Schloss Wolfstein

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Schloss Wolfstein
Schloss Wolfstein in Freyung

Schloss Wolfstein in Freyung

Entstehungszeit: 12. Jahrhundert
Geographische Lage 48° 48′ 46,1″ N, 13° 32′ 34,1″ OKoordinaten: 48° 48′ 46,1″ N, 13° 32′ 34,1″ O
Höhe: 650 m ü. NN
Schloss Wolfstein (Bayern)
Schloss Wolfstein

Das Schloss Wolfstein ist ein Schloss in Freyung in Niederbayern. Es war Namensgeber des 1972 aufgelösten Landkreises Wolfstein.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Schloss liegt nordwestlich der Innenstadt von Freyung auf einem von drei Seiten vom Saußbach umgebenen Felsvorsprung.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Wolfstein wurde als Burg durch den Passauer Bischof Wolfger von Erla um 1200 errichtet. Zuvor war das umliegende Land 1193 von Kaiser Heinrich VI. an die Passauer Bischöfe abgetreten worden. 1301 wird ein Ort als Purchstol zu Wolferstein und ein Wald dazu erstmals urkundlich erwähnt, das spätere Freyung. Das Schloss selbst diente als Wehranlage, Verwaltungssitz und bischöfliches Jagdschloss. Als 1803 das Fürstbistum Passau aufgelöst wird, wurde Wolfstein zunächst Österreich angegliedert, drei Jahre später kam das Gebiet nach dem Frieden von Pressburg zum Königreich Bayern. 1806 wurde der bayerische Landgerichtsbezirk Wolfstein mit Sitz auf Schloss Wolfstein in der Landgemeinde Ort eingerichtet. Er gehörte zum Unterdonaukreis (ab 1838 Niederbayern). 1862 wurde der neue Landgerichtsbezirk Waldkirchen aus Gemeinden der Landgerichtsbezirke Wolfstein und Wegscheid errichtet und das bisherige Landgericht Wolfstein in Landgericht Freyung umbenannt. Beide Landgerichtsbezirke gehörten zum Bezirksamt Wolfstein. 1938 wurden die Bezirke in Landkreise und die Bezirksämter in Landratsämter umbenannt. Seit der Eingemeindung der Gemeinde Ort am 1. April 1954 steht Schloss Wolfstein auf dem Gebiet der Stadt Freyung. 1972 wurde der Landkreis Wolfstein aufgelöst.

Heutiger Zustand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fürstenzimmer

Das Schlossensemble umfasst einen mächtigen Wohnturm, erbaut 1199 bis 1204 und 1590, zwei niedrige Flügelbauten mit Arkaden aus dem Ende des 16. und Anfang des 17. Jahrhunderts sowie die Burgmauer mit einem vierseitig geschlossenen Innenhof. Seit 1982 beherbergt es die landkreiseigene Kunstsammlung Galerie Wolfstein mit der Sammlung zeitgenössischer Kunst aus dem ostbayerischen Raum; seit 1989 auch das Jagd- und Fischereimuseum[1] des Landkreises. Dieses wurde neu konzipiert und 2014 unter dem Namen Jagd Land Fluss neu eröffnet. Direkt vor dem Schloss befindet sich in einem Neubau das Dienstgebäude Wolfstein des Landkreises Freyung-Grafenau.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Peter Dillinger: Schloss Wolfstein. Von einer Schutzburg zur Kunstgalerie. In: Der Bayerwald. 101, 2, 2009, ISSN 0405-0851, S. 13–18.
  • Paul Praxl: Die Geschichte des Schlosses Wolfstein. s. n., Freyung, 1991.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schloss Wolfstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. JAGD LAND FLUSS Museum im Schloss Wolfstein; 741 kB