Seitenführungskraft

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Die Seitenführungskraft ist die Kraft auf das Rad in der Kontaktzone Rad und „Fahrbahn“ senkrecht auf der Schnittlinie Fahrbahn und Radmittenebene. Unter Fahrbahn ist bei luftbereiften Fahrzeugen die Straße, bei Schienenfahrzeugen die Schiene zu verstehen.

Straßenfahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Reifen hängt die Seitenführungskraft ab von Schräglaufwinkel, Radlast, Schlupf, Radsturz sowie dem Reibwert zwischen Reifen und Fahrbahn.

Die Seitenführungskräfte werden über die Reifenlauffläche, das elastisch daran gekoppelte Rad und die Radaufhängung zum Aufbau übertragen. Die vom Reifen auf die Straße übertragbaren Kräfte begrenzenden die Querbeschleunigung in Kurven. Die Höhe der maximal möglichen Seitenführungskraft ist vom Reibwert zwischen Reifen und Fahrbahn auch von der Beschleunigungs- beziehungsweise Bremskraft abhängig. Die Zusammenhänge lassen sich mit dem Kammschen Kreis veranschaulichen.

Schienenfahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Schienenfahrzeugen bestimmt die Auslegung der Schiene (insbesondere die Kurvenneigung) und des Rades die maximale Seitenführungskraft. Dynamische Instabilitäten und der durch die Lage des Schwerpunkts definierte Kippwinkel begrenzen die maximal mögliche Kurvengeschwindigkeit für das betreffende Fahrzeug.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl-Heinz Dietsche, Thomas Jäger, Robert Bosch GmbH: Kraftfahrtechnisches Taschenbuch 25. Auflage, Friedr. Vieweg & Sohn Verlag, Wiesbaden, 2003, ISBN 3-528-23876-3