Schweizerischer Verband des Personals öffentlicher Dienste

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Der Schweizerische Verband des Personals öffentlicher Dienste (VPOD) (französisch Syndicat des services publics (SSP)) ist eine schweizerische Gewerkschaft im Schweizerischen Gewerkschaftsbund (SGB). Das Zentralsekretariat ist in Zürich domiziliert. Präsidentin ist Katharina Prelicz-Huber. Der VPOD ist Mitglied der Internationalen Transportarbeiter-Föderation (ITF), der Internationalen der öffentlichen Dienste (IÖD), der Bildungsinternationalen (BI) und des Internationalen Gewerkschaftsbundes (IGB).

Branchen und Regionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der VPOD organisiert die folgenden Branchen:

  • vpod bildung, erziehung, wissenschaft
  • vpod Bundespersonal
  • vpod büro
  • vpod energie
  • vpod gesundheitsberufe
  • vpod handwerk
  • vpod industrie
  • vpod nahverkehr
  • vpod NGO
  • vpod sozialberufe
  • vpod uni und fachhochschule

Der VPOD verfügt über zwei Zentralsekretariate in Zürich und in Lausanne und verschiedene Regionalsekretariate in der ganzen Schweiz.

Der VPOD unterstützt das Schweizerische Arbeiterhilfswerk (SAH).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Vorläuferorganisationen des VPOD reichen bis in die 1890er Jahre zurück, als in verschiedenen Schweizer Städten Gemeinde- und Staatsarbeiter Verbände gründeten. 1896 entstanden die ersten Strassenbahnerverbände in Bern und in Zürich. Als Gründungsdatum des vpod gilt der 19. November 1905, an dem in Zürich der Verband der Gemeinde- und Staatsarbeiter der Schweiz gegründet wurde. Erster Präsident war Herman Greulich.

1908 wurde ein Zentralsekretariat eröffnet; gleichzeitig erschien – unter dem Titel „Plus haut – Aufwärts – In alto“ die erste Verbandszeitung. 1920 erfolgte dann der Zusammenschluss mit dem Schweizerischen Strassenbahnerverband, 1924 die Namensänderung in Schweizerischer Verband des Personals öffentlicher Dienste vpod. 1926 führte der Verband eine Arbeitslosenversicherung als Selbsthilfeorganisation ein. Während des Zweiten Weltkriegs engagierte sich der VPOD unter seinem damaligen Sekretär Hans Oprecht stark für die Flüchtlinge.

Eine Zeitenwende kündigte sich in den 1970er Jahren mit der ersten Präsidentin Ria Schärer und mit Walter Renschler an, der ab 1974 zwanzig Jahre lang als geschäftsleitender Sekretär den Verband führte. 1975 stieg die Mitgliederzahl auf über 40'000; immer stärker kamen nun Frauen, Beschäftigte der stark wachsenden Gesundheits- und Sozialberufe, in den Verband. Ihr Kampf für gleichen Lohn für gleiche Arbeit gipfelte 1991 im Frauenstreik, der massgeblich auf die Initiative des vpod zurückging.

1994 erhielt der vpod mit Doris Schüepp die erste Generalsekretärin; mit der Wahl von Christine Goll zur Präsidentin im Jahr 2003 hatte er bis zur Wahl des aktuellen Generalsekretärs Stefan Giger 2008 sogar eine weibliche Doppelspitze. Das Präsidium der Gewerkschaft bleibt in Frauenhand: Im März 2010 wurde Katharina Prelicz-Huber zur 14. Präsidentin in der Geschichte des vpod gewählt.

Mitgliederzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mitgliederzahl nahm jeweils gegen Ende der beiden Weltkriege sowie zu Beginn der Weltwirtschaftskrise markant zu und stagnierte Mitte der 1960er bis Mitte der 1990er Jahre bei ca. 40'000, nahm danach auf unter 35'000 ab und steigt seit 2008 wieder an (1906 1'649; 1920 10'229; 1940 18'505; 1960 36'898; 1993 42'561; 2000 36'619; 2010 35'500).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]