Schott Solar

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Folgende Teile dieses Artikels scheinen seit 2012 nicht mehr aktuell zu sein: Anpassung an veränderte Firmenstruktur / Anzahl Mitarbeiter / Geschäftstätigkeit notwendig.
Bitte hilf mit, die fehlenden Informationen zu recherchieren und einzufügen.

Schott Solar AG

Logo
Rechtsform Aktiengesellschaft
Sitz Mainz DeutschlandDeutschland Deutschland
Mitarbeiterzahl 2.300 (2008/09)
Branche Solarindustrie

Die Schott Solar AG (bis August 2008 SCHOTT Solar GmbH) mit Firmensitz in Mainz (Deutschland) ist ein internationales Solarunternehmen, welches Receiver für Solarkraftwerke mit Parabolrinnentechnologie entwickelt, fertigt und vermarktet. Bis Juni 2012 wurden kristalline Photovoltaik-Solarmodule[1] sowie bis Dezember 2013 a-Si-Dünnschichtmodulen entwickelt, gefertigt und vermarktet.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1958 begann bei AEG Telefunken die Entwicklung von Solarzellen für die Raumfahrt, insbesondere für die Energieversorgung von Satelliten. Danach startete das Unternehmen, das später in der Deutschen Aerospace AG (DASA) aufging, mit der Produktion von siliciumbasierten Solarzellen für Anwendungen auf der Erde. 1979 begann die RWE-Tochter Nukem mit der Entwicklung von Solarzellen und Modulen aus kristallinem Silicium. Gleichzeitig entwickelte die Messerschmitt-Bölkow-Blohm (MBB) zusammen mit Total Energy im Rahmen des Joint Ventures Phototronics in München die Grundlage für eine Dünnschichttechnologie auf der Basis von amorphem Silicium. Aus den Photovoltaik-Aktivitäten von DASA, Nukem und Phototronics ging 1994 die Angewandte Solarenergie GmbH (ASE) hervor, eine Tochter der RWE mit Sitz in Alzenau. 2002 gründeten RWE und Schott schließlich das Joint Venture RWE Schott Solar. Die Schott Solar GmbH entstand 2005 nach der Übernahme aller Anteile der RWE Schott Solar GmbH durch die Schott AG.

Gemeinsam mit dem in München ansässigen Unternehmen Wacker Chemie wurde im August 2007 ein Joint Venture gegründet, aus dem sich Wacker im September 2009 wieder zurückgezogen hatte.

Im Oktober 2008 sollte der Börsengang der Schott Solar AG erfolgen. Für den 9. Oktober 2008 war die Erstnotiz an der Frankfurter Wertpapierbörse im Segment Prime Standard geplant. Aufgrund der weltweiten Wirtschaftslage und der Turbulenzen an der Börse wurde der Gang an die Börse allerdings auf unbestimmte Zeit verschoben.[3]

Im Juni 2012 wurde der Rückzug aus der Produktion kristalliner Solarmodule verkündet.[4] Kurz darauf wurde im August 2012 die Schließung des Werks in Tschechien bekannt gegeben,[5] sowie im September 2012 Kürzungen in der Entwicklung im Jenaer Technologiezentrum.[6] Im Dezember 2013 wurde der Rückzug aus der Dünnschicht-Produktion verkündet.[7]

Firmengebäude in Valašské Meziříčí

2008 beschäftigte die Schott Solar AG 2.300 Mitarbeiter, davon rund 100 davon in Forschung und Entwicklung. Standorte befanden sich in jenem Jahr in Deutschland (Alzenau, Jena und Mitterteich) sowie in der Tschechischen Republik (Valašské Meziříčí), Spanien (Aznalcóllar) und den USA (Albuquerque).

Unternehmensprofil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schott Solar AG entwickelt, fertigt und vermarktet Solar Receiver, eine der Schlüsselkomponenten für Solarkraftwerke mit Parabolrinnentechnologie. Sie ist seit 2005 eine hundertprozentige Tochter des internationalen Technologiekonzerns Schott AG.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schott Solar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Schott Solar bestätigt Rückzug. pv magazine Deutschland, 29. Juni 2012, abgerufen am 6. Februar 2016.
  2. Schott steigt auch aus Dünnschichtgeschäft aus. pv magazine Deutschland, 11. Dezember 2013, abgerufen am 6. Februar 2016.
  3. Verschiebung auf unbestimmte Zeit – Schott Solar sagt Börsengang ab. Gabor Steingart, 8. Oktober 2008, abgerufen am 6. Februar 2016.
  4. Schott Solar bestätigt Rückzug. pv magazine Deutschland, 29. Juni 2012, abgerufen am 6. Februar 2016.
  5. Schott Solar schließt Werk in Tschechien. pv magazine Deutschland, 4. Juli 2012, abgerufen am 6. Februar 2016.
  6. Schott Solar kürzt weiter. pv magazine Deutschland, 28. September 2012, abgerufen am 6. Februar 2016.
  7. Schott steigt auch aus Dünnschichtgeschäft aus. pv magazine Deutschland, 11. Dezember 2013, abgerufen am 6. Februar 2016.

Koordinaten: 50° 0′ 50,7″ N, 8° 14′ 47,3″ O