Seeon (Seeon-Seebruck)

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Seeon
Wappen von Seeon
Koordinaten: 47° 58′ 30″ N, 12° 26′ 52″ O
Höhe: 534 m
Einwohner: 1000
Eingemeindung: 1. Januar 1980
Postleitzahl: 83370
Vorwahl: 08624
Seeon (Bayern)
Seeon

Lage von Seeon in Bayern

Seeon ist ein Ort im Norden des Landkreises Traunstein. Er ist heute Teil der Gemeinde Seeon-Seebruck und war bis 31. Dezember 1979 eine eigenständige Gemeinde.[1] Bei Seeon am Westufer des Seeoner Sees liegt das Kloster Seeon.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Seeon (früher: Niederseeon) ist am Ostufer des Seeoner Sees gelegen. Er hat etwa 1.000 Einwohner. Neben dem Kultur- und Bildungszentrum des Bezirkes Oberbayern haben sich in Seeon klein- und mittelständische Betriebe angesiedelt. Der Tourismus spielt in Seeon – abgesehen vom Bildungszentrum – nur eine untergeordnete Rolle, dieser ist eher in Seebruck zu finden.

Teile des Klostersees und die umliegenden Wälder und Moore mit weiteren Seen bilden das Naturschutzgebiet Seeoner Seen.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kupferstich in der Topographia Germaniae des Matthäus Merian, um 1644
Rathaus in Seeon
Kirche St. Thomas und St. Stephan

In Seeon finden sich einige Spuren römischer Besiedlung. Der Ortsteil Bräuhausen war lange vor der Klostergründung der Platz gewesen, auf dem ein Marstempel der römischen Besatzung stand. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 924 mit der Gründung des Klosters Seeon, das 1803 mit der Säkularisation in Bayern aufgelöst wurde. Die Klosterkirche wurde zur Pfarrkirche. 1818 entstand mit dem bayerischen Gemeindeedikt die Landgemeinde Seeon. Im Zuge der Gebietsreform kam es am 1. Januar 1980 zum Zusammenschluss der drei Gemeinden Seeon, Seebruck und Truchtlaching zur Gemeinde Seeon-Seebruck.[1] Im Zuge dieser Gemeindebildung wurden Seeon und Truchtlaching aus der Verwaltungsgemeinschaft Chieming und Seebruck aus der Verwaltungsgemeinschaft Obing entlassen.[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Meinrad Schroll (Red.): 1000 Jahre Seeon. Sewa – Seeon, 994–1994. Ein Heimatbuch. Beiträge zur Kloster-, Pfarr- und Ortsgeschichte. Herausgegeben vom Festausschuß Seeon. mediform-Verlag, Seebruck 1994, ISBN 3-9803622-1-3.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Seeon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 593.
  2. Kartenansicht und Daten des Schutzgebiets Seeoner Seen. Geodienste des Bundesamts für Naturschutz. Abgerufen am 9. Mai 2014.
  3. Art. 12 Abs. 1, 3 und 4 des Gesetzes über die Änderung der Zugehörigkeit von Gemeinden zu Verwaltungsgemeinschaften vom 10. August 1979 (GVBl S. 223)