Schloss Altfraunhofen

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Schloss Altfraunhofen war ein auf einer Halbinsel in der Kleinen Vils in Altfraunhofen in Niederbayern gelegenes Schloss der Freiherren von Fraunhofen. Es wurde 1858 abgetragen. Erhalten vor allem ist die Schlossinsel.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Geschlecht der Fraunhofen, ein erstmals Anfang des 11. Jahrhunderts nachweisbares Ministerialengeschlecht, nannte sich nach dem Ort (Alten-)Fraunhofen. 1077 bestätigte eine Kaiserurkunde Heinrichs IV. Frawnhofen als zur Grund-Ausstattung des Klosters Frauenchiemsee seit seiner Gründung im 8. Jahrhundert gehörig.

Im 13. Jahrhundert gelang es den Herren von Fraunhofen, sich die Sonderstellung einer vom baierischen Herzog unabhängigen Herrschaft zu sichern. Um 1407 wurde das Wasserschloss erwähnt, das von der Kleinen Vils umflossen wird.[1]

1409 wurde die Reichsherrschaft in Alt- und Neufraunhofen aufgeteilt. Sie gliederte sich in die Obmannschaften Altfraunhofen (zugleich Hofmark), Oberheldenberg, Holzhausen, Neufraunhofen (zugleich Hofmark) und Baierbach. Die Wittelsbacher erkannten jedoch die Reichsunmittelbarkeit derer von Fraunhofen nicht an, und es blieb bis zur Mediatisierung am Beginn des 19. Jahrhunderts eine unentschiedene Streitfrage, ob die von Fraunhofen dem Landesherrn unterstellt seien oder als Reichsstand direkt dem Kaiser. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zu Bayern. Die Reichsherrschaft wurde in die königlich bayerisch lehenbaren Herrschaften Alt- und Neufraunhofen umgewandelt.

Während das Schloss Neufraunhofen weiter besteht und in Familienbesitz ist, wurde das Schloss in Altfraunhofen 1858 abgebrochen.[2] Erhalten sind die Schlossinsel mit Wassergraben, der Torbau und Mauerreste.

120 Meter südlich befindet sich der St. Nikolaus, der Dom des Kleinen Vilstales.

Seit 1955 wird die Schlossinsel gastronomisch genutzt.[2]

Baubeschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schlossruine steht unter Denkmalschutz (Akten-Nummer D-2-74-114-2) und wird folgendermaßen beschrieben:

„Schlossruine auf einer Halbinsel: Schloss 1858 abgetragen; erhaltene Reste des Torbaus, Ziegelmauerwerk, 15. Jahrhundert.“

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Bosl (Hrsg.): Bayern. Handbuch der historischen Stätten Deutschlands 7, Stuttgart 1981.
  • Georg Graf von Soden-Fraunhofen: Alt- und Neufraunhofen: Ein Beitrag zur Orts- und Baugeschichte. Eigenverlag, Neufraunhofen 1966.
  • Sixtus Lampl, Wilhelm Neu: Niederbayern. Hrsg.: Michael Petzet, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (= Denkmäler in Bayern. Band II). Oldenbourg, München 1986, ISBN 3-486-52393-7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kommission für bayerische Landesgeschichte: ZBLG 2012, Band 75, Heft 3: Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte. C.H. Beck Verlag / Kommission für bayerische Landesgeschichte (KBL), 1. Januar 2012 (google.at [abgerufen am 23. Mai 2020]).
  2. a b Vilstal. Abgerufen am 23. Mai 2020.

Koordinaten: 48° 27′ 1″ N, 12° 10′ 5,7″ O