenden Vorrunde den vierten Platz und setzte sich anschließend im Achtelfinale gegen Pick Szeged und im Viertelfinale gegen Titelverteidiger FC Barcelona durch. Im Final Four in Köln verlor man das Halbfinale gegen Veszprem mit 28:31 nach Verlängerung und auch das Spiel um Platz drei gegen Paris St. Germain mit 27:29. Die Saison war durch viele langwierige Verletzungen von Stammspielern geprägt, so dass insgesamt sechs Spieler nachverpflichtet wurden.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mannschaft des THW Kiel am 21. August 2011.
Die Mannschaft des THW Kiel am 15. August 2010. Es fehlen die verletzten Spieler Kim Andersson und Daniel Narcisse.
Die Mannschaft des THW Kiel am 23. August 2009 mit dem gewonnenen Schlecker Cup.
Die Mannschaft des THW Kiel am 12. August 2007 mit dem gewonnenen Schlecker Cup

Kader der Saison 2016/17[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Stand: 10. Juli 2016)

Nr. Nation Name Position Größe Gewicht Geburtsdatum Geburtsort Vertrag
seit
Vertrag
bis
Letzter Verein
1 DanemarkDänemark Niklas Landin Jacobsen Tor 2,00 m 102 kg 19. Dezember 1988 Søborg, Dänemark 2015 30. Juni 2018 Rhein-Neckar Löwen
77 DeutschlandDeutschland Andreas Wolff Tor 1,98 m 100 kg 03. März 1991 Euskirchen, Deutschland 2016 30. Juni 2019 HSG Wetzlar
17 DeutschlandDeutschland Patrick Wiencek Kreismitte 2,01 m 108 kg 22. März 1989 Duisburg, Deutschland 2012 30. Juni 2021 VfL Gummersbach
7 DanemarkDänemark René Toft Hansen (C)Kapitän der Mannschaft Kreismitte 2,00 m 106 kg 1. November 1984 Rybjerg, Skive Kommune, Dänemark 2012 30. Juni 2018 AG København
34 KroatienKroatien Ilija Brozović Kreismitte 1,95 m 107 kg 26. Mai 1991 Split, SFR Jugoslawien 2016 30. Juni 2017 HSV Hamburg
23 DeutschlandDeutschland Rune Dahmke Linksaußen 1,90 m 81 kg 10. April 1993 Kiel, Deutschland 2012 30. Juni 2020 SV Mönkeberg
92 OsterreichÖsterreich Raul Santos Linksaußen 1,80 m 75 kg 01. Juni 1992 Santo Domingo, Dominikanische Republik 2016 30. Juni 2019 VfL Gummersbach
15 DeutschlandDeutschland Christian Dissinger Rückraum Links 2,02 m 102 kg 15. November 1991 Ludwigshafen am Rhein, Deutschland 2015 30. Juni 2020 TuS N-Lübbecke
65 SchwedenSchweden Lukas Nilsson Rückraum Links 1,92 m 97 kg 16. November 1996 Ystad, Schweden 2016 30. Juni 2019 Ystads IF HF
8 KroatienKroatien Blaženko Lacković Rückraum Links 1,97 m 99 kg 25. Dezember 1980 Novi Marof, SFR Jugoslawien 2016 30. Juni 2017 RK Vardar Skopje
5 DeutschlandDeutschland Sebastian Firnhaber Rückraum Links 1,98 m 97 kg 18. April 1994 Buxtehude,

Deutschland

Eintracht Hildesheim
25 DeutschlandDeutschland Alexander Williams Rückraum Links,
Rückraum Mitte
1,88 m 97 kg 15. August 1996 Hamburg, Deutschland 2014 30. Juni 2017 TSV Altenholz
4 KroatienKroatien Domagoj Duvnjak Rückraum Mitte,
Rückraum Links
1,98 m 100 kg 1. Juni 1988 Đakovo, Jugoslawien 2014 30. Juni 2020 HSV Hamburg
53 OsterreichÖsterreich Nikola Bilyk Rückraum Mitte,
Rückraum Links
1,98 m 94 kg 28. November 1996 Tunis, Tunesien 2016 30. Juni 2020 Handballclub Fivers Margareten
13 DeutschlandDeutschland Steffen Weinhold Rückraum Rechts,
Rückraum Mitte
1,91 m 100 kg 19. Juli 1986 Fürth, Deutschland 2014 30. Juni 2020 SG Flensburg-Handewitt
41 SerbienSerbien Marko Vujin Rückraum Rechts,
Rückraum Mitte
2,01 m 104 kg 7. Dezember 1984 Bačka Palanka, Jugoslawien 2012 30. Juni 2019 MKB Veszprém
24 EstlandEstland Dener Jaanimaa Rückraum Rechts 1,85 m 92 kg 9. August 1989 Tallinn, Estland 2016 30. Juni 2017 HSV Hamburg
26 DeutschlandDeutschland Lucas Firnhaber Rückraum Rechts 2,00 m 93 kg 23. April 1997 Buxtehude, Deutschland 2015 Eintracht Hildesheim
11 DeutschlandDeutschland Christian Sprenger Rechtsaußen 1,90 m 90 kg 6. April 1983 Ludwigsfelde, Deutschland 2009 30. Juni 2017 SC Magdeburg
18 SchwedenSchweden Niclas Ekberg Rechtsaußen 1,91 m 91 kg 23. Dezember 1988 Ystad, Schweden 2012 30. Juni 2018 AG København

Zugänge 2016/17

Abgänge 2016/17



Zugänge 2017/18

Abgänge 2017/18

Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(seit 1930)

Mannschaftskapitäne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(seit der Saison 1977/1978)

Statistiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bemerkenswertes und Kurioses[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der THW Kiel wies von 1978 bis zur Saison 2004/05 durchgängig die höchsten Zuschauerzahlen aller Erstligisten auf.
  • Der THW Kiel ist einer von zwei Vereinen, die in allen Runden der eingleisigen Bundesliga seit 1977/78 teilnahmen.
  • Der THW Kiel kann seit Beginn der eingleisigen Bundesliga 1977/78 gegen sämtliche gegnerische Vereine ein positives Punkteverhältnis aufweisen, außer gegen die SG Dietzenbach (10 Spiele: 4 Siege – 1 Unentschieden – 5 Niederlagen).[38]
  • Der THW Kiel hält u. a. folgende Bundesligarekorde:[39]
    • meiste Siege in Folge: 40
    • meiste Auswärtssiege in Folge: 21
    • meiste unbesiegte Spiele in Folge: 51
    • meiste unbesiegte Auswärtsspiele in Folge: 28
    • komplettes Kalenderjahr unbesiegt: 33 Spiele
    • torreichstes Spiel: 88 Tore
    • meiste Tore in einem Heimspiel: 54:34 gegen SC Magdeburg
    • meiste Tore in einem Auswärtsspiel: 47
  • Mit Magnus Wislander, Henning Fritz, Nikola Karabatić, Thierry Omeyer, Filip Jícha und Daniel Narcisse wurden sechs Spieler während ihrer Zeit beim THW zum Welthandballer gewählt. Von keinem anderen Verein kamen bisher mehr Welthandballer.
  • 2007 standen sich mit dem THW Kiel und der SG Flensburg-Handewitt erstmals zwei Mannschaften aus einem Bundesland in einem Champions-League-Finale gegenüber.
  • 2007 und 2012 waren die erfolgreichsten Jahre der Vereinsgeschichte mit dem Triple Champions-League-Sieger, Pokalsieger und Deutscher Meister.
  • Bei der Wahl zur Mannschaft des Jahres belegte der THW 2007 den dritten Platz (hinter der Handball- und Frauen-Fußballnationalmannschaft, die beide 2007 Weltmeister geworden waren).
  • Die Saison 2011/12 beendete der THW mit 68:0 Punkten. Damit war der THW die erste und bisher einzige Handballmannschaft, der es gelang in einer Saison jedes Bundesligaspiel zu gewinnen.

Vereinsrekorde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: 8. Juni 2015

  • Deutscher Rekordmeister (20-mal, zuletzt 2015)
  • Deutscher Rekord-Pokalsieger (9-mal, zuletzt 2013)
  • Deutscher Rekord-Supercup-Sieger (9-mal, zuletzt 2015)
  • Champions-League-Sieger (3-mal, zuletzt 2012)
  • Meiste Einsätze: Michael Krieter (415 Spiele)
  • Meiste Tore: Magnus Wislander (1388/17 Tore)
  • Meiste Siebenmeter-Tore: Nikolaj Bredahl Jacobsen (387/488 Siebenmeter-Tore)

Maskottchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Maskottchen der Mannschaft ist seit dem 26. August 1999 das Zebra Hein Daddel. Der Name kommt von dem großen Kieler Handballidol Heinrich Dahlinger und wurde von den Fans so in einer Abstimmung entschieden. Die Figur aus PU-Schaum, in der sich wechselnde Darsteller verkleidet befinden[40], wurde in Peter Röders Filmpuppen-Werkstatt entwickelt[40].

U 23[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die zweite Mannschaft des THW, die U 23, wurde in der Spielzeit 2012/13 Meister der Handball-Oberliga Hamburg – Schleswig-Holstein und stieg damit in die 3. Liga auf, wo sie ab der Saison 2013/14 in der Staffel Nord spielte und nach der Saison 2014/15 wieder abstieg.

Frauen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die 1. Frauenmannschaft stieg seit 2006 fast jedes Jahr eine Spielklasse bis in die Handball-Oberliga Hamburg – Schleswig-Holstein auf. Dort belegte sie 2011/12 einen Abstiegsplatz, erreichte aber in der Folgesaison als Meister der Schleswig-Holstein-Liga den direkten Wiederaufstieg.

Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die A-Jugend des THW Kiel (2014)

Die männliche A-Jugend spielt seit der Saison 2012/13 in der Nord-Staffel der neu geschaffenen A-Jugend-Bundesliga. Nach einem fünften Platz 2012/13 wurde die Mannschaft 2013/14 und 2014/15 Dritter. Die männliche B- und C-Jugend spielen in der jeweils höchsten Jugendspielklasse.

Die A-Jugend wurde 1971 Deutscher Jugendmeister.[41] Zudem gewann sie den NOHV-Pokal in den Jahren 1995, 1997 und 1998.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • THW Kiel – „Willkommen beim besten Handball-Club der Welt!“, Dokumentation, Sky, 2015, 28 Min.[42]
  • Erik Eggers, Wolf Paarmann: THW Kiel – Die Zebras. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2014, ISBN 978-3-7307-0137-9, 238 S.
  • Erik Eggers: Schwarz und Weiß – Die Geschichte des Rekordmeisters THW Kiel. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2008, ISBN 978-3-89533-619-5, 320 S.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: THW Kiel – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Presseerklärung der THW Kiel Handball-Bundesliga GmbH & Co. KG vom 25.06.2009 thw-handball.de, 25. Juni 2009
  2. Erik Eggers (Hrsg.): Schwarz und Weiß. Die Geschichte des Rekordmeisters THW Kiel, 2008, Seite 11/12
  3. Erik Eggers (Hrsg.): Schwarz und Weiß. Die Geschichte des Rekordmeisters THW Kiel, 2008, Seite 23/24
  4. Erik Eggers (Hrsg.): Schwarz und Weiß. Die Geschichte des Rekordmeisters THW Kiel, 2008, Seiten 27 bis 32
  5. Spielerprofil von Fritz Westheider auf der Homepage des THW Kiel
  6. Erik Eggers (Hrsg.): Schwarz und Weiß. Die Geschichte des Rekordmeisters THW Kiel, 2008, Seiten 38 bis 47
  7. Erik Eggers (Hrsg.): Schwarz und Weiß. Die Geschichte des Rekordmeisters THW Kiel, 2008, Seite 52
  8. Jens Kunkel: Gestreift! 100 Jahre THW, Kieler Nachrichten vom 31. Januar 2004, abrufbar auf der Homepage des THW Kiel
  9. Die Meistermannschaft auf der Homepage des THW Kiel
  10. Erik Eggers (Hrsg.): Schwarz und Weiß. Die Geschichte des Rekordmeisters THW Kiel, 2008, Seiten 64 bis 73
  11. Erik Eggers, Handball, Göttingen 2004, S. 281, ISBN 3-89533-465-0
  12. Sven Webers (Red.), Platzierungen bei Endrunden zur Deutschen Feldhandball-Meisterschaft 1947–1966, abgerufen 28. April 2014
  13. Erik Eggers, Handball, Göttingen 2004, S. 281 f, ISBN 3-89533-465-0
  14. spiegel.de: Kiel soll bei mindestens zehn Spielen bestochen haben
  15. Kieler Handballprozess: Zwei Freisprüche und viele offene Fragen – Sport – FAZ
  16. 68:0! Der THW Kiel macht sich unsterblich kicker.de, 2. Juni 2012, abgerufen am 2. Juni 2012
  17. Ines Bellinger: Kiels Handballer schaffen die perfekte Saison, ndr.de, 2. Juni 2012
  18. Berlin stoppt Siegesserie des THW Kiel FAZ.net, 16. September 2012, abgerufen am 21. September 2012
  19. Ende einer ewigen Serie Süddeutsche.de, 10. Dezember 2012, abgerufen am 15. Dezember 202
  20. M. Kloth / dpa / J. Nikoleit: Alle Jahre wieder: Kiel und Flensburg zum dritten Mal in Serie im Finale des DHB-Pokals. IG Handball e. V., 14. April 2013, abgerufen am 20. April 2013.
  21. cie, jun: Erste Titelverteidigung unter Dach und Fach: THW Kiel dreht im Pokalfinale nach dem Wechsel auf. IG Handball e. V., 14. April 2013, abgerufen am 20. April 2013.
  22. Vollzug: Kiel feiert mit klarem Sieg gegen Löwen die 18. Meisterschaft auf handball-world.com vom 14. Mai 2013, abgerufen am 14. Mai 2013
  23. thw-provinzial.de: Marcus Ahlm neues Aufsichtsratsmitglied vom 9. Juni 2013, abgerufen am 14. Dezember 2013
  24. thw-provinzial.de: 30:32-Niederlage gegen Rhein-Neckar Löwen – Pokal-Final-Four ohne den THW vom 11./12. Dezember 2013, abgerufen am 14. Dezember 2013
  25. handball-world.com: THW Kiel bestätigt Santos-Transfer vom 2. Dezember 2015, abgerufen am 2. Dezember 2015
  26. thw-handball.de: Rückraumspieler Nikola Bilyk kommt schon 2016 vom 7. Dezember 2015, abgerufen am 7. Dezember 2015
  27. thw-handball.de: National-Torhüter Andreas Wolff bereits ab 2016 ein Zebra vom 28. Dezember 2015, abgerufen am 28. Dezember 2015
  28. thw-handball.de: THW Kiel sichert sich schwedisches Top-Talent Lukas Nilsson vom 19. Januar 2016, abgerufen am 19. Januar 2016
  29. handball-world.com: LNH-Aufsteiger verpflichtet Kreisläufer vom THW Kiel vom 11. Juni 2016, abgerufen am 012. Juni 2016
  30. thw-handball.de: Joan Cañellas verlässt am Saisonende den THW Kiel thw-handball.de vom 9. Februar 2016, abgerufen am 9. Februar 2016.
  31. thw-handball.de: Rogerio Ferreira verlässt den THW Kiel vom 19. März 2016, abgerufen am 19. März 2016
  32. Sieben mal Danke: Auf Wiedersehen oder Tschüss! thw-handball.de vom 6. Juni 2016, abgerufen am 6. Juni 2016
  33. thw-handball.de: Nikolas Katsigiannis kehrt nach Erlangen zurück thw-handball.de vom 30. Januar 2016, abgerufen am 30. Januar 2016.
  34. thw-handball.de: Dominik Klein wechselt nach Frankreich vom 30. November 2015, abgerufen am 30. November 2015.
  35. Sieben mal Danke: Auf Wiedersehen oder Tschüss! thw-handball.de vom 06. Juni 2016, abgerufen am 06. Juni 2016
  36. handball-world.com: Torwarttalent des THW Kiel wechselt zum HSV vom 13. Mai 2016, abgerufen am 13. Mai 2016
  37. Zebra: Karlchens Einwurf
  38. "Gegnerdaten SG Dietzenbach"
  39. Bundesligainfo.de Bundesligarekorde
  40. a b Informationen über Hein Daddel auf der Internetpräsenz von THW Kiel, abgerufen 18. November 2011
  41. bundesligainfo.de
  42. THW Kiel – „Willkommen beim besten Handball-Club der Welt!“ Fernsehserien.de, abgerufen am 26. November 2015.