Freyung

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Freyung (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Freyung
Freyung
Deutschlandkarte, Position der Stadt Freyung hervorgehoben
Koordinaten: 48° 48′ N, 13° 33′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Freyung-Grafenau
Höhe: 655 m ü. NHN
Fläche: 48,64 km²
Einwohner: 7194 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 148 Einwohner je km²
Postleitzahl: 94078
Vorwahlen: 08551, 08558
Kfz-Kennzeichen: FRG, GRA, WOS
Gemeindeschlüssel: 09 2 72 118
Stadtgliederung: 27 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausplatz 1
94078 Freyung
Webpräsenz: www.freyung.de
Bürgermeister: Olaf Heinrich (CSU)
Lage der Stadt Freyung im Landkreis Freyung-Grafenau
Landkreis Regen Landkreis Deggendorf Landkreis Passau Schöfweg Waldhäuserwald Schönbrunner Wald Schlichtenberger Wald Sankt Oswald Pleckensteiner Wald Philippsreuter Wald Mauther Forst Spiegelau Graineter Wald Annathaler Wald Zenting Waldkirchen Thurmansbang Spiegelau Schönberg (Niederbayern) Neuschönau Sankt Oswald-Riedlhütte Saldenburg Röhrnbach Ringelai Philippsreut Perlesreut Neureichenau Mauth Jandelsbrunn Innernzell Hohenau (Niederbayern) Hinterschmiding Grainet Grafenau (Niederbayern) Fürsteneck Freyung Eppenschlag Schöfweg Leopoldsreuter Wald Frauenberger u. Duschlberger Wald Haidmühle Österreich TschechienKarte
Über dieses Bild

Freyung ist die Kreisstadt des Landkreises Freyung-Grafenau im Regierungsbezirk Niederbayern. Die Stadt liegt im Dreiländereck Bayerischer Wald, nahe an der Grenze zu Tschechien und Österreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kreisstadt Freyung liegt im Südosten des Bayerischen Waldes am Ufer des Saußbaches, der später die Wolfsteiner Ohe bildet. Nördlich von Freyung befindet sich der Nationalpark Bayerischer Wald. Freyung liegt 33 km nördlich von Passau, 17 km von der Grenze zu Tschechien, 18 km von Grafenau und 27 km von der Grenze zu Österreich entfernt.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freyung (Bayerischer Wald)
Klimadiagramm
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Temperatur in °C
Quelle: http://www.klima.org/deutschland/klima-freyung/
Monatliche Durchschnittstemperaturen für Freyung (Bayerischer Wald)
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Max. Temperatur (°C) 0 2 9 14 19 22 24 22 20 13 6 2 Ø 12,8
Min. Temperatur (°C) -6 -5 -2 3 7 11 12 12 9 4 -1 -4 Ø 3,4
Sonnenstunden (h/d) 3 3 5 6 7 6 7 7 6 4 2 1 Ø 4,8
Regentage (d) 17 17 15 15 16 17 16 17 12 12 15 17 Σ 186
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Blick vom Steinberg auf die Kreisstadt Freyung

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Siedlungen aus dem 13. Jahrhundert auf dem Gebiet der heutigen Stadt Freyung sind bekannt; die Einwohner ließen sich in der Nähe der alten Burg Wolfstein, die der Bischof Wolfger von Erla um 1200 errichten ließ, in einem Rodungsdorf nieder. Zuvor hatte Kaiser Heinrich VI. das Land 1193 an einige Passauer Bischöfe abgetreten. Die Freyung war damals noch kein Ortsname, sondern bezeichnete ein Gebiet, in dem den Siedlern eine Freiung, das heißt eine Befreiung von den Steuern, gewährt wurde. 1301 wurde dieser Ort als Purchstol zu Wolferstein und ein Wald dazu erstmals urkundlich erwähnt.

Bereits 1354 erhielt der Nachbarort Kreuzberg, der Anfang des 14. Jahrhunderts gegründet worden war, das Marktrecht, das 1523 auf Freyung übertragen wurde. Als im Jahre 1380 in Freyung eine Pfarrkirche errichtet wurde, war Kreuzberg schon länger ein bekannter Wallfahrtsort. Die heutige Kreuzberger Pfarrkirche und die erste Schule des Ortes wurden um 1500 erstmals erwähnt. Im Mittelalter wurden die beiden Ortschaften zweimal von der Pest heimgesucht, was jedoch der Popularität des Wallfahrtsortes nicht schadete.

Als 1803 das Fürstbistum Passau mit dem Reichsdeputationshauptschluss aufgelöst wurde, fiel Freyung zunächst dem österreichischen Herzogtum Salzburg zu und kam zwei Jahre später mit dem Frieden von Pressburg an das Königreich Bayern. 1811 wurden 535 Einwohner gezählt. Bei einem verheerenden Stadtbrand 1872 wurden 39 der etwa 70 Häuser zerstört.

Am 3. Dezember 1953 wurde Freyung zur Stadt erhoben. Nach der Eingemeindung von Ort war Freyung vom 1. April 1954 bis zum 30. Juni 1972 Kreisstadt des Landkreises Wolfstein. Nach der Vereinigung des Landkreises mit dem Landkreis Grafenau, wurde sie Kreisstadt des Landkreises Freyung-Grafenau.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. April 1954 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Ahornöd und Ort eingegliedert. Da sich in Ort der Sitz des Landratsamtes des Landkreises Wolfstein befand, wurde Freyung zur neuen Kreisstadt dieses Landkreises. Kreuzberg kam am 1. April 1971 hinzu.[2] Am 1. Mai 1978 wurden Teile der Gemeinde Kumreut nach Freyung umgegliedert.[3] Es gibt 27 Ortsteile[4]:

Ausgliederungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. März 1979 wurde ein Gebiet mit etwa 500 Einwohnern an den Markt Röhrnbach abgetreten.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 2004 2010 2011 2012 2013 2014 2015
Einwohner 7.228 6.923 6.923 6.952 6955 7.083 7.212

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Volkszählung am 25. Mai 1987 hatte Freyung 7124 Einwohner, von denen 6582 (92,4 %) römisch-katholisch, 393 (5,5 %) evangelisch und 149 Einwohner (2,1 %) andersgläubig waren.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Kommunalwahl am 16. März 2014 ergab sich folgende Stimmenverteilung:[5]

Liste / Partei Stimmenanteil
Christlich-Soziale Union in Bayern (CSU) 50,5 %
Bürgergemeinschaft Stadt und Land (BGStuL) 22,3 %
Ökologisch-Demokratische Partei (ödp) 9.9 %
Überparteiliche Wähler Freyung-Kreuzberg 8,6 %
Junge Wähler Union 8,7 %
Sitzverteilung
CSU SPD BGStuL ödp ÜWFK FDP JWU Gesamt
2008 10 1 4 2 1 1 1 20
2014 10 4 2 2 2 20

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Derzeit besteht die Stadtspitze[6] aus

  • Erstem Bürgermeister Olaf Heinrich, CSU (2008: 62,74 % der gültigen Stimmen im ersten Wahlgang, 2014: 94,53 %[7])
  • Zweitem Bürgermeister Alexander Muthmann, BGStuL
  • Drittem Bürgermeister Herbert Schiller, CSU

Abgeordnete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eingangsbereich des Schramlhauses

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filmtheater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Cineplex im Stadtplatzcenter wurde im November 2013 eröffnet.[8] Es besitzt insgesamt vier Kinosäle mit 500 Sitzplätzen und 3D-Technologie.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtplatz in Freyung
  • Katholische Stadtpfarrkirche Maria Himmelfahrt
  • Pfarrhof
  • Katholische Wallfahrtskirche St. Anna in Kreuzberg
  • Wiesbauerhaus (Stadtplatz 6)

Liste der Baudenkmäler in Freyung

Marienbrunnen auf dem Stadtplatz in Freyung

Parks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Märkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Frühjahr und im Herbst organisiert die Werbegemeinschaft Freyung den SonnYtag.

Historische Feste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das bekannteste historische Fest, das Freyunger Schlossfest, findet jährlich am 1. Septemberwochenende statt.

Kulturwochen Wolfsteiner Herbst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle zwei Jahre werden die Kulturwochen Wolfsteiner Herbst durchgeführt. Der nächste "Wolfsteiner Herbst" findet 2017 statt.

Schutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Industrie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • In dem Carbidwerk Freyung werden künstliche Edelsteine hergestellt.
  • Kunststoffverarbeitung Freyung (Werk der Karl Bachl GmbH & Co. KG)
  • Kunststoffverarbeitung Freyung (Aptar Freyung GmbH)
  • Traditionsbraukunst in der Brauerei Lang
  • Serverhersteller Thomas-Krenn.AG
  • Beutlhauser Stanztec AG
  • Max Fuchs AG

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt an der Einmündung der B 533 in die B 12. Diese stellen den Anschluss an die Bundesautobahn 3 her; die B 12 führt bis zum Grenzübergang bei Philippsreut, wo sie in die tschechische Straße I/4 mündet, die über Strakonitz bis ins 180 km entfernte Prag führt.

Der öffentliche Nahverkehr konzentriert sich auf Busse der RBO. Im Ortsverkehr wird ein Stadtbus, der von einem lokalen Busunternehmer betrieben wird, angeboten.

Nach Freyung führt die von Passau kommende Ilztalbahn. Diese wird seit 1982 nicht mehr im regulären Personenbetrieb bedient. Nach Flutschäden lag sie von August 2002 bis August 2009 brach. Anschließend wurde sie durch die Ilztalbahn GmbH und den Förderverein Ilztalbahn e. V. reaktiviert und wird seit 12. September 2010 zwischen Freyung und Waldkirchen und seit dem 15. Juli 2011 auf ganzer Länge wieder befahren. Im Rahmen des Freizeitverkehrsprojektes Donau-Ilz-Moldau wird nun an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen im Sommerhalbjahr und zu Sonderfahrten ganzjährig Zugverkehr durchgeführt.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landratsamt Freyung-Grafenau in Freyung

Bildung und Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Technologie Campus in Freyung

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 595.
  3. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 628.
  4. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111212/004253&attr=OBJ&val=648
  5. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Kommunalwahlen
  6. Website Freyung – Stadträte
  7. www.wahl.info
  8. Cineplex im Bayerischen Wald. Abgerufen am 26. Mai 2016.
  9. Mitglieder des 17. Deutscher Bundestag. Abgerufen am 28. Mai 2016.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Freyung – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Freyung – Reiseführer