Sara Danius

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Sara Danius (2013)

Sara Maria Danius (geboren 5. April 1962 in Täby) ist eine schwedische Literaturwissenschaftlerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sara Danius ist die Tochter des Berufsoffiziers Lars Danius und der Schriftstellerin Anna Wahlgren.[1] Sie studierte zunächst Philologie an der Universität Stockholm[2] und schrieb schon während ihres Studiums literaturkritische Beiträge für die Tageszeitung Dagens Nyheter. Sie erwarb 1989 einen Master of Arts in Critical Theory an der Universität Nottingham.[3] Danius war von 1989 mit Stefan Jonsson verheiratet, das Paar hat einen gemeinsamen Sohn und ist nunmehr geschieden. Sie hat eine Ausbildung als Croupière.[1] 1997 wurde sie an der Duke University promoviert und 1999 an der Universität Uppsala. Danius war 2001/02 als Fellow an das Wissenschaftskolleg zu Berlin eingeladen.

Danius ist Professorin für Ästhetik an der Hochschule Södertörn (Södertörns högskola) und hat eine Dozentur für Literaturwissenschaft an der Universität Uppsala. Danius hat zu Marcel Proust, Gustave Flaubert und James Joyce veröffentlicht.

Mitglied der Schwedischen Akademie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2010 ist Danius Mitglied der Königlich Schwedischen Gelehrsamkeits-, Geschichts- und Antiquitätenakademie. Im März 2013 wurde beschlossen, Danius ab dem 20. Dezember 2013 als Nachfolgerin des verstorbenen Knut Ahnlund zum Mitglied der Schwedischen Akademie zu bestellen.[4] Seit 2014 gehört sie dem achtzehnköpfigen Auswahlgremium für die Vergabe des Literatur-Nobelpreises an, ab Juni 2015 führte sie dessen Vorsitz.

Am 12. April 2018 legte sie diesen Posten nieder und erklärte zugleich, wie auch Katarina Frostenson, dass sie ihre Arbeit in der Akademie ruhen lässt. Formell ist sie jedoch weiterhin Mitglied, da die Satzung der Schwedischen Akademie damals keinen Austritt vorsah und Danius diesen auch nicht beantragt hat.[5]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Proust - Benjamin: om fotografin. Moderna Museet. Axl Books, Stockholm 2011.
  • mit Hanns Zischler: Nase für Neuigkeiten: vermischte Nachrichten von James Joyce. Paul Zsolnay, Wien 2008.
  • The prose of the world: Flaubert and the art of making things visible. Acta Universitatis Upsaliensis, Uppsala 2006, ISBN 91-554-6599-4.
  • mit Patrik Johansson; William Jewson: Voices : contemporary ceramic art from Sweden. Carlsson, Stockholm 2006.
  • Marey, Bergson, and the crisis of human vision. In: The senses of modernism: technology, perception, and aesthetics. Cornell University Press, Ithaca 2002, ISBN 0-8014-3899-3.
  • Prousts motor. Bonnier Essä, Uddevalla 2000.
  • mit Birgit Munkhammar, Anders Olsson, Lars Gustafsson: Försök om Litteratur. Albert Bonniers Forlag, Stockholm 1998.
  • Det politiska omedvetna: berättelsen som social symbolhandling by Fredric Jameson. 1994.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Aussichten auf den Literaturnobelpreis. In: NZZ. 9. März 2012, S. 25.
  2. Sara Danius, Profil an der Södertörns högskola
  3. Danius, Sara. In: Hans Uddling, Katrin Paabo (Hrsg.): Vem är det. Svensk biografisk handbok 1993. 41. Jg. P. A. Norstedt & Söners Förlag, Stockholm 1992, ISBN 91-1914072-X, S. 235 (schwedisch, runeberg.org).
  4. Ny ledamot i Svenska Akademien. 7. März 2013, abgerufen am 18. Juni 2013 (schwedisch).
  5. Roman Bucheli: Der Literaturnobelpreis ist im freien Fall. NZZ, 12. April 2018, abgerufen am selben Tage.