Schwarzbach (Wupper)

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Schwarzbach
Mündung des Schwarzbach in die Wupper

Mündung des Schwarzbach in die Wupper

Daten
Gewässerkennzahl DE: 2736512
Lage Wuppertal, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Flusssystem Rhein
Abfluss über Wupper → Rhein → Nordsee
Quelle Bei Wuppertal-Mollenkotten
51° 18′ 13″ N, 7° 13′ 37″ O
Quellhöhe 286 m ü. NN[1]
Mündung In Wuppertal-Oberbarmen (Berliner Platz) in die WupperKoordinaten: 51° 16′ 29″ N, 7° 13′ 19″ O
51° 16′ 29″ N, 7° 13′ 19″ O
Mündungshöhe 162 m ü. NN[1]
Höhenunterschied 124 m
Sohlgefälle 31 ‰
Länge 4 km[2]
Einzugsgebiet 7,115 km²[2]

Der Schwarzbach, im Oberlauf auch Mählersbeck genannt, ist ein 4,035 Kilometer[2] langer Bach im Wuppertaler Stadtbezirk Oberbarmen. Er ist ein rechter Zufluss der Wupper.

Der Bach ist Namensgeber für die Straße Schwarzbach. Die dichte innerstädtische Wohnbebauung im Wuppertaler Wohnquartier Oberbarmen-Schwarzbach an dieser Straße nennt man ebenfalls „In der Schwarzbach“. Auch der Name im Oberlauf, Mählersbeck, stand Pate für eine Straße und eine Ansiedlung mit Freibad und Kleingartenanlage.

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name leitet sich vermutlich von seinem schwarzen Bachbett ab. Ältere Namen sind Formen wie Schwatte Becke (Beek, Beck, Becke ist eine niederdeutsch Form von Bach). Bereits 1614 wird die Flur „auff der schwarzer Beck“ erwähnt.[3]

Topografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bach entspringt auf 277 Meter Höhe über Normalnull bei dem Ortsteil Mollenkotten im Wohnquartier Nächstebreck-West, südlich der Bundesautobahn 46 unmittelbar an deren Trasse. Er erhält unmittelbar hinter der Quelle von rechts einen Zulauf, der zuvor die Autobahn unterquert hat. Kurz darauf bekommt er Zufluss vom Mollenkotter Siepen.

Der Schwarzbach fließt in südöstlicher Richtung in einem naturnahen Raum, der aus Feldern und Wiesen besteht und nur wenige einzelne Siedlungsplätze wie Ochsenkamp oder Horst besitzt. Bei der Ortslage Mählersbeck mündet linkerhand die Junkersbeck in den Schwarzbach, der größte Zufluss. In einer Dole unterquert es das Gelände des Freibads Mählersbeck, anschließend durchfließt er das Gelände der Kleingartenanlage In der Mählersbeck.

Verdolt unterquert er die Landesstraße L891 und kommt noch mal kurz an das Tageslicht, um nach einer weiteren Dole die Schellenbeck aufzunehmen. Kurz nach dem Zufluss verschwindet der Bach nun bis zu seiner Mündung in einer langen Dole. Er unterquert die Landesstraße L58, im 18. und 19. Jahrhundert ein bedeutender Kohlenweg zwischen dem Ruhrgebiet und Barmen, und folgt östlich dem Verlauf der dicht bebauten Straße Schwarzbach zur Wupper. Dabei passiert der Bach das umfangreiche ehemalige Werksgelände der Firma Luhns.

Im Tal unterquert er die Bundesstraße 7 und den Berliner Platz und mündet unter der Schwebebahnendhaltestelle Oberbarmen gegenüber dem Oberbarmer Bahnhof in die Wupper.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom Mittelalter bis 1922 war der Bach Grenzgewässer. Er trennte unter anderem das Amt Beyenburg des Herzogtums Berg von dem Amt Wetter der Grafschaft Mark und war bis zur Eingemeindung Nächstebrecks in Barmen auch Grenze zwischen dem Rheinland und Westfalen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Deutsche Grundkarte 1:5000
  2. a b c FlussGebietsGeoinformationsSystem des Wupperverbandes
  3. Wolfgang Stock: Wuppertaler Straßennamen. Thales Verlag, Essen-Werden 2002, ISBN 3-88908-481-8

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schwarzbach (Wupper) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien