Sebastian Beck

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Hans Sebastian Beck (* 1. Oktober 1583 in Basel; † 6. März 1654, anderes Datum 9. März 1654 ebenda) war ein Schweizer evangelischer Geistlicher und Hochschullehrer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sebastian Beck war der Sohn von Hans Valentin Beck (1549–1607), Ratsherr und Schaffner des Lützelhofes, und dessen Ehefrau Martha Iselin (1551–1618), Tochter des Juristen Ulrich Iselin (1524–1564).

Er immatrikulierte sich an der Universität Basel zu einem Philosophie- und Theologiestudium, das er 1604 mit dem Magister Artium abschloss; am 21. Mai 1611 promovierte er zum Dr. theol.

Bevor ihn die Universität Basel am 5. Juni 1612 zum Professor für Altes Testament berief, war er möglicherweise von 1606 bis 1608 Pfarrer in Baden und anschliessend Pfarrer in Altlußheim[1]; am 24. Februar 1618 erhielt er den Lehrstuhl für das Neue Testament. In den Jahren 1625, 1633, 1640 und 1648 war er Rektor der Universität.

Seine Lehrtätigkeit trug wesentlich zur Festigung der reformierten Orthodoxie in Basel bei.[2]

Gemeinsam mit Johann Buxtorf, Wolfgang Meyer und Ludwig Lutz (1577–1642) nahm er 1618/1619 an der Synode von Dordrecht in den Niederlanden teil;[3] dort verteidigte er die strenge Prädestinationslehre gegen die Arminianer.[4] Nach Beendigung der Synode reiste er über England, Frankreich und Lothringen nach Basel zurück.[5]

Er stand im Briefwechsel mit dem Zürcher reformierten Pfarrer Johann Jakob Breitinger.[6]

Sebastian Beck heiratete am 30. August 1619 Anna Maria (* 20. Januar 1594 in Basel; † 19. April 1650 ebenda)[7], Tochter von Hans Rudolf Burckhardt (1558–1617), Seidenhändler. Gemeinsam hatten sie vier Kinder:

  • Emanuel Beck (* 1624 in Basel, † 1677 ebenda), Wollhändler, Zunftmeister, Ratsherr, verheiratet mit Dorothea (1634–1698), Tochter von Hans Heinrich Hummel (1596–1670);
  • Christoph Beck (* 1626 in Basel, † 7. September 1658 ebenda), Philosophie-Professor, verheiratet mit Sybilla (1631–1695), Tochter von Hans Heinrich Hummel;
  • Theodor Beck (* 1633; † 1670), Pfarrer, verheiratet mit Maria (1636–1719), Tochter des Geistlichen Johannes Gernler (1583–1656);
  • Dorothea Beck (1640–1710), verheiratet mit Johannes Buxtorf (1636–1710), Ratsherr und Landvogt von Farnsburg, ihr gemeinsamer Sohn war der Orientalist Johann Buxtorf.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Amy Nelson Burnett: Teaching the Reformation: Ministers and Their Message in Basel, 1529-1629. Oxford University Press, 2006, ISBN 978-0-19-804165-8, S. 350 (google.de [abgerufen am 22. Oktober 2019]).
  2. Jan-Andrea Bernhard: Konsolidierung des reformierten Bekenntnisses im Reich der Stephanskrone: Ein Beitrag zur Kommunikationsgeschichte zwischen Ungarn und der Schweiz in der frühen Neuzeit (1500-1700). Vandenhoeck & Ruprecht, 2015, ISBN 978-3-647-55070-1, S. 486 (google.de [abgerufen am 22. Oktober 2019]).
  3. Willem van Irhoven (Hrsg.): Canones Synodi nationalis Dordracenae, ofte Oordeel des Synodi nationalis der Gereformeerde Kercken van de Vereenigde Nederlanden: ghehouden binnen Dordrecht, inden jare 1618 ende 1619. J. H. Vonk van Lynden, Utrecht 1752, S. 23, 40, 69 und 95 (Google-Books).
  4. Karl Rudolf Hagenbach: Die theologische Schule Basel's und ihre Lehrer von Stiftung der Hochschule 1460 bis zu De-Wette's Tod 1849. Schweighauser, 1860, S. 23 (google.de [abgerufen am 22. Oktober 2019]).
  5. Matthias Graf: Beyträge zur Kenntniss der Geschichte der Synode von Dordrecht. J.G. Neukirch, 1825, S. 114 (google.de [abgerufen am 22. Oktober 2019]).
  6. Universitätsbibliothek Basel / Brief an Sebastian Beck. Abgerufen am 21. Oktober 2019.
  7. Stammbuch Beck. (PDF) Abgerufen am 21. Oktober 2019.