Shergo Biran

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Shergo Biran
Shergo Biran.jpg
Shergo Biran 2009
Spielerinformationen
Geburtstag 4. Januar 1979
Geburtsort BerlinDeutschland
Position Stürmer
Junioren
Jahre Station
1984–1985
1985–1992
1992–1994
1994–1995
1995–1996
1996–1998
Concordia Wittenau
1. FC Lübars
BFC Preussen
1. FC Lübars
FC Berlin
Reinickendorfer Füchse
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1998–1999
1999
2000–2001
2001–2002
2002–2003
2003–2004
2004
2005
2005–2006
2006
2007
2008–2010
2009–2010
2010
2011
2011–2012
Reinickendorfer Füchse
Tennis Borussia Berlin II
Reinickendorfer Füchse
Altmark Stendal
Tennis Borussia Berlin
Hansa Rostock II
Hansa Rostock
VfL Wolfsburg II
VfL Osnabrück
Eintracht Trier
SV Babelsberg 03
1. FC Union Berlin
1. FC Union Berlin II
Dynamo Dresden
1. FC Magdeburg
BFC Dynamo
32 0(9)
1 0(0)
28 0(9)
23 0(5)
31 (24)
41 (30)
2 0(0)
11 0(4)
4 0(0)
10 0(6)
30 (14)
49 (21)
3 0(3)
5 0(0)
10 0(0)
3 0(2)
Stationen als Trainer
Jahre Station
2013– TSV Rudow Berlin U-19
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Shergo Biran (* 4. Januar 1979 in Berlin) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und jetziger -trainer.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Shergo Biran spielte in seiner Jugend für zahlreiche Berliner Vereine. Über Concordia Wittenau, 1. FC Lübars, BFC Preussen und FC Berlin gelangte er 1996 schließlich zu den Reinickendorfer Füchsen. Mit der A-Jugend der Füchse wurde er im Folgejahr nordostdeutscher Meister sowie Berliner Pokalsieger und konnte sich außerdem die Torjägerkanone der Regionalliga Nordost sichern.[1] Im selben Jahr schaffte er auch den Sprung in die Männermannschaft.

Von den Füchsen wechselte er zur Saison 1999/2000 zunächst zu Tennis Borussia Berlin, kam nach der Hinrunde aber wieder nach Reinickendorf zurück, da er bei TeBe keine Spielpraxis sammeln konnte. Im Jahr 2001 verließ er die Füchse erneut und ging zum FSV Lok Altmark Stendal, um wiederum ein Jahr später nochmals bei Tennis Borussia zu landen. In den folgenden Jahren entwickelte sich Biran zu einem sprichwörtlichen „Wandervogel“: Zur Saison 2003/04 wechselte er zur zweiten Mannschaft von Hansa Rostock. Dort konnte er sich durch seine guten Leistungen (30 Tore in 42 Spielen) auch für die erste Mannschaft empfehlen. Jedoch kam er nur zu zwei Kurzeinsätzen in der Bundesliga: Am 9. Spieltag der Saison 2004/05 wurde er im Heimspiel gegen den FC Bayern München in der 84. Minute und am 11. Spieltag im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg in der 71. Minute eingewechselt. Beide Partien verlor Hansa jeweils mit 0:2.

Zur Winterpause verließ Biran die Mecklenburger und ging in die Regionalliga zur zweiten Mannschaft des VfL Wolfsburg. Für den Regionalligaaufsteiger spielte er elfmal bis zum Saisonende, erzielte dabei vier Treffer und konnte den direkten Wiederabstieg der Wolfsburger nicht verhindern. Am Ende der Saison verließ er Wolfsburg, blieb in der Regionalliga Nord und unterschrieb beim VfL Osnabrück. Bei Osnabrück kam Biran in der Saison 2005/06 lediglich zu vier Kurzeinsätzen, verließ den Verein daraufhin und spielte ein halbes Jahr in der Oberliga Südwest für Eintracht Trier.

In der Winterpause 2006/07 wechselte er in die Oberliga Nordost Nord zum Spitzenreiter SV Babelsberg 03 und stieg am Saisonende mit ihnen in die Regionalliga auf. Biran erhielt von Babelsberg keinen Vertrag für die Regionalliga. Er meldete sich arbeitslos und spielte für 150 Euro im Monat als Nebentätigkeit weiter für Babelsberg.[2] Mit neun Toren avancierte er in der Hinrunde zum besten Torschützen des Vereins. In der Winterpause legte ihm Ligakonkurrent 1. FC Union Berlin einen Kontrakt vor und so wechselte Biran in die Wuhlheide.[3]

Mit den Unionern konnte Biran sich für die neugeschaffene 3. Liga qualifizieren und wurde durch seine vielen Tore schnell Publikumsliebling in Köpenick, woraufhin sein zum Saisonende auslaufender Vertrag im November 2008 bis zum 30. Juni 2011 verlängert wurde.[4] In der Saison 2008/09 konnte er mit Union den Aufstieg in die zweite Bundesliga sowie den Gewinn des Berliner Landespokals feiern. Biran erhielt aber im Juni 2010 trotz seines noch laufenden Vertrages von Union die Freigabe und wechselte zur Saison 2010/11 zum Drittligisten Dynamo Dresden.

Nachdem er während der Hinrunde lediglich fünffach für Dresden eingesetzt worden und dabei torlos geblieben war, wurde sein eigentlich bis Sommer 2012 befristeter Vertrag mit Dresden zum Jahresbeginn 2011 vorzeitig aufgelöst.[5] Biran wechselte daraufhin zum 1. FC Magdeburg, bei dem er allerdings die in ihn gesetzten Erwartungen nicht erfüllen konnte. In zehn Spielen gelang ihm kein Treffer, so dass er Magdeburg nach nur fünf Monaten im Juni 2011 wieder verließ.

Anfang Juli 2011 schloss sich Biran daraufhin dem BFC Dynamo an. Nach einem guten Start mit zwei Treffern in drei Spielen endete am 4. Spieltag bereits die Saison für ihn, als er sich im Spiel gegen den Torgelower SV Greif eine Riss im vorderen und hinteren Kreuzband sowie im Meniskus zuzog. In der Folge stellte sich seine Verletzung als so schwer heraus, dass Biran seine Karriere beenden musste.[6]

Seit November 2013 ist er Trainer der A-Junioren (Verbandsliga) Mannschaft des TSV Rudow 1888 e.V aus Berlin-Neukölln. Mit dieser verpasste er in der Saison 2013/14 knapp den Klassenerhalt. Zur Saison 2014/15 spielen sie deshalb in der A-Junioren Landesliga.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Horst Bläsig: „Fußball-Oberliga: Torjäger Biran ist von sich selbst überrascht“, Artikel in der Berliner Morgenpost vom 20. August 2002.
  2. Jens Trommer: Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven: @1@2Vorlage:Toter Link/www.mazarchiv.de„Weiter Theater um Biran“, Artikel auf berliner-zeitung.de 16. Februar 2008.
  3. Für mich ist wichtig zu spielen und zu wissen, wo ich hingehöre. In: www.die-fans.de. Die Fans Media GmbH, 11. Januar 2008, abgerufen am 27. Februar 2013.
  4. 3.Liga: Union Berlin verlängert mit Stürmer Biran bis 2011. FOCUS Online. 6. November 2008. Abgerufen am 6. November 2008.
  5. Vertrag mit Shergo Biran aufgelöst. Offizielle Internetseite der SG Dynamo Dresden. 5. Januar 2011. Abgerufen am 6. Januar 2011.
  6. Mathias Bunkus: Shergo Biran: Ein Schrei und alles war vorbei. In: Berliner Kurier. 22. September 2012, abgerufen am 27. Februar 2013.