She She Pop

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She She Pop sind ein Performance-Kollektiv mit sieben Mitgliedern in Berlin und Hamburg, das 1998 aus dem Studiengang der Angewandten Theaterwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen hervorgegangen ist. Ihre Performance-Stücke zeichnen sich durch Konzepte und originelle Spielstrukturen aus. Ständige Mitglieder sind Sebastian Bark, Johanna Freiburg, Fanni Halmburger, Lisa Lucassen, Mieke Matzke, Ilia Papatheodorou und Berit Stumpf.

She She Pop thematisiert Voyeurismus, künstlerische Prostitution und zeigt Strategien weiblicher Selbstinszenierung. Ausgangspunkt für die Arbeit von She She Pop ist häufig die Auseinandersetzung mit populären Genres wie der Seifenoper, der Gameshow oder einer Homestory. Regelmäßig arbeitet die Gruppe auf Kampnagel (Hamburg), im Hebbel am Ufer (Berlin) und im Forum Freies Theater (Düsseldorf).

Stücke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Things that I used to do (I ain't never gonna do them no more)
  • Trust! – Schließlich ist es Ihr Geld
  • She She Pop En Vogue
  • Live! – Erfolgreiche Selbstdarstellung in 45 Minuten (UA 1999 Hope & Glory Festival, Zürich)
  • Rules (UA der Theaterfassung 2001 im Podewil Berlin)
  • BAD (UA 2002 Kampnagel Hamburg)
  • Homestory (UA 2002 Prater der Volksbühne Berlin)
  • What’s wrong? (UA 2003 Westwerk, Hamburg) Spiel-Performance bei der She She Pop versucht sich gegenseitig unter den Tisch zu reden.
  • Warum tanzt ihr nicht? (UA 2004 Kampnagel Hamburg) Performance über die Essenz eines Ballabends, den der Zuschauer mit den Performerinnen zusammen durchlebt.
  • Lagerfeuer (UA 2005 Steirischer Herbst Graz) She She Pop entwickelt eine utopische Zwangsgemeinschaft am Lagerfeuer.
  • Für alle (UA 2006 Hebbel am Ufer) She She Pop spielt das Spiel des Lebens.
  • Die Relevanz-Show (UA 2007 Kampnagel Hamburg) Eine Koproduktion von She She Pop mit Kampnagel Hamburg, dem Hebbel am Ufer Berlin, dem Theaterhaus Jena und dem FFT Düsseldorf.
  • Familienalbum (UA 2008, HAU 2, Hebbel am Ufer Berlin) She She Pop schlägt das Familienalbum auf. Eine Koproduktion von She She Pop mit dem Hebbel am Ufer Berlin und dem FFT Düsseldorf.
  • Orakel-Box (UA 2008, HAU 3, Hebbel am Ufer Berlin) She She Pops Experiment schaut in die Zukunft der Zuschauer. Im Rahmen des Kongresses „Prognosen der Bewegung“.
  • Träumlabor (UA 2008 Theaterfabrik Gera) She She Pop produziert materielle Bilder aus dem vom Gast gelieferten Rohstoff-Traum. Im Rahmen von Hotel Subbotnik im ehemaligen Horten-Kaufhaus in Gera.
  • Die Welt, in dir wir leben (UA 2009, HAU 3, Hebbel am Ufer Berlin). She She Pop lässt die Zuschauer die Welt aus den Augen einer anderen Person erfahren. Eine Produktion von She She Pop in Koproduktion mit dem HAU Berlin und Kampnagel Hamburg.
  • Testament – Verspätete Vorbereitungen für den Generationswechsel nach Lear (UA 2010, HAU ZWEI, Hebbel am Ufer Berlin). She She Pop bittet ihre Väter auf die Bühne, an Shakespeares Lear wird das Generationenproblem besprochen.
  • 7 Schwestern – 40 Jahre Nichtstun (UA 2010, HAU 1, Hebbel am Ufer Berlin)
  • She She P. ist die Marquise von O... (UA 2011 im Rahmen des Kleistfestivals 2011, Maxim Gorki Theater Berlin)
  • Schubladen (UA 2012, Hebbel am Ufer Berlin)
  • Frühlingsopfer (UA 2014, Hebbel am Ufer Berlin, auch Festspielhaus Hellerau und an weiteren Häusern). She She Pop und ihre Mütter. Unter Verwendung der Musik von Strawinskis Le Sacre du Printemps stellen sie die Frage nach dem weiblichen Opfer in der Familie und Gesellschaft.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mieke Matzke, Annemarie Matzke: Testen, Spielen, Tricksen, Scheitern. Formen szenischer Selbstinszenierung im zeitgenössischen Theater; Hildesheim: Georg Olms Verlag, 2005; ISBN 3-487-12800-4
  • Gabriele Klein (Hrsg.): Stadt. Szenen – Künstlerische Praktiken und theoretische Positionen; Wien: Passagen Verlag, 2005; ISBN 3-85165-710-1
  • Bettina Masuch (Hrsg.): Wohnfront 2001–2002; Berlin: Alexander Verlag, 200; ISBN 3-89581-078-9

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Süddeutsche Zeitung, 15. Juli 2011
  2. Übersicht über die preisgekrönten Hörspiele