Seymour Martin Lipset

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Seymour Martin Lipset (* 18. März 1922 in New York; † 31. Dezember 2006 in Arlington, Virginia) war ein US-amerikanischer Soziologe und Politikwissenschaftler. Er gehörte zu den New York Intellectuals, einer Gruppe von anti-stalinistischen Marxisten, überwiegend wie Lipset selbst Trotzkisten.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lipset wurde in Harlem, New York City, als Sohn russisch-jüdischer Einwanderer geboren. Er machte seinen Abschluss am jüdischen City College of New York, wo er zur trotzkistischen Linken zählte. Er gehörte der Jugendorganisation der Sozialistischen Partei Amerikas, der trotzkistischen Young People's Socialist League, an, deren Vorsitzender er schließlich wurde. Er promovierte 1949 an der Columbia University in Soziologie.[1] [2]

Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seymour Martin Lipset hat 1967 zusammen mit Stein Rokkan die für die Parteienforschung wichtige Cleavage-Theorie aufgestellt. Des Weiteren prägte er den Begriff des Extremismus der Mitte. Lipset war Professor an der Stanford University (1979–90), der Harvard University und an der George Mason University in Fairfax, Virginia.

Seine Forschungsschwerpunkte waren die Politische Soziologie, die Gewerkschaften, die Öffentliche Meinung, die Soziale Schichtung und die Vergleichende Demokratieforschung.

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lipset war Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher Gesellschaften wie der American Philosophical Society, der National Academy of Sciences, der American Academy of Arts and Sciences (1962) und der National Academy of Education. Als bisher einziger Wissenschaftler war Lipset Präsident der American Political Science Association (1979–80) und der American Sociological Association (1992–93).

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monografien

  • (zusammen mit Jason M. Lakin): The democratic century, Norman 2004, ISBN 0-8061-3618-9.
  • The first new nation. The United States in historical and comparative perspective, New Brunswick 2003, ISBN 0-7658-0522-7.
  • (zusammen mit David Riesman): Education and politics at Harvard. Two essays prepared for The Carnegie Commission on Higher Education, New York 1975, ISBN 0-07-010114-0

Herausgeberschaften

  • Party systems and voter alignments. Cross-national perspectives, New York 1967.
  • (zusammen mit Aldo Solari): Elites in Latin America, New York 1967.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wikibooks: Seymour Lipset – Lern- und Lehrmaterialien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alexander Bloom: Prodigal Sons. The New York Intellectuals and Their World, Oxford University Press: NY / Oxford 1986, S. 40 / S. 341.
  2. Remembering Seymour Lipset, 'most cited' political scientist