Sicherheitstechnik (Studienfach)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Das Studienfach Sicherheitstechnik befasst sich mit den Risiken der modernen Industriegesellschaft, denen der Mensch und seine Umwelt ausgesetzt sind. Sie konzentriert sich dabei besonders auf solche Risiken, die mit dem Gebrauch der Technik, dem Betrieb industrieller Anlagen und dem Umgang mit Stoffen verbunden sind (Sicherheitstechnik).

Studienfach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser Artikel oder Abschnitt ist nicht allgemeinverständlich formuliert. Die Mängel sind unter Diskussion:Sicherheitstechnik (Studienfach) beschrieben. Wenn du diesen Baustein entfernst, begründe dies bitte auf der Artikeldiskussionsseite und ergänze den automatisch erstellten Projektseitenabschnitt Wikipedia:Unverständliche Artikel#Sicherheitstechnik (Studienfach) um {{Erledigt|1=~~~~}}.

Technische Erzeugnisse sind häufig mit Gefahren verbunden, so dass von ihnen Gefährdungen ausgehen können. Unmittelbare Sicherheitstechnik erhebt den Anspruch, technische Erzeugnisse so zu gestalten, dass von ihnen keine Gefährdungen ausgehen. Das kann insbesondere dann gelingen, wenn sie so gestaltet werden, dass sie vollständig ungefährlich sind.

Falls dies nicht möglich ist, wird durch mittelbare Sicherheitstechnik versucht, durch den Einsatz von sicherheitstechnischen Mitteln die vom technischen Gerät ausgehenden Gefährdungen auf ein gemeinhin akzeptiertes Maß zu reduzieren. Zum Einsatz kommen Schutzeinrichtungen.

Wenn unmittelbare und mittelbare Sicherheitsvorkehrungen nur unvollständig zum Schutz führen, warnt die hinweisende Sicherheitstechnik mit Warn- und Hinweisschildern vor den Gefahren.

Berufsbild[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Absolventen des Studienfachs Sicherheitstechnik sind in allen Branchen vielseitig einsetzbar. Als Sicherheitsingenieur umfasst ihre Tätigkeit dabei Aufgaben in den Bereichen Arbeitssicherheit, Brandschutz, Umweltsicherheit und Strahlenschutz. Zudem können sie als Berater, Gutachter, Entwicklungs- und Laboringenieur sowie in Aufsichts- und Prüftätigkeiten aktiv sein. Weitere Tätigkeitsfelder ergeben sich bei den Berufsgenossenschaften und staatlichen Aufsichtsbehörden, bei Versicherungen und Feuerwehren.

Aufgrund ihrer Hochschul-/Fachhochschulausbildung erfüllen Sicherheitsingenieure nach einjähriger praktischer Tätigkeit die Anforderungen der Vorschrift 2 der DGUV und erlangen die sicherheitstechnische Fachkunde, um als Fachkraft für Arbeitssicherheit (auch SiFa oder FASi) tätig zu werden.[1] Die Aufgaben der Fachkräfte für Arbeitssicherheit sind durch das Arbeitssicherheitsgesetz definiert. Neben Sicherheitsingenieuren sind auch Sicherheitstechniker (Technikerausbildung mit sicherheitstechnischer Fachkunde) und -Meister (Meisterausbildung mit sicherheitstechnischer Fachkunde) als Fachkräfte für Arbeitssicherheit tätig.

Studium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Studium der Sicherheitstechnik ist seit 1975 an der Bergischen Universität Wuppertal, Fakultät für Maschinenbau und Sicherheitstechnik, möglich. Zurzeit besteht die Möglichkeit, ein Studium mit dem Abschluss Bachelor of Science Sicherheitstechnik (berufsqualifizierender Abschluss, 6 Semester)[2] und weiterführend mit dem Abschluss Master (4 Semester) in den Schwerpunkten Sicherheitstechnik[3] (Arbeitssicherheit, Umweltsicherheit oder Bevölkerungsschutz/Brandschutz) oder dem Master Qualitätsingenieurwesen[4] zu absolvieren.

Bis 2002 (vor Umstellung entsprechend dem Bolognaprozess) bestand ein Diplomingenieurstudiengang mit den Schwerpunkten Arbeitssicherheit, Umweltschutz, Verkehrssicherheit und Brand- und Explosionsschutz. Darüber hinaus ist auch die Möglichkeit einer Promotion gegeben. So können je nach Schwerpunkt der Dissertation die akademischen Grade Dr.-Ing. (Doktor-Ingenieur), Dr. rer. sec. (doctor rerum securitatis) oder Dr. phil. (doctor philosophiae) erlangt werden.[5]

Seit 1999 bietet auch die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) am Standort Karlsruhe (bis März 2009 Berufsakademie Karlsruhe)[6] die Fachrichtung Arbeitssicherheit im Studiengang Sicherheitswesen (Safety, Health and Environment) an. Der Studiengang gliedert sich zudem weiter in die Fachbereiche Umwelttechnik und Strahlenschutz.[7] Abgeschlossen wird der Studiengang mit dem Bachelor of Science.[8] Das Studium besteht aus sechs Semestern, wobei sich die Semester in Theorie- und Praxisphasen aufteilen, die an der DHBW und beim dualen Partner erbracht werden. Studierende erhalten zudem durch den dualen Partner eine Ausbildungsvergütung.

Seit dem Wintersemester 2007/2008 wird der Studiengang Security & Safety Engineering (Sicherungs- und Sicherheitstechnik) Bachelor of Science an der Hochschule Furtwangen University - Fakultät „Gesundheit, Sicherheit, Gesellschaft“ (GSG) angeboten. Das Studium umfasst hier sieben Semester, das fünfte Semester ist als Praxissemester vorgesehen.

Außerdem ist es seit einigen Jahren möglich, Sicherheitsingenieurwesen an der Hochschule Trier im Fachbereich Maschinenbau zu studieren. Das Studium umfasst hier sechs Semester und endet im Unterschied zur Universität Wuppertal mit dem akademischen Grad „Bachelor of Engineering“.[9]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. DGUV Vorschrift 2 - Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit(PDF; 293 KB)
  2. Prüfungsordnung für den Bachelor-Studiengang Sicherheitstechnik des Fachbereichs D der Bergischen Universität Wuppertal (PDF; 184 kB)
  3. Prüfungsordnung für den Master-Studiengang Sicherheitstechnik des Fachbereichs D der Bergischen Universität Wuppertal (PDF; 282 kB)
  4. Prüfungsordnung für den Master-Studiengang Qualitätsingenieurswesen des Fachbereichs D der Bergischen Universität Wuppertal (PDF; 147 kB)
  5. Promotionsordnung des Fachbereichs D - Architektur, Bauingenieurwesen, Maschinenbau, Sicherheitstechnik der Bergischen Universität Wuppertal (PDF; 170 kB)
  6. Geschichte der DHBW Karlsruhe. In: DHBW Karlsruhe. 11. Juli 2017 (dhbw.de [abgerufen am 21. Juli 2017]).
  7. Studieninhalte und Profil des Studiengangs Sicherheitswesen. Abgerufen am 21. Juli 2017.
  8. Studiengangsbeschreibung des Studiengangs Sicherheitswesen an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg(PDF; 441KB)
  9. Prüfungsordnung für die Bachelor-Studiengänge Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen und Sicherheitsingenieurwesen des Fachbereichs Technik der Fachhochschule Trier. S. 51-73

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Studiengang Sicherheitstechnik - Studiengang Sicherheitstechnik in der Fakultät für Maschinenbau und Sicherheitstechnik der Bergischen Universität Wuppertal