Schokinag-Schokolade-Industrie

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SCHOKINAG-Schokolade-Industrie GmbH

Logo
Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1923
Sitz Mannheim, Deutschland
Mitarbeiterzahl 150 (2018)
Umsatz 162 Mio. €[1]
Branche Lebensmittel
Website http://www.schokinag.com

Die Schokinag-Schokolade-Industrie GmbH (Eigenschreibweise: SCHOKINAG) ist ein Lebensmittelunternehmen mit Sitz in Mannheim. Es zählt zu den führenden Schokoladenherstellern in Europa.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altes Logo der Schokinag

Schokinag wurde 1923 durch die Bankdirektoren Hans Herrmann und Fritz Ammon als Fabrik für Industrieschokoladen gegründet.[3] Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde die Firma ab 1945 wiederaufgebaut. 1978 übernahm der Enkel Hans-Joachim Herrmann die Führung des Unternehmens. Großinvestitionen in den Jahren 1990, 1993 und 2000 unterstützten das weitere Wachstum. 1991 wurde die SCHOKINAG North America gegründet 1997 folgte die Gründung der SCHOKINAG UK und 2006 der SCHOKINAG Chocolate Belgium.

2009 wurde das bisherige Familienunternehmen vom amerikanischen Nahrungsmittelkonzern Archer Daniels Midland (ADM) übernommen.[4] 2015 verkaufte ADM die Schokoladenproduktion an den US-Konzern Cargill, während die Kakao-Sparte zunächst im Eigentum von ADM verblieb.[5] 2016 wurde Schokinag von zwei niederländischen Finanzinvestoren übernommen.[6] 2020 erfolgte schließlich die Übernahme durch das malaysische Unternehmen Guan Chong Berhad (GCB).[7]

Aktuell weist Schokinag eine jährliche Produktionskapazität zwischen 80.000 und 90.000 Tonnen auf. Zielmärkte der Schokinag sind hauptsächlich die Märkte innerhalb der Europäischen Union.

Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen verarbeitet Kakaobohnen zu Kakaomasse und stellt daraus sowohl flüssige als auch feste Schokoladen und Kuvertüren her. 1959 lieferte Schokinag erstmals flüssige Schokolade. Heute produziert das Unternehmen dunkle, Milch- und weiße Schokoladen, Kuvertüren und Fettglasuren in flüssiger (hauptsächlich für Confiserie-, Backwaren- und für die Eiscreme-Industrie) oder fester Form (sogenannte Chips zum Wiederaufschmelzen, Einbacken und Dekorieren und Chunks für die Verwendung in der Backwarenindustrie). Weitere Produkte sind Dekorartikel und Halbfertigwaren wie Curls, Shavings, Spaghetti und Microchips.

Die Produkte werden nicht an Endverbraucher, sondern ausschließlich an den Großhandel und weiterverarbeitende Betriebe geliefert. Dabei arbeitet das Unternehmen sowohl mit standardisierten als auch mit maßgeschneiderten Rezepturen.[8]

Zertifizierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schokinag verfügt über die Zertifizierungen IFS Food, ISO 50001, Kosher Dairy und HALAL. Das Unternehmen bietet auch nachhaltige Produkte mit den folgenden Zertifizierungen: Fairtrade (Mass Balance), UTZ (Mass Balance), Rainforest Alliance (Segregated) an.[9]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Konzernabschluss 2018, veröffentlicht im Bundesanzeiger
  2. Schokinag - FoodChain. In: FoodChain. 16. Oktober 2018 (foodchainmagazine.com [abgerufen am 6. November 2018]).
  3. Guido Walz: Der Brockhaus: Mannheim. 2006.
  4. www.proplanta.de: US-Unternehmen kauft Mannheimer Schokoladenfirma Schokinag. In: proplanta.de. 25. Januar 2009 (proplanta.de [abgerufen am 6. November 2018]).
  5. Mannheim: Cargill übernimmt Schokoladensparte von Schokinag. 17. Juli 2015 (rnf.de [abgerufen am 6. November 2018]).
  6. sp-Portrait: Dem Kunden stets den besten Service bieten. In: https://www.sg-network.org/. (sg-network.org [abgerufen am 6. November 2018]).
  7. Guan Chong Berhad übernimmt Schokinag-Schokolade-Industrie. Abgerufen am 21. April 2020.
  8. SCHOKINAG-Schokolade-Industrie GmbH | Products. Abgerufen am 21. April 2020.
  9. SCHOKINAG-Schokolade-Industrie GmbH | Certifications. Abgerufen am 21. April 2020.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 49° 29′ 44,7″ N, 8° 27′ 45,8″ O