Sedad Hakkı Eldem

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Sedad Hakkı Eldem (* 18. August 1908 in Istanbul; † 7. September 1988 in Istanbul) war ein türkischer Architekt und Architekturtheoretiker. Er gilt als einer der führenden Architekten der Türkei des 20. Jahrhunderts.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eldem stammt aus einer angesehenen osmanischen Familie; sein Vater war Diplomat. In seiner Jugend lebte er in mehreren europäischen Staaten u.a. besuchte er die Ecole Cuchet in Genf und das Altes Realgymnasium in München.

1924 begann er ein Architekturstudium an der Kunstakademie von Istanbul. 1928 war er mit einem Stipendium in Berlin und Paris, wo er die Architekten Hans Poelzig, Auguste Perret und Le Corbusier kennenlernte. 1931 wurde er Professor an der Kunstakademie und freier Architekt. Von 1941 bis 1949 war er Dekan der Fakultät für Architektur. Darüber hinaus war er Vorsitzender mehrerer staatlicher Organisationen für Architektur und Denkmalschutz. Mit den Einflüssen aus Europa und der Architektur von Frank Lloyd Wright modernisierte er die türkische Architektur und entwarf zahlreiche bedeutende Bauten in Istanbul.

2008 widmete ihm das Ottomanische Bank Museum ein Archiv.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Türkischer Pavillon in Budapest, 1931
  • Türkischer Pavillon in New York, 1938
  • Fakultät für Literatur und Naturwissenschaften der Universität Ankara, 1942–1943
  • Fakultät für Naturwissenschaften der Universität Istanbul, 1943–1945
  • Taşlık-Kaffeehaus, 1947–1948 (zerstört)
  • Justizpalast in Istanbul, 1948
  • Hilton Hotels in Istanbul, 1952–1955
  • Kıraç Mansion, 1965–1968
  • Koç House, 1975–1980
  • Botschaft von Indien, 1965–1968
  • Botschaft der Niederlande, 1973–1977
  • Social Security Complex in Istanbul, 1962–1964

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jonathan M. Bloom, Sheila S. Blair: Grove Encyclopedia of Islamic Art & Architecture. Oxford University Press, New York 2009, ISBN 978-0-19-530991-1, S. 50.
  • Martina Müller-Wiener: Eldem, Sedad Hakki. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL). Band 33, Saur, München u. a. 2002, ISBN 3-598-22773-6, S. 179.
  • Sibel Bozdogan, Suha Özkan, Engin Yenal: Sedad Eldem. Architect in Turkey (= Architects in the Third World). Concept Media, Singapore 1987, ISBN 0-89381-292-7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]