Schwermineral

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Goldwäscher beim Ausschwemmen der leichten Partikel in der Waschpfanne

Schwermineral ist ein Begriff aus der Mineralogie und Petrographie und bezeichnet Minerale, die eine höhere Dichte als 2,9 g/cm³ besitzen.

Bekannte Schwerminerale sind vor allem viele Schmucksteine (Edelsteine) wie unter anderem Turmaline (2,82 bis 3,32 g/cm³), Diamant (3,52 g/cm³), Granate (3,5 bis 4,3 g/cm³) und Zirkon (4,6 bis 4,7 g/cm³), aber auch Edelmetalle wie Gold (19,32 g/cm³) und Platin (21,45 g/cm³), die sich bei der Suche in Seifen-Lagerstätten in der Waschpfanne anreichern (siehe auch Goldwaschen).

Das Schwerekonzentrat, in Form von feinkörnigen Mineral- oder Erzkonzentraten auch als Schlich bezeichnet, setzt sich je nach Herkunftsort sehr unterschiedlich zusammen. Typische Vertreter sind hier die Minerale Kassiterit, Hämatit, Magnetit und Ilmenit. Sie stellen meist den Hauptteil des Schwerekonzentrats und besonders der Hämatit ist an fast allen Fundorten vertreten.

Im Allgemeinen hängt es aber von der geologischen Struktur des Einzugsgebiets des Gewässers ab, welche mineralogische Zusammensetzung das Schwerekonzentrat hat.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rudolf Graubner: Lexikon der Geologie, Minerale und Gesteine. Emil Vollmer Verlag, München 1980, ISBN 3-87876-327-1, S. 348.
  • Hans Murawski, Wilhelm Meyer: Geologisches Wörterbuch. 12. Auflage. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2010, ISBN 978-3-8274-1810-4, S. 150.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]