Sieper

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Siku ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Weitere Bedeutungen sind unter Siku (Begriffsklärung) aufgeführt.
Sieper GmbH
Logo
Rechtsform GmbH
Gründung 1921
Sitz Lüdenscheid, DeutschlandDeutschland Deutschland
Leitung Britta Sieper, Klaus Galinski[1]
Mitarbeiter 241[2]
Umsatz 47 Mio. Euro[2]
Branche Spielwarenhersteller
Website www.siku.de
Stand: 31. Dezember 2014 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2014

Die Sieper GmbH ist ein in Lüdenscheid ansässiger Spielzeughersteller, der hauptsächlich für seine Miniaturen aus Metall und Kunststoff bekannt ist. Namhafte Sammelobjekte sind insbesondere die Modelle, meist Fahrzeuge, der Marken Siku (Sieper-Kunststoffe) und Wiking.

Unternehmensstruktur[3][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werksteil
Lagergebäude
  • Sieper Lüdenscheid GmbH & Co. KG, Lüdenscheid
    • Sieper GmbH, Lüdenscheid, SIKU Spielzeugmodelle aus Metall
    • Wiking-Modellbau GmbH & Co. KG, Lüdenscheid, Verkehrsmodelle aus Kunststoff, Maßstab H0 und N[4]
    • Sicom GmbH, Lüdenscheid, Werbung + Communication
    • Sieper Beteiligungs GmbH, Lüdenscheid
      • Tim Toys Ltd, Hongkong, produziert unter anderem SIKU-kompatible Farmer-Fahrzeuge in 1:32, jedoch aus Kunststoff
      • Sieper Spółka z.o.o., Złotoryja, Polen
      • Sieper France SARL, Frankreich
      • Sieper Hardware & Plastic Co., Ltd., Dongguan, China

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1921 gründete Richard Sieper ein Gießereiunternehmen in Lüdenscheid. Dieses wurde Basis der heutigen Firma Siku. Vor dem Zweiten Weltkrieg wurden hauptsächlich Konsumgüter, wie Besteck oder Aschenbecher gefertigt. Mit dem Aufkommen von thermoplastischen Kunststoffen wurden aus diesen Kleinmöbel wie Badezimmer-Spiegelschränke und Regale produziert.[5] 1943 wurde dazu eine weitere Produktionsstätte in Hilchenbach-Müsen eröffnet. 2007 wurden die Müsener Sieper-Werke in die SieBad GmbH umgewandelt. Diese musste 2009 Insolvenz anmelden. Das Werk wurde geschlossen.[6]

Der Aufstieg als Spielzeughersteller begann 1950. Siku wurde als Marke eingetragen und gehörte zu den Ausstellern der ersten Nürnberger Spielwarenmesse. Gezeigt wurden erstmals Spielwaren aus Kunststoff. Ab 1951 wurden Spielzeugmodelle, zunächst ausschließlich aus Kunststoff, gefertigt. 1954 folgten darauf 32 Siku-Spielzeugmodelle im Maßstab 1:60. Die Produktion von Modellen aus Metall begann erst 1963. Diese werden nach wie vor im Zinkdruckgussverfahren hergestellt.[7]

1950er-Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

V 58 Henschel HS 170T Tankwagen als Werbemodell für Mobil Heizöl

Es wurden zunächst Kunststoff-Spielwaren hergestellt, beispielsweise Bauernhöfe oder Tiere. Die ersten Siku-Modellautos im damals für Spielzeug-Modelle üblichen Maßstab 1:60 wurden im Jahr 1954 produziert. Da den damaligen Artikel-Nummern stets ein V vorangestellt war, hat sich die Bezeichnung Plastik-V-Serie entwickelt. Neben den gängigen Automodellen, die in diesen Jahren auf deutschen Straßen zu finden waren, wurden auch amerikanische Straßenkreuzer als Modell hergestellt. Zu den verschiedenen Arten von Kraftfahrzeugen wie LKW, Krane, Militärfahrzeuge und Flugzeuge wurde auch ein äußerst umfangreiches Zubehörprogramm bestehend aus Verkehrszeichen, Figuren, Gebäuden und Straßenplänen angeboten.

1960er-Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

V 180 VW 1500 aus der Plastik-V-Serie

1963 fertigte Siku die ersten Modelle aus Zinkdruckguss unter der auch heute noch verwendeten Bezeichnung Super-Serie. Zur Unterscheidung von neueren Modelle werden die früheren von Sammlern jedoch meist als Metall-V-Serie bezeichnet. Der offizielle Maßstab dieser Modelle lag noch immer bei 1:60, in der Realität jedoch schwankte dieser von Modell zu Modell. Zwar wurden die Fahrzeuge der Plastik-Serie weiter produziert, fielen aber nach und nach aus dem Programm, bis 1969 die Plastik-Serie ganz eingestellt wurde. Auch in der Metall-Serie gab es neben den damals aktuellen Fahrzeugmodellen wieder Exoten wie amerikanische Straßenkreuzer oder Rennwagen.

1970er-Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

358/1028 Ford Granada Turnier, eines der letzten Modelle der Metall-V-Serie, hier bereits mit Rädern der 1000er-Serie.

1970 präsentierte sich Siku in einem neuen Corporate Design, welches von den Farben Violett, Magenta und Orange geprägt war.[5] Zudem wurden PKW-Neuerscheinungen nun einfacher gestaltet und bekamen leichtgängigere Räder. Weiter ergänzt wurde das Sortiment durch zerlegbare Gebäude wie eine Garage oder Tankstelle, die jeweils einem Tieflader als Ladung dienten.1975 kam es zu weiteren Umstellungen. Unter anderem wurden die ehemals dreistelligen Artikel-Nummern vierstellig, weshalb Modelle ab 1975 von Sammlern als 1000er-Serie bezeichnet werden. Der offizielle Maßstab wurde auf 1:55 geändert, jedoch gab es auch weiterhin Neuerscheinungen in 1:60, sowie in 1:50. Einige Modelle der Metall-V-Serie wurden in das neue Nummern-Schema übernommen und oftmals, unter anderem durch den Einsatz neuerer Räder, optisch den eigentlichen 1000er-Modellen angepasst. Der Maßstab 1:55 besteht teilweise noch heute.

1980er-Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1041 Audi 200 5T & 1043 Peugeot 505 STI, jeweils 1982 bis 1988 gebaut
Ein Modell der Farmer-Serie im Maßstab 1:32

Ab 1980 erweiterten Großmodelle im Maßstab 1:27 aus Zinkdruckguss das Sortiment, die besonders zum Spielen draußen gedacht waren. Aber bereits 1984 waren alle Modelle dieser Serie wieder aus dem Verkaufsprogramm verschwunden.

Seit 1983 etablierte sich im Produkt-Portfolio die landwirtschaftlich ausgerichtete Farmer-Serie im Maßstab 1:32; davor gab es in Deutschland nur Farm-Modelle von Britains Ltd. und von Hausser Elastolin, vereinzelt auch von Ertl.

1984 wurde das traditionsreiche Berliner Unternehmen Wiking Modellbau übernommen. Von Wiking werden hauptsächlich detailgetreue Verkehrsmodelle aus Kunststoff im Maßstab 1:87 und parallel dazu auch in 1:160 gefertigt.

1990er-Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2827 Unimog-Winterdienst (U 1500); 1992 bis 2002 gebaut

1990 führte Siku zwei neue Serien ein. Zum einen die sogenannte Club-Serie, welche das Sortiment nach unten hin mit unmaßstäblichen, preisgünstigen Maschinen, Transportern und LKW-Modellen abrundete. Zwar wurden diese Modelle bereits 1993 in die Super-Serie integriert und somit die eigene Serien-Bezeichnung aufgegeben, gepflegt wird die Serie unmaßstäblicher Modelle aber heute noch. Weniger erfolgreich hingegen war die Special-Serie, welche aus Fahrzeugen der Maßstäbe 1:55 und 1:32 bestand, welche um besondere Funktionen, wie zum Beispiel Signalhorn und Blinklicht, ergänzt wurden. Bereits 1994 war diese Serie wieder vollständig verschwunden.

Die 1992 gestartete 1:43-Serie, welche es lediglich auf zwei verschiedene PKW-Typen brachte, blieb genauso erfolglos, wie der Versuch, sich wieder im Bereich der Flugzeugmodelle zu etablieren.

Die PKW-Modelle der Super-Serie erhielten ab 1993 teilweise mehr Detaildrucke. Zudem wurden Plastikbodenplatten bei neuen Modellen zum Standard, wodurch die Autos leichter wurden. Im gleichen Jahr wurde das Firmenlogo erneut geändert. An der Stelle des mit den Regenbogenfarben umrandeten weißen Kreises mit schwarzer Schrift stand nun ein roter Kreis mit weißer Inschrift.

Während die Produktion der Blister-Modelle bereits zu Beginn der 1990er Jahre nach China ausgelagert wurde, unterstützt seit 1995 der zweite Produktionsstandort in Złotoryja, Polen die Produktion in Lüdenscheid. Im gleichen Jahr wurde auch ein Logistikzentrum mit vollautomatischem Hochregallager in Lüdenscheid gebaut.[5]

1998 präsentierte Siku mit der Junior-Serie erneut Großmodelle für den Outdoor-Spielbetrieb. Dieses mal waren die Modelle jedoch aus Kunststoff gefertigt. Bis 2006 verschwand jedoch auch diese Serie wieder vom Markt.

2000er-Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

3461 Porsche-Diesel Super 308 aus der Farmer-Classic-Serie im Maßstab 1:32
4115 Magirus Tanklöschfahrzeug aus der Super-Classic-Serie im Maßstab 1:50

Seit Beginn der 2000er-Jahre werden vorerst hauptsächlich neue Baufahrzeuge, später aber auch zunehmend LKW-Modelle und Transporter nur noch im weit verbreiteten Maßstab 1:50 entwickelt. Zudem ermöglicht die auch für größere Modelle nach und nach einsetzende China-Produktion mehr Detail-Drucke. Bei den PKW-Modellen gibt es immer größer werdende Schwankungen zwischen den Maßstäben 1:70 und 1:50, um die Modelle an die einheitliche Größe der Blister-Verpackung anzupassen.

Erstmals bot Siku 2001 unter der Super-Serie Blister-Modelle im H0-Maßstab 1:87 an. 2003 wurde das Sortiment um teurere Faltkarton-Modelle erweitert, welche unter der neuen Serien-Bezeichnung M87 liefen. Seit 2007 werden die H0-Modelle wieder vollständig der Super- bzw. Farmer-Serie zugeordnet.

Im Jahr 2002 erschienen erstmals mit der Farmer-Classic-Serie historische Traktorenmodelle. Bis 2008 wurden die verschiedensten Traktoren, Anhänger und Anbaugeräte, die früher das Landleben prägten, im Maßstab 1:32 umgesetzt. Aufgrund zu geringer Nachfrage wurde die Serie schließlich eingestellt und die einzelnen Modelle werden nach und nach aus dem Sortiment gestrichen.

Ein gänzlich neues Feld betrat Siku mit der Control-Serie im Jahr 2004. Dabei handelte es sich um zunächst infrarot-gesteuerte Traktoren und Anhänger. Ab 2007 wurde die Funkfernsteuerung zum Standard. Auch LKW-Modelle und zuletzt ein Raupenbagger wurden ins Sortiment aufgenommen.

2005 wurde die Super-Classic-Serie eingeführt, deren Modelle bereits ausschließlich im Maßstab 1:50 gefertigt wurden. Mit dem letzten Fahrzeug im Neuheiten-Jahr 2008 brachte es die Serie bis zu ihrer Einstellung nur auf drei LKW-Modelle, welche nun nach und nach aus dem Programm gestrichen werden. Parallel zu den LKW-Modellen wurden ab 2007 auch historische PKW-Modelle umgesetzt, jedoch kam es hier ebenso nur zu drei Modellen.

Ab 2006 werden analog zur ehemaligen Club-Serie einfach konstruierte PKW-Modelle hergestellt, welche den Matchbox- und Hot-Wheels-Autos ähneln. Obwohl auch diese realen Vorbildern nachempfunden sind, werden sie ohne Lizenz hergestellt und unterschieden sich dementsprechend in kleinen Details von den Originalen und tragen fiktive Bezeichnungen. Seit 2009 erscheinen aber auch in diesem Bereich keine Neuheiten mehr.

2007 eröffnete Siku schließlich eine eigene Fertigungsstätte in China, um nach eigenen Angaben der weltweit wachsenden Nachfrage an Siku-Modellen gerecht zu werden.[5]

2010er-Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Einführung der Farmer-Serie für den Maßstab 1:50 gibt es 2010 erstmals seit den 1990er-Jahren wieder Traktoren für den Maßstab 1:55/1:50.[8] Auch Schiffsmodelle im Maßstab 1:1400 und einfache Schiebe-Eisenbahnmodelle in 1:120 (Nenngröße TT) finden seit 2010 langsam Einzug ins Sortiment. Der Bereich der Eisenbahnmodelle wird jedoch bereits seit 2013 nicht mehr gepflegt.

Am 27. Juni 2012 wurde die Siku/Wiking-Modellwelt in Lüdenscheid eröffnet, in der auf ca. 500 m² über 3.500 Ausstellungsstücke gezeigt werden.[9]

Auf der Int. Spielwarenmesse in Nürnberg 2013 wurde die neu vorgestellte Racing-Serie mit dem ToyAward und dem Trader's Favourite ausgezeichnet. Dabei handelt es sich um spurungebundene fernsteuerbare Rennwagen im Maßstab 1:43.[10] Ebenso in 2013 wurde das Spielsystem World herausgebracht. Hier können mit verschiedenen bedruckten Grundplatten Spielwelten aufgebaut und mit Siku Modellen in verschiedenen Maßstäben bespielt werden.[11]

Ein weiteres Werk in Polen wurde 2016 in Betrieb genommen.[5]

Produktsortiment[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Produktsortiment[12] umfasst Spielzeugmodelle aus Metall und Kunststoff in diversen Maßstäben und vielfältigen Themen. Die Super-Serie umfasst alle PKW-Modelle und deckt hauptsächlich die Themenbereiche Stadt, Rettung, Baustelle und Sonderfahrzeuge in den Maßstäben 1:87, 1:55 und 1:50 ab; darüber hinaus gibt es einige preisgünstige Modelle ohne festen Maßstab. Landwirtschaftliche Fahrzeuge (z. B. Traktoren, Erntemaschinen und Anbaugeräte) in den Maßstäben 1:87, 1:50 und 1:32 gehören zur Farmer-Serie. Die Control-Serie umfasst alle fernsteuerbaren Modelle (z. B. Traktoren, LKW und Anbaugeräte) im Maßstab 1:32. Zur Racing-Serie hingegen gehören ferngesteuerte Rennwagen im Maßstab 1:43. Die Rennwagen können frei fahren und sind nicht an Spuren oder Schienen gebunden. Die World-Serie [13] umfasst ein Spielsystem, bei dem aus verschiedenen Grundplatten eine eigene Spielwelt für bestehende Siku-Modelle aufgebaut werden kann. Hier werden die Themenbereiche Stadt, Landwirtschaft und Feuerwehr abgedeckt.

Siku-Modelle als Sammelobjekt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

4911 Pistenbully mit Seilwinde aus der Super-Serie im Maßstab 1:50
3732 Setra Doppelstock-Reisebus
2926 Mercedes SK Müllwagen aus Frankreich

Durch die hohe Qualität und Vorbildtreue, in Verbindung mit umfangreichem Zubehör, waren die Produkte von Siku von Anfang an bei Sammlern beliebt. Einige Sammler haben sich auf eine bestimmte Serie spezialisiert, zum Beispiel auf die frühen Plastik-Modelle, die Super-Serie, Werbemodelle, Exportmodelle oder nur auf die Farmer-Serie. Aber es gibt auch Liebhaber, die nahezu alles sammeln, vom Modell über die Verpackung bis zum Werbematerial. Dies können Kataloge, Preislisten oder Aufkleber und Poster sein. Es finden sich aber auch Handtücher und Golfbälle mit dem Siku-Emblem.

Neben den normalen Serienmodellen gibt es Modelle, die speziell für ausländische Märkte gefertigt wurden und auch nur in den jeweiligen Ländern zu haben waren. Mit ein Grund dafür, dass frühe Auslandsmodelle heute gesuchte Raritäten sind. Mittlerweile kann man die meisten der aktuellen Exportmodelle auch über den hiesigen Fachhandel erwerben.

Nicht von Sieper selbst gefertigt wurden die Nachbauten der Firma Rei aus Brasilien, die in den 1970er und 1980er-Jahren ausgediente Gussformen von Siku bezogen hatte. Diese Modelle sind äußerst selten und sehr begehrt. Ähnlich verhält es sich mit den Nachbauten der ungarischen Firma Metchy, die ebenfalls in den 1980er-Jahren Siku-Produkte in neuen Farben und mit der geänderten Bodenprägung MADE IN HUNGARY hergestellt hat.

Die oft nur in deutlich geringerer Stückzahl als die Serien- oder Auslandsmodelle gefertigten Werbemodelle genießen bei Sammlern eine besondere Wertschätzung. Es handelt sich dabei um Modelle, die Siku im Auftrag von Kunden und nach deren Vorgaben fertigt. Diese Modelle können einerseits reguläre Serienmodelle sein, welche lediglich um den jeweiligen Firmennamen ergänzt wurden, oder andererseits auch aufwändig bedruckte und in Sonderfarben lackierte Modelle, die zudem in besonderen Werbekartons verpackt sein können. Schon von Beginn an gab es bei Siku solche Industrieaufträge, so wurde die Entwicklung der ersten 32 Siku-Modelle der V-Serie mit den Erlösen aus der Produktion von sogenannten Margarine-Werbefiguren verwirklicht. Zwar gab es in allen Siku-Serien bereits Werbemodelle, der breite Durchbruch der Siku-Modelle als Werbeträger kam jedoch erst in den 1980er-Jahren. Es wurden vom Pkw bis zum Mähdrescher der Farmer-Serie die verschiedensten Modelle für Firmenjubiläen oder Messen hergestellt. Teilweise hatten sie reale Vorbilder, teilweise waren es Phantasie-Fahrzeuge. Zuvor gab es nur recht wenige Werbemodelle, die heute nicht selten mehrere hundert Euro wert sein können. Einige dieser Modelle sind kaum zu beschaffen, da sie von den Industriekunden nur an Geschäftspartner ausgegeben wurden und/oder die Auflage sehr gering war. Ebenso gibt es aber auch Werbemodelle, deren Auflage bei 10.000 Stück und mehr liegt und die weit unter dem Preis des Serienmodells zu bekommen sind. Dazwischen ist die Vielfalt, aber auch die Preisspanne, sehr groß.

Siku selbst bietet immer wieder limitierte Sondermodelle zu besonderen Anlässen an, wie zum Beispiel zur IAA. Neben Eigenwerbern handelt es sich dabei mitunter um Modelle der Blackline-Serie. Diese sind zumeist schwarz lackiert, in einem besonderen Karton verpackt und mit entsprechenden Aufdrucken versehen.

Aus einer Sammlung entstand auch das privat geführte Siku Museum in Stadtlohn, welches nahezu die komplette Modellgeschichte der Marke Siku in einer Dauerausstellung präsentiert.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Impressum
  2. a b Bundesanzeiger: Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014
  3. Sieper-Unternehmenstruktur. Abgerufen am 29. Juli 2016 (deutsch).
  4. WIKING Modellbau. In: www.wiking.de. Abgerufen am 29. Juli 2016.
  5. a b c d e Story - SIKU - siku.de. In: www.siku.de. Abgerufen am 29. Juli 2016.
  6. Sieper-Werke bald Geschichte. Abgerufen am 10. September 2012.
  7. Unternehmenswebsite (Memento vom 18. August 2013 im Internet Archive)
  8. http://www.siku.de/de/siku/chronik.html (Memento vom 19. April 2015 im Internet Archive)
  9. Artikel aus den Lüdenscheider Nachrichten zur Eröffnung der Siku/Wiking-Modellwelt
  10. http://www.siku.de/de/news/product/toyaward-2013.html (Memento vom 3. Oktober 2014 im Internet Archive)
  11. http://www.siku.de/de/sortiment/sikuworld.html
  12. http://www.siku.de/de/sortiment.html
  13. http://www.siku.de/de/news/product/neuheiten-2014.html

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ulrich Biene: Die SIKU-Story: lebendige Autoträume aus Kindertagen. Delius Klasing, Bielefeld 2012, ISBN 978-3-7688-3491-9.
  • Siku Sammlerkatalog Rawe 2006, ISBN 3-9802941-6-1 (Nachschlagewerk aller Modelle von 1954 bis 2005 mit Abbildungen und Bewertung)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: SIKU – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 51° 12′ 53″ N, 7° 38′ 48″ O