Sauherad

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Wappen von Sauherad

Sauherad war eine norwegische Kommune in der Provinz Telemark (2020 in Vestfold og Telemark aufgegangen). Ihr Verwaltungssitz lag in Akkerhaugen. Sauherad bildete zusammen mit und Nome die Region Mitteltelemark. Im Zuge der Kommunenreform in Norwegen wurde Sauherad zum 1. Januar 2020 mit Bø zusammengelegt, wobei das Verwaltungszentrum in Bø liegt. Die Kommune trägt den Namen Midt-Telemark.[1]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommune Sauherad lag im Osten Telemarks, ca. 30 km von Skien und ca. 100 km von Oslo entfernt. Nachbarkommunen waren Kongsberg im Osten, Skien im Südwesten, Nome im Südwesten, Bø im Westen, und Notodden im Norden. Sauherad grenzte im Nordosten an die Provinz Buskerud. Südlich an Sauherad stieß der Norsjø, im Norden der Heddalsvatnet an. Die höchste Erhebung war der Vardefjell mit 815 moh. Im Westen grenzte das hügelige Gebiet Sauheradsfjella an.

Auf einer Fläche von 321,37 km² lebten 4293 Einwohner (Stand: 1. Januar 2019). Die Gemeinde gliederte sich in die Orte Hjuksebø, Nordagutu, Akkerhaugen, Gvarv und Hørte. Die Kommunennummer war 0822. Letzter Rådmann war Hans Erik Utne, letzter Bürgermeister Hans Sundsvalen (Ap).

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sauherad wurde vom Riksvei 36, vom Fylkesvei 360 sowie von den kleineren Fylkesvei 44, 151, 551, 553, und 555 durchquert. Durch Sauherad führten die Sørlandsbanen und die Bratsbergbanen. Bahnhöfe befanden sich in Gvarv, Prestholt, Moen, Nordagutu, Holtsås, Hjuksebø, Dalsvatn; davon war aber nur noch der Bahnhof Nordagutu in Betrieb.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gvarv besaß eine Schule von der 1. bis zur 10. Klasse. Weitere Schulen befanden sich in Akkerhaugen (1. bis 7.), Nordagutu (1. bis 4.) und Hjuksebø (1. bis 7. Klasse).[2] In Gvarv lagen außerdem die Sagavoll Volkshochschule und eine öffentliche Bibliothek.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Sauherad befand sich eine mittelalterliche Kirche, die Sauherad-Kirche. Sie war eine von zwei Mittelalterkirchen der Gemeinde Sauherad und Nes.[3] Da Sauherad eines der größten Apfelanbaugebiete Telemarks und Norwegens allgemein war, fand dort jährlich das Norsk Eplefest, also das norwegische Äpfelfest, statt. In Gvarv wurde seit 2005 das Musikfestival Kartfestivalen veranstaltet, das in der Region sehr bekannt war. In Akkerhaugen befand sich zudem der Patmos-Skulpturenpark.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Navn på nye kommuner. 19. Februar 2019, abgerufen am 1. Oktober 2019 (norwegisch).
  2. Schulen und Kindergärten in Sauherad auf der Webpräsenz der Kommune (norwegisch) (Memento des Originals vom 20. April 2012 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sauherad.kommune.no
  3. Webseite der Sauherad- und Nes-Kirchen

Koordinaten: 59° 26′ 0″ N, 9° 15′ 0″ O